Potenziell richtig Evidenzsicherheit: niedrig vorläufig C-SOD-10

Diät-Limonade ist keine sichere Alternative zu zuckerhaltiger Limonade: Künstlich gesüßte Getränke sind mit höherer Sterblichkeit verbunden, insbesondere mit Todesfällen durch Kreislauferkrankungen.

Fazit: Diät-Limonade hat keinen nachgewiesenen gesundheitlichen Nutzen; Belege für einen tatsächlichen Schaden sind unsicher.

Originalaussage

ومن يتصوَّر أن الحل هو التحوُّل إلى "الدايت" يصدمه أهم رقم في الملف كله ... والقاعدة في نظام الطيبات بسيطة: لا الصودا السكرية، ولا الدايت.

wörtlich laut Quelle. Übersetzung durch das Projekt; maßgeblich ist der arabische Wortlaut.

Übersetzung

Diät-Limonade ist keine sichere Alternative zu zuckerhaltiger Limonade: Künstlich gesüßte Getränke sind mit höherer Sterblichkeit verbunden, insbesondere mit Todesfällen durch Kreislauferkrankungen.

Herkunft

Quellenstatus
Archiv-Redaktion
Zuschreibung
Archivredaktion (Studienauswahl und Darstellung stammen vom Archiv, nicht unbedingt von Elawady)
Herkunft
https://eltayebat.com/rule/soda/
Unsicherheit der Zuschreibung
Die Startseite des Archivs gibt an, dass der Abschnitt über verbotene Lebensmittel durch Forschung gestützt wird, „unabhängig von den Worten von Dr. Diaa“. Es wurden keine Belege gefunden, dass Elawady selbst diese Studien zitiert hat.
Behaupteter Wirkmechanismus

Künstliche Süßstoffe; (Elawady: Kohlensäure).

Behaupteter gesundheitlicher Effekt

Sterblichkeit, Schlaganfall, Diabetes.

Betroffene Bevölkerungsgruppe

Erwachsene

Geografische Einschränkung durch Elawady

keine gefunden

Abweichende Quellenvarianten

Quellenstatus
Videotranskript (eigene Worte)
Zuschreibung
Elawady (maschinelles Transkript)
Video
الجن . آلام العمود الفقري . الحقيقه والسراب (Quelle öffnen)
Veröffentlicht
26. November 2025
Zeitstempel
nicht verfügbar (Transkript ohne Zeitangaben)
Unsicherheit der Zuschreibung
Maschinelles/CC-Transkript; der Wortlaut kann Transkriptionsfehler enthalten.

Wissenschaftliche Bewertung

Potenziell richtig – Es gibt Hinweise, die für die Aussage sprechen, aber die Evidenz reicht für ein klares Urteil nicht aus.

Evidenzsicherheit: niedrig – Weitere Forschung wird die Einschätzung wahrscheinlich deutlich beeinflussen.

1. Was wurde behauptet?

Diät-Limonade ist kein gesunder Ersatz; sie ist mit Tod und Krankheit verbunden.

2. Was ist daran nachweislich richtig?

WHO 2023 (I-SOD-08): Zuckerfreie Süßstoffe (NSS) bringen keinen langfristigen Nutzen für das Körperfett und „können“ unerwünschte Wirkungen haben (Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Sterblichkeit). Mullee 2019 (A-SOD-17): HR 1,26 für die Gesamtsterblichkeit und 1,52 für die Kreislaufsterblichkeit bei >=2 Gläsern/Tag künstlich gesüßter Getränke (ASB). Imamura 2015: ASB mit Typ-2-Diabetes verbunden, wahrscheinlich verzerrt.

