Zuchtfische reichern heute PCB, Dioxine und PBDE in signifikant höheren Konzentrationen an als ihre wilden Artgenossen (Verallgemeinerung im Präsens in der Zusammenfassung des Archivs).
Originalaussage
فتتراكم فيها مركّبات ثنائي الفينيل متعدد الكلور والديوكسينات ومثبّطات اللهب البرومية بتراكيز تفوق نظيرتها في الأسماك البريّة بفارق كبير
wörtlich laut Quelle. Übersetzung durch das Projekt; maßgeblich ist der arabische Wortlaut.
Übersetzung
Zuchtfische reichern heute PCB, Dioxine und PBDE in signifikant höheren Konzentrationen an als ihre wilden Artgenossen (Verallgemeinerung im Präsens in der Zusammenfassung des Archivs).
Herkunft
- Quellenstatus
- Archiv-Redaktion
- Zuschreibung
- Archivredaktion (eltayebat.com)
- Herkunft
- https://eltayebat.com/rule/farmed-fish/
- Unsicherheit der Zuschreibung
- Zusammenfassungstext des Archivs (arabische Zusammenfassung auf der Seite zur Regel), verfasst von den Archivbetreibern.
- Behaupteter Wirkmechanismus
Belastetes Fischmehl/Fischöl im Futter.
- Behaupteter gesundheitlicher Effekt
Höhere Schadstoffbelastung als bei Wildfisch.
- Betroffene Bevölkerungsgruppe
Allgemeinbevölkerung
- Geografische Einschränkung durch Elawady
keine gefunden
Abweichende Quellenvarianten
- Quellenstatus
- Lebensmittelliste des Archivs
- Zuschreibung
- Archivredaktion (Lebensmittelliste von eltayebat.com)
- Herkunft
- https://eltayebat.com/foods/
- Unsicherheit der Zuschreibung
- Lebensmittelliste des Archivs: 'السمك البحري الطبيعي ✅ مسموح' und 'الأسماك المستزرعة ❌ تجنّب'. Kein wörtliches Zitat von Elawady.
Wissenschaftliche Bewertung
Überwiegend falsch – Die Aussage ist in wesentlichen Teilen nicht durch die Evidenz gedeckt oder stark übertrieben.
Evidenzsicherheit: niedrig – Weitere Forschung wird die Einschätzung wahrscheinlich deutlich beeinflussen.
1. Was wurde behauptet?
Dass Zuchtfisch generell deutlich höhere Belastungen mit langlebigen Schadstoffen hat als Wildfisch.
2. Was ist daran nachweislich richtig?
Das Futter ist ein Hauptweg, über den langlebige Schadstoffe in Zuchtfische gelangen (A-FSH-03); die Futterqualität ist also wichtig. Bei Lachs Anfang der 2000er-Jahre war dies ein reales Problem.
3. Was ist falsch oder übertrieben?
Als Verallgemeinerung im Präsens für allen Zuchtfisch ist sie nicht belegt. Heutiger norwegischer Zucht-Atlantiklachs hat niedrigere Gehalte an Dioxinen, PCB, Organochlorpestiziden und Quecksilber als wilder Atlantiklachs (I-FSH-02), und die Gehalte sanken 1999–2011 (A-FSH-21). Der vom Archiv zitierte Quecksilber-Review schreibt, Zuchtfisch sei „nicht frei von Hg, aber sicherer als Fisch aus der Natur“ (A-FSH-20). Die vom Archiv selbst angeführte neuseeländische Futterstudie fand relativ geringe Schadstoffgehalte in importiertem Lachsfutter (A-FSH-22).
4. Was bleibt ungeklärt?
Vergleiche von Tilapia, Wels und Pangasius mit Wildfischen derselben Art; ägyptische Farmen, die Drainagewasser nutzen, sind ein gesondertes Problem (siehe C-FSH-12).
5. Welche Studien sprechen dafür?
A-FSH-01, A-FSH-02 (historisch).
6. Welche Studien sprechen dagegen?
I-FSH-02, A-FSH-21, A-FSH-20, A-FSH-22, I-FSH-03.
