Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft A-ORG-15 Standardprüfung
Eierstockentfernung und chronische Krankheiten
Accelerated Accumulation of Multimorbidity After Bilateral Oophorectomy: A Population-Based Cohort Study.
Kurzüberblick
Rocca WA et al.. Mayo Clin Proc 2016 · PMID 27693001 · DOI 10.1016/j.mayocp.2016.08.002
Frauen, denen vor dem 46. Lebensjahr beide Eierstöcke entfernt wurden, sammelten schneller chronische Krankheiten an.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Ja · Methodische Qualität: moderat
Verständliche Zusammenfassung
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Multimorbidität
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Kohorte
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
k. A.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Schnellere Akkumulation
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
HR 1,22
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Möglicher breiter gesundheitlicher Preis
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Unterschiede zu Studienbeginn
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Stützt
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Übertragbar
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Kausalität
Wissenschaftliche Detailprüfung
1. Vollständige Quellenangabe
- Autorinnen und Autoren
- Rocca WA, Gazzuola-Rocca L, Smith CY, Grossardt BR, Faubion SS, Shuster LT, Kirkland JL, Stewart EA, Miller VM
- Fachzeitschrift
- Mayo Clin Proc
- Jahr
- 2016
- Identifikator
- PMID 27693001 DOI 10.1016/j.mayocp.2016.08.002 · PMC5097693
- Verifizierung
- verifiziert – PubMed E-utilities efetch, 2026-10-25
- Zurückgezogen
- nein
- Korrekturen
- keine
- Geprüfter Umfang
- nur Abstract
- Interessenkonflikte und Finanzierung
Interessenkonflikte: im Datensatz nicht angegeben | Förderungen: NIA NIH HHS
2. Forschungsfrage
Multimorbidität nach beidseitiger Ovarektomie
3. Studiendesign und Population
- Studiendesign
- Kohortenstudie – Historische Kohorte (Rochester Epidemiology Project)
- Population
Prämenopausale Frauen mit beidseitiger Ovarektomie <50
- Land
USA
- Zeitraum
1988-2007; Median ~14 J.
- Stichprobengröße
Nicht im Abstract (gematchte Paare)
4. Methoden und Endpunkte
5. Tatsächliche Ergebnisse
- Ergebnisse
Frauen mit Ovarektomie <46 Jahre: mehr Depression, Hyperlipidämie, Herzrhythmusstörungen, KHK, Arthritis, Asthma, COPD, Osteoporose; Akkumulation HR 1,22 (1,14-1,31). Mehrere Zusammenhänge unter Östrogentherapie verringert.
- Absolute Risiken
nicht berichtet
- Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren
Die beidseitige Ovarektomie war auch nach Adjustierung mit höherer Multimorbidität verbunden; teilweise verringert durch Östrogentherapie.
6. Stärken
- Adjustiert für Ausgangserkrankungen
7. Schwächen
- Höhere Multimorbidität zu Studienbeginn
8. Risiko systematischer Verzerrungen
- Orientierendes Instrument
- ROBINS-E
- Art der Einschätzung
- vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
- Formale Vollbewertung
- nein
- Gesamturteil Biasrisiko
- einige Bedenken
9. Bewertung der statistischen Interpretation
10. Relevanz für die konkrete Aussage
Stützt C-ORG-09.
11. Unabhängige Gegenbefunde
12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa
Übertragbar.
13. Methodisches Gesamturteil
Stützend.
| Mehrdimensionale Bewertung | |
|---|---|
| Authentizität der Quelle | verifiziert |
| Methodische Qualität | moderat |
| Biasrisiko | einige Bedenken |
| Präzision der Ergebnisse | moderat |
| Direkte Relevanz | direkt |
| Reproduzierbarkeit | teilweise repliziert |
| Konsistenz mit der Gesamtevidenz | konsistent |
| Regionale Übertragbarkeit | moderat |
| Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv) | nicht anwendbar |
14. Offene Fragen
15. Verknüpfte Faktenchecks
- Die Entfernung beider Eierstöcke bei einer Gebärmutterentfernung wegen einer gutartigen Erkrankung erhöhe die Gesamtsterblichkeit, koronare Herzkrankheit und Lungenkrebs – etwa ein zusätzlicher Todesfall pro neun Operationen (Parker 2013, Nurses' Health Study). – Studien, die die Behauptung unterstützen
- Langzeitdaten aus Registern verbänden die Entfernung von Mandeln, Blinddarm, Gallenblase, Gebärmutter, Eierstöcken und Milz mit höheren Raten von Atemwegserkrankungen, Autoimmunität, Herz-Kreislauf-Ereignissen, Magen-Darm-Krebs und Demenz; jedes Organ leiste Arbeit, die der Körper nie vollständig ersetze. – Studien, die die Behauptung unterstützen
Verwendung durch das Tayebat-Archiv
Hinweis: Laut Archiv wurden die Studien von den Archivbetreibern zusammengestellt. Ob Dr. Elawady selbst diese Studie angeführt hat, ist nicht belegt.
- Aussage des Archivs zur Studie
Nur im Literaturverzeichnis des Archivs aufgeführt; das Archiv gibt keine spezifische Interpretation.
- A. Was wurde tatsächlich untersucht?
Multimorbidität
- B. Was haben die Autorinnen und Autoren festgestellt?
HR 1,22
- C. Welche Schlussfolgerungen ziehen sie selbst?
Zusammenhang
- D. Welche Aussage leitet das Archiv daraus ab?
Stützt die Darstellung.
- E. Ist diese Ableitung wissenschaftlich gerechtfertigt?
Als Zusammenhang gestützt.
- Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)
- nicht anwendbar