3. Was ist falsch oder übertrieben?

Die Zusammenhänge erklären sich wahrscheinlich teilweise durch umgekehrte Kausalität und Confounding (WHO, Imamura, Malik 2019 weisen darauf hin). Innerhalb der eigenen Bibliografie des Archivs waren künstlich gesüßte Getränke weder mit koronarer Herzkrankheit (A-SOD-14, A-SOD-15) noch mit Gicht (A-SOD-06) oder Fettleber (A-SOD-12) verbunden. Malik 2019 (A-SOD-05) fand Zusammenhänge für künstlich gesüßte Getränke nur in der höchsten Kategorie und nur bei Frauen, die nach Adjustierung für intermediäre Erkrankungen (HR 1,00, 0,94–1,06) und in den meisten Sensitivitätsanalysen verschwanden; die Autorinnen und Autoren führen sie größtenteils auf umgekehrte Kausalität zurück, und der Ersatz einer täglichen Portion zuckergesüßter Getränke durch künstlich gesüßte Getränke war mit einer um 4 % niedrigeren Gesamtsterblichkeit (HR 0,96, 0,94–0,98) und einer um 5 % niedrigeren kardiovaskulären Sterblichkeit (HR 0,95, 0,90–0,99) verbunden. Imamura 2015 (A-SOD-08) betrifft Typ-2-Diabetes, nicht die Sterblichkeit; sein Schätzwert für künstlich gesüßte Getränke hat geringe Evidenzsicherheit und ist nach Kalibrierung für Publikationsbias nicht signifikant (RR 1,22, 0,98–1,52). Elawady selbst sagte, sein Einwand gegen Limonaden sei das kohlensäurehaltige Wasser, nicht der Zucker oder Süßstoff (siehe C-SOD-14), was von der Begründung des Archivs abweicht.

4. Was bleibt ungeklärt?

Die tatsächlichen Langzeitwirkungen zuckerfreier Süßstoffe (NSS).

5. Welche Studien sprechen dafür?

A-SOD-17, I-SOD-08, A-SOD-23; A-SOD-08 (indirekt: Diabetes-Endpunkt, anfällig für Bias).

6. Welche Studien sprechen dagegen?

A-SOD-14, A-SOD-15 (kein Zusammenhang mit koronarer Herzkrankheit), A-SOD-05 (Zusammenhang künstlich gesüßter Getränke auf sehr hohe Aufnahme bei Frauen beschränkt und durch umgekehrte Kausalität erklärt; Ersatz zuckergesüßter durch künstlich gesüßte Getränke mit niedrigerer Sterblichkeit verbunden).

7. Was gilt für Deutschland und Europa?

Süßstoffe sind in der EU mit ADI-Werten zugelassen; die Empfehlung der WHO ist bedingt.

8. Was ist über Ägypten bekannt?

Keine Ägypten-spezifischen Daten.

9. Welche praktische Schlussfolgerung ist angemessen?

Wasser ist sowohl zuckerhaltigen als auch Diät-Limonaden vorzuziehen. Für Menschen, die gewohnheitsmäßig zuckerhaltige Limonade trinken, fand eine große Kohorte, dass der Wechsel zu Diät-Limonade mit einer etwas niedrigeren Sterblichkeit verbunden war (A-SOD-05), aber dies ist beobachtend, und ein langfristiger Nutzen ist nicht bewiesen.

Bewertungsdetails

Begründung der Evidenzsicherheit

Die WHO (2023) rät bedingt davon ab, Süßstoffe (zuckerfreie Süßstoffe) zur Gewichtskontrolle zu verwenden, weil kein langfristiger Nutzen gezeigt wurde und Beobachtungsdaten auf mögliche Schäden hindeuten, weist aber auf wahrscheinliches Confounding hin. Die Kohortenzusammenhänge für künstlich gesüßte Getränke (ASB) sind uneinheitlich (positiv in EPIC, NHS; kein Zusammenhang für KHK in den Analysen von HPFS und NHS-CHD).

Quellenqualität

Das Archiv hebt positive Zusammenhänge hervor und lässt Nullbefunde aus seinem eigenen Literaturverzeichnis (A-SOD-14, A-SOD-15) sowie die Einschränkungen der Autorinnen und Autoren weg.

Regionale Übertragbarkeit

Hoch; EPIC schließt Deutschland ein.

Individuelle Ausnahmen

Menschen mit Diabetes: Die NSS-Empfehlung der WHO schließt Personen mit bereits bestehendem Diabetes ausdrücklich aus.