7. Was gilt für Deutschland und Europa?
Für Deutschland/EU werden die Schadstoffgehalte von Zuchtlachs überwacht und lagen in aktuellen Daten unter den EU-Höchstgehalten (I-FSH-02). Die TWI der EFSA für Dioxine (2 pg TEQ/kg bw/Woche, 2018) wird von einem großen Teil der Bevölkerung über die gesamte Ernährung überschritten, nicht speziell durch Zuchtfisch (I-FSH-17).
8. Was ist über Ägypten bekannt?
Studien zu ägyptischer Zucht-Tilapia finden im Muskelfleisch meist Metallgehalte innerhalb der Grenzwerte; Probleme hängen mit Farmen zusammen, die landwirtschaftliches Drainagewasser nutzen (I-FSH-08, I-FSH-09, I-FSH-10). Dies sind Probleme der Wasserquelle, keine allgemeine Regel Zucht gegen Wild.
9. Welche praktische Schlussfolgerung ist angemessen?
Ob ein Fisch gezüchtet oder wild ist, ist kein verlässlicher Hinweis auf seine Schadstoffbelastung; Art, Größe, Futter und Wasserquelle sind wichtiger.
Bewertungsdetails
- Begründung der Evidenzsicherheit
Direkte Vergleiche von heutigem Zucht- und Wildfisch derselben Art sind selten; der beste aktuelle EU-relevante Vergleich (Norwegen, 2017) weist für Atlantiklachs in die entgegengesetzte Richtung. Die Daten für andere Zuchtarten und Regionen sind heterogen.
- Quellenqualität
Das Archiv verallgemeinert von Lachsdaten aus der Zeit um 2002 auf allen Zuchtfisch.
- Regionale Übertragbarkeit
Gering: hängt stark von Art, Futter und Region ab.
- Individuelle Ausnahmen
Nicht zutreffend.
- Regionaler Geltungsanspruch
- allgemein (biologisch/medizinisch)
- Zuletzt überprüft
- 25. Oktober 2026 vorläufig
Einfach erklärt
Das Archiv sagt, Zuchtfisch sei viel stärker belastet als Wildfisch. Das traf auf Lachs zu, der um 2002 getestet wurde. Neuere norwegische Daten zeigen, dass Zucht-Atlantiklachs heute weniger dieser Schadstoffe enthält als wilder Atlantiklachs. Große wilde Raubfische können mehr Quecksilber enthalten als Zuchtfische. „Wild“ bedeutet also nicht automatisch „sauberer“.
Studien zu dieser Behauptung
Studien, die die Behauptung unterstützen (2)
-
Schadstoffe in Zucht- und Wildlachs (2004)
Hites RA et al.. Science 2004 · PMID 14716013 · DOI 10.1126/science.1091447Mess-/Rückstandsstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft★ wichtige StudieUm 2002 enthielt Zuchtlachs – besonders aus Europa – mehr PCB und Dioxine als wilder Pazifiklachs.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Schadstoffe in Zucht- und Wildlachs weltweit vergleichen.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Chemische Analyse von Lachs aus Farmen, Geschäften und freier Wildbahn.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
Über 2 Tonnen Lachs.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Zuchtlachs enthielt mehr Organochlor-Schadstoffe; europäischer Zuchtlachs am meisten.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Im Abstract nicht angegeben.
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Lachs von 2002 ist nicht der Lachs, der heute verkauft wird.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Alte Proben; verschiedene Arten verglichen; strenge US-Risikomethoden.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Stützt nur den historischen Teil der Behauptung.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Gering (Futter und Gehalte haben sich verändert).
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Dass Zuchtlachs heute stärker belastet ist als Wildlachs.
-
Flammschutzmittel in Lachs (2004)
Hites RA et al.. Environ Sci Technol 2004 · PMID 15506184 · DOI 10.1021/es049548mMess-/Rückstandsstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüftZuchtlachs enthielt um 2002 mehr PBDE-Flammschutzmittel als Wildlachs.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
PBDE messen.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Chemische Analyse.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
Dieselben Proben wie A-FSH-01.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Zucht > Wild; Europa am höchsten.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Nicht im Abstract.
