Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft A-SOD-15 Standardprüfung
Zuckerhaltige Getränke und Herzkrankheiten bei Frauen
Sweetened beverage consumption and risk of coronary heart disease in women.
Kurzüberblick
Fung TT et al.. Am J Clin Nutr 2009 · PMID 19211821 · DOI 10.3945/ajcn.2008.27140
Zwei oder mehr zuckerhaltige Getränke am Tag: 35 % höheres Risiko für Herzkrankheiten; Diätgetränke nicht damit verbunden.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Ja · Methodische Qualität: hoch
Verständliche Zusammenfassung
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Ist der Konsum zuckergesüßter Getränke bei Frauen mit KHK verbunden?
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Prospektive Kohorte (NHS) 1980–2004.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
88.520; 3.105 KHK-Fälle; Frauen im Alter von 34–59 Jahren ohne KHK, Schlaganfall, Diabetes
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
RR 1,0; 0,96; 1,04; 1,23 (1,06–1,43) bei 1/Tag und 1,35 (1,07–1,69) bei >=2/Tag (P für Trend <0,001); nach Adjustierung für BMI, Energie und Diabetes abgeschwächt, aber signifikant; künstlich gesüßte Getränke nicht damit verbunden.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
RR 1,35 (1,07–1,69)
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Zuckerhaltige Getränke gehen mit Herzkrankheiten einher.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Beobachtungsdesign; Residual Confounding möglich; selbst berichtete Ernährungsaufnahme
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Hoch.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Kausalität.
Wissenschaftliche Detailprüfung
1. Vollständige Quellenangabe
- Autorinnen und Autoren
- Fung TT, Malik V, Rexrode KM, Manson JE, Willett WC, Hu FB
- Fachzeitschrift
- Am J Clin Nutr
- Jahr
- 2009
- Identifikator
- PMID 19211821 DOI 10.3945/ajcn.2008.27140 · PMC2667454
- Verifizierung
- verifiziert – PubMed E-utilities efetch, 2026-10-25
- Zurückgezogen
- nein
- Korrekturen
- keine
- Geprüfter Umfang
- nur Abstract
- Interessenkonflikte und Finanzierung
Keine COI-Erklärung; Förderung durch NIH
2. Forschungsfrage
Ist der Konsum zuckergesüßter Getränke bei Frauen mit KHK verbunden?
3. Studiendesign und Population
- Studiendesign
- Kohortenstudie – Prospektive Kohorte (NHS) 1980–2004.
- Population
Frauen im Alter von 34–59 Jahren ohne KHK, Schlaganfall, Diabetes
- Land
USA
- Zeitraum
1980–2004
- Stichprobengröße
88.520; 3.105 KHK-Fälle
- Ein- und Ausschlusskriterien
Frei von KHK, Schlaganfall, Diabetes
4. Methoden und Endpunkte
- Exposition / Intervention
Kategorien des kumulativen Konsums zuckergesüßter Getränke
- Vergleichsgruppe
<1/Monat
- Endpunkte
Nicht tödlicher Herzinfarkt und tödliche KHK
- Statistische Methoden
Cox-Modelle
5. Tatsächliche Ergebnisse
- Ergebnisse
RR 1,0; 0,96; 1,04; 1,23 (1,06–1,43) bei 1/Tag und 1,35 (1,07–1,69) bei >=2/Tag (P für Trend <0,001); nach Adjustierung für BMI, Energie und Diabetes abgeschwächt, aber signifikant; künstlich gesüßte Getränke nicht damit verbunden.
- Absolute Risiken
nicht berichtet
- Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren
Regelmäßiger Konsum zuckergesüßter Getränke ist bei Frauen mit einem höheren KHK-Risiko verbunden.
6. Stärken
- Sehr lange Nachbeobachtung
- Wiederholte FFQs
7. Schwächen
- Beobachtungsdesign; Residual Confounding möglich
- Selbst berichtete Ernährungsaufnahme
8. Risiko systematischer Verzerrungen
- Orientierendes Instrument
- ROBINS-E
- Art der Einschätzung
- vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
- Formale Vollbewertung
- nein
- Gesamturteil Biasrisiko
- einige Bedenken
- Begründung
Confounding möglich.
9. Bewertung der statistischen Interpretation
Moderates RR, breites KI in der obersten Kategorie.
10. Relevanz für die konkrete Aussage
Stützt C-SOD-03; widerspricht C-SOD-10.
11. Unabhängige Gegenbefunde
Künstlich gesüßte Getränke ohne Zusammenhang.
12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa
Hoch.
13. Methodisches Gesamturteil
Gute Kohorte.
| Mehrdimensionale Bewertung | |
|---|---|
| Authentizität der Quelle | verifiziert |
| Methodische Qualität | hoch |
| Biasrisiko | einige Bedenken |
| Präzision der Ergebnisse | moderat |
| Direkte Relevanz | direkt |
| Reproduzierbarkeit | repliziert |
| Konsistenz mit der Gesamtevidenz | konsistent |
| Regionale Übertragbarkeit | hoch |
| Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv) | im Wesentlichen korrekt, aber unvollständig |
14. Offene Fragen
Keine.
15. Verknüpfte Faktenchecks
- Zuckergesüßte Erfrischungsgetränke erhöhten das Risiko für koronare Herzkrankheit, Herz-Kreislauf-Tod und frühen Tod (z. B. zwei oder mehr tägliche Portionen: +35 % koronare Herzkrankheit bei Frauen; +31 % Herz-Kreislauf- und +21 % Gesamtsterblichkeit). – Studien, die die Behauptung unterstützen
- Diät-Limonade ist keine sichere Alternative zu zuckerhaltiger Limonade: Künstlich gesüßte Getränke sind mit höherer Sterblichkeit verbunden, insbesondere mit Todesfällen durch Kreislauferkrankungen. – Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken
Verwendung durch das Tayebat-Archiv
Hinweis: Laut Archiv wurden die Studien von den Archivbetreibern zusammengestellt. Ob Dr. Elawady selbst diese Studie angeführt hat, ist nicht belegt.
- Aussage des Archivs zur Studie
(Begleittext) 24-jährige Nachbeobachtung von 88.000 Krankenschwestern: Zwei oder mehr Portionen pro Tag erhöhten das KHK-Risiko um 35 %.
- A. Was wurde tatsächlich untersucht?
Zuckergesüßte Getränke und KHK bei Frauen.
- B. Was haben die Autorinnen und Autoren festgestellt?
RR 1,35 bei >=2/Tag; künstlich gesüßte Getränke nicht damit verbunden.
- C. Welche Schlussfolgerungen ziehen sie selbst?
Wie oben.
- D. Welche Aussage leitet das Archiv daraus ab?
Ursächliches „erhöhte“.
- E. Ist diese Ableitung wissenschaftlich gerechtfertigt?
Zahl korrekt; Nullergebnis bei künstlich gesüßten Getränken weggelassen.
- Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)
- im Wesentlichen korrekt, aber unvollständig