Regionaler Geltungsanspruch
allgemein (biologisch/medizinisch)
Zuletzt überprüft
25. Oktober 2026 vorläufig

Einfach erklärt

Einige große Studien fanden mehr Todesfälle bei Menschen, die viel Diät-Limonade tranken, andere fanden aber keinen Zusammenhang mit Herzkrankheiten. Menschen, die bereits übergewichtig oder krank sind, wählen oft Diätgetränke, was einen irreführenden Zusammenhang erzeugen kann. In einer großen US-Studie hatten Menschen, die ein zuckerhaltiges Getränk durch ein Diätgetränk ersetzten, ein etwas geringeres Sterberisiko. Die WHO rät davon ab, sich zur Gewichtskontrolle auf Süßstoffe zu verlassen, weil kein langfristiger Nutzen gezeigt wurde. Einfaches Wasser ist die beste Alternative.

Studien zu dieser Behauptung

Studien, die die Behauptung unterstützen (2)

  • Erfrischungsgetränke und Sterblichkeit in 10 europäischen Ländern

    Mullee A et al.. JAMA Intern Med 2019 · PMID 31479109 · DOI 10.1001/jamainternmed.2019.2478
    Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertVolltext geprüft★ wichtige Studie

    Zwei oder mehr Erfrischungsgetränke am Tag waren mit höheren Sterberaten verbunden; bei Diätgetränken war der Zusammenhang sogar stärker, was teilweise daran liegen könnte, wer sich für Diätgetränke entscheidet.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Sind Erfrischungsgetränke insgesamt, zuckergesüßte und künstlich gesüßte Erfrischungsgetränke mit Gesamt- und ursachenspezifischer Sterblichkeit verbunden?

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Bevölkerungsbasierte prospektive Kohorte (EPIC), 10 europäische Länder.

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    451.743; 41.693 Todesfälle; Erwachsene ohne Krebs, Herzkrankheit, Schlaganfall oder Diabetes

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    >=2 Gläser/Tag vs. <1/Monat: Erfrischungsgetränke insgesamt HR 1,17 (1,11–1,22); zuckergesüßte 1,08 (1,01–1,16); künstlich gesüßte 1,26 (1,16–1,35); künstlich gesüßte Getränke und Todesfälle durch Kreislauferkrankungen 1,52 (1,30–1,78); zuckergesüßte Getränke >=1/Tag und Todesfälle durch Verdauungserkrankungen 1,59 (1,24–2,05).

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    HR 1,17 gesamt; 1,08 zuckergesüßt; 1,26 künstlich gesüßt

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Erfrischungsgetränke gehen in Europa mit früherem Tod einher.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Beobachtungsstudie; Getränkekonsum nur einmal zu Studienbeginn erfragt; Residual Confounding; Ergebnisse zu Diätgetränken könnten widerspiegeln, dass gefährdete Menschen auf Diätgetränke umsteigen; zuckergesüßte Getränke waren in dieser Kohorte nicht mit Todesfällen durch Herz- oder Kreislauferkrankungen verbunden.

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt C-SOD-03 und C-SOD-10.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Hoch (schließt Deutschland ein).

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Sie kann weder beweisen, dass Softdrinks zum Tod führen, noch dass zuckerhaltige Softdrinks bei Europäerinnen und Europäern die kardiovaskuläre Sterblichkeit erhöhen (dieser Zusammenhang war hier nicht signifikant).

    Wissenschaftliche Details →

  • Die WHO zu zuckerfreien Süßstoffen

    World Health Organization. WHO news release 2023
    Leitlinie / Stellungnahmeunabhängige GegenprüfungVolltext geprüft★ wichtige Studie

    Die WHO rät, Süßstoffe nicht zur Gewichtskontrolle zu verwenden, weil kein langfristiger Nutzen gezeigt wurde; mögliche Schäden könnten durch Störfaktoren verzerrt sein.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Sollten zuckerfreie Süßstoffe (NSS) zur Gewichtskontrolle/Senkung des Risikos nichtübertragbarer Krankheiten (NCD) verwendet werden?

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Internationale Leitlinie (Pressemitteilung vollständig gelesen).

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    Nicht zutreffend; Alle Menschen außer Personen mit bereits bestehendem Diabetes

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Rät von NSS zur Gewichtskontrolle oder zur Senkung des NCD-Risikos ab; NSS bringen keinen langfristigen Nutzen für das Körperfett; mögliche unerwünschte Wirkungen (Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Sterblichkeit) bei langfristiger Anwendung; Empfehlung bedingt, weil die beobachteten Zusammenhänge durch Ausgangsmerkmale und komplizierte Muster der NSS-Verwendung verzerrt sein könnten.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    Nicht zutreffend

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Wasser oder ungesüßte Getränke sind vorzuziehen.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Bedingt; Beobachtungsevidenz für Schäden

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt C-SOD-10 (kein nachgewiesener Nutzen); schränkt C-SOD-06 ein (Confounding).