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Historische Momentaufnahme.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Alte Proben.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Stützt die historische Behauptung.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Gering.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Aktuelle Unterschiede.
In dieser Gruppe ist keine Studie als besonders wichtig markiert.
Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken (6)
-
Wild- vs. Zucht-Atlantiklachs (Norwegen 2017)
Lundebye AK et al.. Environ Res 2017 · PMID 28189073 · DOI 10.1016/j.envres.2017.01.026Mess-/Rückstandsstudieunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft★ wichtige StudieWildlachs enthielt mehr Dioxine, PCB und Quecksilber als Zuchtlachs; beide waren gute Omega-3-Quellen.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Gleiche Art vergleichen.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Chemische Analyse.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
Wilder und gezüchteter Atlantiklachs.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Zuchtfisch bei den meisten Schadstoffen niedriger.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
3,2 g vs. 2,8 g EPA+DHA pro 200 g.
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Zuchtlachs ist nicht stärker belastet.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Details nicht im Abstract.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht „Zuchtfisch ist stärker belastet“.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Hoch.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Andere Zuchtfischarten.
-
Schadstoffe in norwegischem Zuchtlachs 1999–2011
Nøstbakken OJ et al.. Environ Int 2015 · PMID 25454244 · DOI 10.1016/j.envint.2014.10.008Mess-/Rückstandsstudievom Tayebat-Archiv zitiertVolltext geprüft★ wichtige StudieDie Schadstoffgehalte sanken von 1999 bis 2011, und keine Probe überschritt die EU-Grenzwerte; die Autoren berechneten bis zu 1,3 kg pro Woche bis zum damals geltenden Sicherheitsgrenzwert, den die EFSA inzwischen deutlich verschärft hat.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Schadstoffe verfolgen.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Amtliche Überwachung.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
>2300 Proben (>10.000 Fische), 1999–2011.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Quecksilber, Arsen, Dioxine, dioxinähnliche PCB und DDT nahmen ab; kein EU-Grenzwert überschritten; die tolerierbare Wochenmenge stieg von 370 g (1999) auf >1,3 kg (2011).
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
1,3 kg/Woche bis zur TWI (2011).
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Zuchtlachs ist sauberer geworden.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Verwendet den alten (2001) Dioxin-Sicherheitsgrenzwert, der 7-mal weniger streng ist als der EFSA-Grenzwert von 2018; andere Lebensmittel nicht mitgezählt; Daten enden 2011.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht der Behauptung.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Hoch.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Gehalte nach 2011 oder sichere Mengen nach dem aktuellen (2018) Dioxin-Grenzwert der EFSA.
-
Quecksilber in Zuchtfisch (Review 2025)
de Oliveira Novaes E et al.. Biol Trace Elem Res 2025 · PMID 39715977 · DOI 10.1007/s12011-024-04493-xSystematischer Reviewvom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüftZuchtfisch hatte wenig Quecksilber und wurde als sicherer als Wildfisch eingestuft.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: niedrig · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Hg in Zuchtfisch sichten.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Systematischer Review.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
18 Studien.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Niedriges Hg.
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Zuchtfisch enthält weniger Quecksilber.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Wenige Studien.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht der Behauptung.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Mittel.
-
Schadstoffe in Lachsfutter (Neuseeland)
McMullin RM et al.. Environ Pollut 2022 · PMID 35033615 · DOI 10.1016/j.envpol.2022.118853Mess-/Rückstandsstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüftImportiertes Lachsfutter hatte relativ geringe Schadstoffgehalte.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Schadstoffe im Futter messen.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
GC-MS/MS.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
Futter, Rifffische.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Niedrige Gehalte.
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Beruhigend.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Nur Neuseeland.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht der Behauptung.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Gering.
-
Konservierungsstoffe aus dem Futter in Zuchtfisch
Lundebye AK et al.. Food Addit Contam Part A Chem Anal Control Expo Risk Assess 2010 · PMID 20931417 · DOI 10.1080/19440049.2010.508195Mess-/Rückstandsstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüftEine Portion Zuchtlachs lieferte bis zu 75 % der duldbaren täglichen Aufnahmemenge von BHT.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Antioxidantien messen.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Laboranalyse.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
Norwegischer Zuchtfisch.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Pro Portion unterhalb der ADI.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
BHT bis zu 75 % der ADI.
