Randomisierte kontrollierte Studievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft A-SUP-27 Standardprüfung

Multivitamine und Gedächtnis

Long-term multivitamin supplementation and cognitive function in men: a randomized trial.

Kurzüberblick

Grodstein F et al.. Ann Intern Med 2013 · PMID 24490265 · DOI 10.7326/0003-4819-159-12-201312170-00006

Kein Nutzen für die Kognition.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Ja · Methodische Qualität: hoch

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Kognition.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

RCT.

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

5.947.

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Kein Effekt.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

−0,01 SU.

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Kein Nutzen für das Gehirn.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Gut ernährte Teilnehmende.

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Stützt.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Übertragbar.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Grodstein F, O'Brien J, Kang JH, Dushkes R, Cook NR, Okereke O, Manson JE, Glynn RJ, Buring JE, Gaziano M, Sesso HD
Fachzeitschrift
Ann Intern Med
Jahr
2013
Identifikator
PMID 24490265 DOI 10.7326/0003-4819-159-12-201312170-00006 · PMC3858850
Verifizierung
verifiziert – PubMed E-utilities efetch, 2026-10-25
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

im Abstract nicht angegeben; Förderungen: NCI NIH HHS, NHLBI NIH HHS, NIA NIH HHS

2. Forschungsfrage

Langfristige Multivitamin-Einnahme und Kognition

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Randomisierte kontrollierte Studie – Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie (kognitive Teilstudie von PHS II)
Population

Männliche Ärzte ≥65

Land

USA

Zeitraum

1997/1998–2011

Stichprobengröße

5.947

Ein- und Ausschlusskriterien

siehe Abstract

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Tägliches Multivitaminpräparat

Vergleichsgruppe

Placebo

Endpunkte

Globaler kognitiver Summenwert; verbales Gedächtnis

Statistische Methoden

Mittelwertdifferenzen

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Differenz im globalen Summenwert −0,01 SU (−0,04 bis 0,02); verbales Gedächtnis −0,005 SU.

Absolute Risiken

im Abstract nicht berichtet

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Kein kognitiver Nutzen.

6. Stärken

  • Lange RCT

7. Schwächen

  • Gut ernährt; niedrige Dosis

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
RoB 2
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
niedrig
Begründung

Vereinfachte RoB-2-Beurteilung.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Siehe Ergebnisse.

10. Relevanz für die konkrete Aussage

C-SUP-01.

11. Unabhängige Gegenbefunde

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Hoch: Biologie und Studienpopulationen sind mit europäischen Erwachsenen vergleichbar.

13. Methodisches Gesamturteil

Kein Effekt.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitäthoch
Biasrisikoniedrig
Präzision der Ergebnissehoch
Direkte Relevanzdirekt
Reproduzierbarkeitunbekannt
Konsistenz mit der Gesamtevidenzunbekannt
Regionale Übertragbarkeithoch
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)korrekt wiedergegeben

14. Offene Fragen

15. Verknüpfte Faktenchecks

Verwendung durch das Tayebat-Archiv

Hinweis: Laut Archiv wurden die Studien von den Archivbetreibern zusammengestellt. Ob Dr. Elawady selbst diese Studie angeführt hat, ist nicht belegt.

Aussage des Archivs zur Studie

In der Archiv-Bibliografie der Regel zu oralen Nahrungsergänzungsmitteln ohne eigene Interpretation aufgeführt; implizit zur Stützung der Regelzusammenfassung verwendet, wonach Präparate in großen Studien „versagt oder geschadet“ haben.

A. Was wurde tatsächlich untersucht?

Langfristige Multivitamin-Einnahme und Kognition

B. Was haben die Autorinnen und Autoren festgestellt?

Differenz im globalen Summenwert −0,01 SU (−0,04 bis 0,02); verbales Gedächtnis −0,005 SU.

C. Welche Schlussfolgerungen ziehen sie selbst?

Kein kognitiver Nutzen.

D. Welche Aussage leitet das Archiv daraus ab?

Stützt „versagt“.

E. Ist diese Ableitung wissenschaftlich gerechtfertigt?

Ja.

Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)
korrekt wiedergegeben