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Gilt weltweit.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Dass Süßstoffe Krankheiten verursachen.

    Wissenschaftliche Details →

Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken (3)

  • Gesüßte Getränke und Herzkrankheiten bei Männern

    de Koning L et al.. Circulation 2012 · PMID 22412070 · DOI 10.1161/CIRCULATIONAHA.111.067017
    Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft

    Männer mit dem höchsten Konsum zuckerhaltiger Getränke hatten 20 % mehr Herzkrankheiten; Diätgetränke zeigten keinen Zusammenhang.

    Künstlich gesüßte Getränke nicht mit KHK oder Biomarkern verbunden.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Sind zuckergesüßte und künstlich gesüßte Getränke mit KHK und Biomarkern verbunden?

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Prospektive Kohorte (HPFS) über 22 Jahre.

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    42.883; 3.683 KHK-Fälle; männliche Beschäftigte in Gesundheitsberufen

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Oberstes vs. unterstes Quartil zuckergesüßter Getränke RR 1,20 (1,09–1,33); künstlich gesüßte Getränke RR 1,02 (0,93–1,12); zuckergesüßte Getränke mit höheren TG, CRP, IL-6, TNF-Rezeptoren und niedrigerem HDL, Lp(a), Leptin verbunden.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    RR 1,20 (zuckergesüßte Getränke); 1,02 (künstlich gesüßte Getränke)

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Zuckerhaltige, nicht Diätgetränke, gehen mit Herzkrankheiten einher.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Beobachtungsdesign; Residual Confounding möglich; selbst berichtete Ernährungsaufnahme

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt C-SOD-03; widerspricht C-SOD-10.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Hoch.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Kausalität.

    Wissenschaftliche Details →

  • Zuckerhaltige Getränke und Herzkrankheiten bei Frauen

    Fung TT et al.. Am J Clin Nutr 2009 · PMID 19211821 · DOI 10.3945/ajcn.2008.27140
    Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft

    Zwei oder mehr zuckerhaltige Getränke am Tag: 35 % höheres Risiko für Herzkrankheiten; Diätgetränke nicht damit verbunden.

    Künstlich gesüßte Getränke nicht mit KHK verbunden.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Ja · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Ist der Konsum zuckergesüßter Getränke bei Frauen mit KHK verbunden?

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Prospektive Kohorte (NHS) 1980–2004.

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    88.520; 3.105 KHK-Fälle; Frauen im Alter von 34–59 Jahren ohne KHK, Schlaganfall, Diabetes

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    RR 1,0; 0,96; 1,04; 1,23 (1,06–1,43) bei 1/Tag und 1,35 (1,07–1,69) bei >=2/Tag (P für Trend <0,001); nach Adjustierung für BMI, Energie und Diabetes abgeschwächt, aber signifikant; künstlich gesüßte Getränke nicht damit verbunden.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    RR 1,35 (1,07–1,69)

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Zuckerhaltige Getränke gehen mit Herzkrankheiten einher.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Beobachtungsdesign; Residual Confounding möglich; selbst berichtete Ernährungsaufnahme

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt C-SOD-03; widerspricht C-SOD-10.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Hoch.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Kausalität.

    Wissenschaftliche Details →

  • Zuckerhaltige und Diätgetränke und Sterblichkeit bei 118.000 US-Erwachsenen

    Malik VS et al.. Circulation 2019 · PMID 30882235 · DOI 10.1161/CIRCULATIONAHA.118.037401
    Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertVolltext geprüft★ wichtige Studie

    Zwei oder mehr zuckerhaltige Getränke am Tag: 21 % höheres Sterberisiko; Diätgetränke waren nur beim höchsten Konsum und nur bei Frauen mit dem Risiko verbunden.