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Innerhalb der Grenzwerte.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Daten von 2010.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Schwache Unterstützung.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Hoch.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Schaden.
-
Metalle in importiertem Pangasius
Molognoni L et al.. J Sci Food Agric 2016 · PMID 26439310 · DOI 10.1002/jsfa.7486Mess-/Rückstandsstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüftDie meisten giftigen Metalle waren nicht nachweisbar; einige Proben überschritten den Cadmium-Grenzwert.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: niedrig · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Metalle messen.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
AAS.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
20 Filets.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Überwiegend sicher; teilweise Cd.
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Überwachung hilft.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Klein.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Schwache Unterstützung.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Mittel.
In dieser Gruppe ist keine Studie als besonders wichtig markiert.
Studien mit gemischten oder unklaren Ergebnissen (2)
-
Fisch: Nutzen vs. Schadstoffrisiken (2006)
Mozaffarian D & Rimm EB. JAMA 2006 · PMID 17047219 · DOI 10.1001/jama.296.15.1885Systematischer Reviewunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft★ wichtige StudieFür Erwachsene überwiegt der Nutzen, 1–2 Mal pro Woche Fisch zu essen, die Risiken durch Schadstoffe.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Nutzen und Risiken abwägen.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Review/Metaanalyse.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
Viele Studien.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Nutzen > Risiken.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Koronarer Tod -36 %.
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Fisch essen, Arten abwechseln.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Überwiegend Beobachtungsstudien.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht „Zuchtlachs meiden“.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Hoch.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Artspezifische Risiken für jeden Fisch.
-
EFSA: Dioxine in Lebensmitteln (2018)
EFSA Panel on Contaminants in the Food Chain (CONTAM) et al.. EFSA J 2018 · PMID 32625737 · DOI 10.2903/j.efsa.2018.5333Risikobewertungunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüftDie EFSA hat einen strengeren wöchentlichen Grenzwert für Dioxine festgelegt (2 pg TEQ/kg/Woche), den viele Europäerinnen und Europäer über ihre gesamte Ernährung überschreiten.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Unklar · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Sichere Aufnahme festlegen.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Risikobewertung.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
EU-Daten.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
TWI 2 pg TEQ/kg bw/Woche.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Aufnahmen 2,1–10,5 (Mittelwert).
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Dioxine betreffen die gesamte Ernährung.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Nur Kontext.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Hoch.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Dass Zuchtfisch die Hauptquelle ist.
In dieser Gruppe ist keine Studie als besonders wichtig markiert.
Regionale Einordnung
Deutschland / EU
Für Deutschland/EU werden die Schadstoffgehalte von Zuchtlachs überwacht und lagen in aktuellen Daten unter den EU-Höchstgehalten (I-FSH-02). Die TWI der EFSA für Dioxine (2 pg TEQ/kg bw/Woche, 2018) wird von einem großen Teil der Bevölkerung über die gesamte Ernährung überschritten, nicht speziell durch Zuchtfisch (I-FSH-17).
Ägypten
Studien zu ägyptischer Zucht-Tilapia finden im Muskelfleisch meist Metallgehalte innerhalb der Grenzwerte; Probleme hängen mit Farmen zusammen, die landwirtschaftliches Drainagewasser nutzen (I-FSH-08, I-FSH-09, I-FSH-10). Dies sind Probleme der Wasserquelle, keine allgemeine Regel Zucht gegen Wild.