    Der Zusammenhang bei künstlich gesüßten Getränken beschränkt sich auf die höchste Kategorie und auf Frauen (NHS); die Autoren fordern eine Bestätigung.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Sind zuckergesüßte und künstlich gesüßte Getränke mit Gesamt- und ursachenspezifischer Sterblichkeit verbunden?

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Zwei prospektive Kohorten (HPFS 1986–2014; NHS 1980–2014); wiederholte FFQs; Cox-Modelle.

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    118.363 (37.716 Männer; 80.647 Frauen); 36.436 Todesfälle; Beschäftigte in Gesundheitsberufen und Pflegekräfte, zu Beginn frei von chronischen Erkrankungen

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Zuckergesüßte Getränke >=2/Tag vs. <1/Mon.: Gesamtsterblichkeit HR 1,21 (1,13–1,28); Herz-Kreislauf-Sterblichkeit 1,31 (1,15–1,50); Krebssterblichkeit 1,16 (1,04–1,29). Künstlich gesüßte Getränke: nur in der höchsten Kategorie, gesamt 1,04 (1,02–1,12), Herz-Kreislauf 1,13 (1,02–1,25); Zusammenhang in NHS, aber nicht in HPFS (P für Interaktion 0,01); nicht mit Krebssterblichkeit.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    HR 1,21 gesamt, 1,31 Herz-Kreislauf (zuckergesüßte Getränke)

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Regelmäßige zuckerhaltige Getränke gehen mit früherem Tod einher.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Beschäftigte in Gesundheitsberufen (begrenzte Verallgemeinerbarkeit); Beobachtungsdesign, Residual Confounding möglich; selbst berichtete Ernährungsaufnahme

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt C-SOD-03; gemischt für C-SOD-10.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Hoch.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Dass Diätgetränke so schädlich sind wie zuckerhaltige; Kausalität

    Wissenschaftliche Details →

Studien mit gemischten oder unklaren Ergebnissen (2)

  • Zuckerhaltige Getränke, Diätgetränke, Saft und Diabetes

    Imamura F et al.. BMJ 2015 · PMID 26199070 · DOI 10.1136/bmj.h3576
    Metaanalysevom Tayebat-Archiv zitiertVolltext geprüft

    Jedes tägliche zuckerhaltige Getränk war mit 13–18 % mehr Diabetes verbunden; auch Diätgetränke und Saft zeigten (möglicherweise verzerrte) Zusammenhänge.

    Zusammenhang bei künstlich gesüßten Getränken wahrscheinlich verzerrt (Publikationsbias, Residual Confounding).

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Ja · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Sind zuckergesüßte Getränke, künstlich gesüßte Getränke und Fruchtsaft unabhängig vom Körperfett mit Typ-2-Diabetes verbunden?

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Systematischer Review und Random-Effects-Metaanalyse prospektiver Kohorten; Schätzung des PAF (USA, Großbritannien).

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    17 Kohorten; 38.253 Fälle; 10.126.754 Personenjahre; Erwachsene ohne Diabetes

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Pro Portion/Tag: zuckergesüßte Getränke +18 % (9–28 %; I2 89 %) und +13 % (6–21 %) nach Adjustierung für Körperfett; künstlich gesüßte Getränke +25 % und +8 % (Hinweise auf Publikationsbias und Residual Confounding); Fruchtsaft +5 % (-1 bis 11 %) und +7 % (1–14 %). PAF: 8,7 % USA, 3,6 % Großbritannien.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    +18 % pro Portion (+13 % nach Adjustierung für Körperfett)

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Weder Diätgetränke noch Saft sind nachweislich gesündere Alternativen zu zuckerhaltigen Getränken.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Hohe Heterogenität; Beobachtungsstudien; Protokoll nicht registriert; Ergebnisse zu ASB und Saft wahrscheinlich verzerrt

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt C-SOD-01; gemischt für C-SOD-10; schränkt C-SUG-06 ein (Zusammenhang bei Saft).

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Hoch (PAF für Großbritannien geschätzt).