- Organisation der Lebensmittelsicherheit und amtliche Kontrollen
- Pestizidrückstände in Obst und Gemüse auf dem EU-/deutschen Markt (einschl. Einfuhren aus Ägypten)
- Pestizidrückstände in Obst und Gemüse auf dem ägyptischen Binnenmarkt
- Antibiotika-(Tierarzneimittel-)Rückstände in Geflügelfleisch und Eiern
- Einsatz antimikrobieller Mittel bei Lebensmittel liefernden Tieren und antibiotische Leistungsförderer
- Hormone in Geflügel, Fleisch, Milch und Zuchtfisch
- Dioxine, PCB und PFAS in Eiern und anderen tierischen Lebensmitteln
- Aflatoxin M1 in Milch und Milcherzeugnissen
- Aflatoxine in Erdnüssen
- Schwermetalle in Fisch
- Zuchtfisch (Aquakultur): Arzneimittel, Wasserquelle und Kontrollen
- Einfuhrkontrollen und die Bedeutung von RASFF-Meldungen zu ägyptischen Erzeugnissen
Was gilt in meinem Land?
Allgemeine wissenschaftliche Bewertung
Überwiegend falsch Veraltete Verallgemeinerung: Aktuelle Daten zeigen nicht, dass Zuchtfisch generell stärker belastet ist als Wildfisch.
Für diese Aussage sind folgende Bereiche der Lebensmittelsicherheit relevant:
- Pestizide und Pestizidrückstände
- Tierarzneimittel und Antibiotika
- Hormonelle Wachstumsförderer
- Schadstoffe (Schwermetalle, PFAS, PCB, Dioxine, Nitrat)
- Krankheitserreger (Salmonellen, Campylobacter u. a.)
- Tierhaltung und Futtermittel
Eier · Geflügel · Milchprodukte · Fisch und Meeresfrüchte · Rotes Fleisch · Obst und Gemüse
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Aussagegrenzen: Rechtliche Regeln beschreiben, was erlaubt ist, nicht, was jedes einzelne Lebensmittel enthält. Messdaten stammen aus Stichproben und sind nur mit ihren Methodenangaben aussagekräftig.
Quellenverzeichnis
- Global assessment of organic contaminants in farmed salmon.. Hites RA et al.. Science 2004 · PMID 14716013 · DOI 10.1126/science.1091447
- Global assessment of polybrominated diphenyl ethers in farmed and wild salmon.. Hites RA et al.. Environ Sci Technol 2004 · PMID 15506184 · DOI 10.1021/es049548m
- Lower levels of Persistent Organic Pollutants, metals and the marine omega 3-fatty acid DHA in farmed compared to wild Atlantic salmon (Salmo salar).. Lundebye AK et al.. Environ Res 2017 · PMID 28189073 · DOI 10.1016/j.envres.2017.01.026
- Contaminant levels in Norwegian farmed Atlantic salmon (Salmo salar) in the 13-year period from 1999 to 2011.. Nøstbakken OJ et al.. Environ Int 2015 · PMID 25454244 · DOI 10.1016/j.envint.2014.10.008
- Mercury Levels in the Worldwide Farmed Fish: A Systematic Review.. de Oliveira Novaes E et al.. Biol Trace Elem Res 2025 · PMID 39715977 · DOI 10.1007/s12011-024-04493-x
- Organic contaminants in imported salmon feed and their effects on reef ecosystems in New Zealand.. McMullin RM et al.. Environ Pollut 2022 · PMID 35033615 · DOI 10.1016/j.envpol.2022.118853
- Levels of synthetic antioxidants (ethoxyquin, butylated hydroxytoluene and butylated hydroxyanisole) in fish feed and commercially farmed fish.. Lundebye AK et al.. Food Addit Contam Part A Chem Anal Control Expo Risk Assess 2010 · PMID 20931417 · DOI 10.1080/19440049.2010.508195
- Determining the arsenic, cadmium, lead, copper and chromium contents by atomic absorption spectrometry in Pangasius fillets from Vietnam.. Molognoni L et al.. J Sci Food Agric 2016 · PMID 26439310 · DOI 10.1002/jsfa.7486
- Fish intake, contaminants, and human health: evaluating the risks and the benefits.. Mozaffarian D & Rimm EB. JAMA 2006 · PMID 17047219 · DOI 10.1001/jama.296.15.1885
- Risk for animal and human health related to the presence of dioxins and dioxin-like PCBs in feed and food.. EFSA Panel on Contaminants in the Food Chain (CONTAM) et al.. EFSA J 2018 · PMID 32625737 · DOI 10.2903/j.efsa.2018.5333