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Kausalität; dass Diätgetränke oder Saft Diabetes verursachen; Wirkungen von Diätgetränken auf die Sterblichkeit

    Wissenschaftliche Details →

  • Gesüßte Getränke: Dosis-Wirkungs-Beziehung

    Qin P et al.. Eur J Epidemiol 2020 · PMID 32529512 · DOI 10.1007/s10654-020-00655-y
    Metaanalysevom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft

    Jede zusätzlichen 250 ml/Tag zuckerhaltiger Getränke waren mit einem um 12–19 % höheren Risiko für Adipositas und Diabetes verbunden; Diätgetränke zeigten ähnliche Zusammenhänge.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Ja · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Dosis-Wirkungs-Beziehung zucker- und künstlich gesüßter Getränke mit Adipositas, Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Sterblichkeit.

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Dosis-Wirkungs-Metaanalyse prospektiver Kohorten.

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    39 Artikel; Erwachsene

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Pro 250 ml/Tag zuckergesüßte vs. künstlich gesüßte Getränke: Adipositas RR 1,12 vs. 1,21; Typ-2-Diabetes 1,19 vs. 1,15; Bluthochdruck 1,10 vs. 1,08; Gesamtsterblichkeit 1,04 vs. 1,06 (mit I2 bis 92,6 %).

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    Typ-2-Diabetes RR 1,19 pro 250 ml/Tag (zuckergesüßte Getränke)

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Mehr gesüßte Getränke, mehr Risiko in Beobachtungsdaten.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Hohe Heterogenität; nur Kohorten; umgekehrte Kausalität bei künstlich gesüßten Getränken

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt C-SOD-01, C-SOD-02, C-SOD-03; gemischt für C-SOD-10.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Hoch.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Kausalität, besonders bei Diätgetränken.

    Wissenschaftliche Details →

Regionale Einordnung

Deutschland / EU

Süßstoffe sind in der EU mit ADI-Werten zugelassen; die Empfehlung der WHO ist bedingt.

Ägypten

Keine Ägypten-spezifischen Daten.

Was gilt in meinem Land?

Allgemeine wissenschaftliche Bewertung

Potenziell richtig Diät-Limonade hat keinen nachgewiesenen gesundheitlichen Nutzen; Belege für einen tatsächlichen Schaden sind unsicher.

Für diese Aussage sind folgende Bereiche der Lebensmittelsicherheit relevant:

  • Zusatzstoffe und Verarbeitung
  • Kontrollen, Importe, Rückrufe, Kennzeichnung

Honig, Zucker, Süßwaren

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Aussagegrenzen: Rechtliche Regeln beschreiben, was erlaubt ist, nicht, was jedes einzelne Lebensmittel enthält. Messdaten stammen aus Stichproben und sind nur mit ihren Methodenangaben aussagekräftig.

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Quellenverzeichnis

  1. Association Between Soft Drink Consumption and Mortality in 10 European Countries.. Mullee A et al.. JAMA Intern Med 2019 · PMID 31479109 · DOI 10.1001/jamainternmed.2019.2478
  2. WHO advises not to use non-sugar sweeteners for weight control in newly released guideline (Use of non-sugar sweeteners: WHO guideline, 2023) — news release. World Health Organization. WHO news release 2023
  3. Sweetened beverage consumption, incident coronary heart disease, and biomarkers of risk in men.. de Koning L et al.. Circulation 2012 · PMID 22412070 · DOI 10.1161/CIRCULATIONAHA.111.067017
  4. Sweetened beverage consumption and risk of coronary heart disease in women.. Fung TT et al.. Am J Clin Nutr 2009 · PMID 19211821 · DOI 10.3945/ajcn.2008.27140
  5. Long-Term Consumption of Sugar-Sweetened and Artificially Sweetened Beverages and Risk of Mortality in US Adults.. Malik VS et al.. Circulation 2019 · PMID 30882235 · DOI 10.1161/CIRCULATIONAHA.118.037401
  6. Consumption of sugar sweetened beverages, artificially sweetened beverages, and fruit juice and incidence of type 2 diabetes: systematic review, meta-analysis, and estimation of population attributable fraction.. Imamura F et al.. BMJ 2015 · PMID 26199070 · DOI 10.1136/bmj.h3576
  7. Sugar and artificially sweetened beverages and risk of obesity, type 2 diabetes mellitus, hypertension, and all-cause mortality: a dose-response meta-analysis of prospective cohort studies.. Qin P et al.. Eur J Epidemiol 2020 · PMID 32529512 · DOI 10.1007/s10654-020-00655-y

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