Tierstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft A-VEG-05 Standardprüfung

Oxalat-Vorstufe und Nierenkristalle bei Ratten

Dietary oxalate and calcium oxalate nephrolithiasis.

Kurzüberblick

Khan SR et al.. J Urol 2007 · PMID 17870111 · DOI 10.1016/j.juro.2007.06.046

Ratten, die eine Oxalat-Vorstufe erhielten, entwickelten Nierenkristalle, die sich nach dem Absetzen teilweise zurückbildeten.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Unklar · Methodische Qualität: niedrig

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Oxalatreduktion bei Ratten testen

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Tierexperiment

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

Ratten

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Kristalle gebildet, teilweise reversibel

Wie groß war der beobachtete Effekt?

Nicht zutreffend

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Keine direkte Bedeutung für den Gemüseverzehr.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Tier; Vorstufe

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Sehr indirekt

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Niedrig

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Kann nicht zeigen, dass Blattgemüse beim Menschen Steine verursacht.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Khan SR, Glenton PA, Byer KJ
Fachzeitschrift
J Urol
Jahr
2007
Identifikator
PMID 17870111 DOI 10.1016/j.juro.2007.06.046
Verifizierung
verifiziert – PubMed E-utilities efetch, 2026-10-25
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

Förderung durch NIDDK NIH

2. Forschungsfrage

Verringert eine geringere Aufnahme der Oxalat-Vorstufe Hyperoxalurie und Kristallablagerungen?

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Tierstudie – Tierexperiment (mit Hydroxy-L-Prolin gefütterte Ratten)
Population

Männliche Sprague-Dawley-Ratten

Land

USA

Zeitraum

63 Tage

Stichprobengröße

Im Abstract nicht angegeben

Ein- und Ausschlusskriterien

Ratten

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

5 % Hydroxy-L-Prolin (Oxalat-Vorstufe) im Futter

Vergleichsgruppe

Absetzen nach 42 Tagen

Endpunkte

Oxalat im Urin, Kristalle, oxidative Marker

Statistische Methoden

Gruppenvergleiche

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Hydroxy-L-Prolin löste bis Tag 42 bei allen Ratten Hyperoxalurie und CaOx-Ablagerungen in der Niere aus; nach dem Absetzen sanken Oxalat im Urin und oxidative Marker; die Hälfte von Gruppe 2 erschien kristallfrei.

Absolute Risiken

nicht berichtet

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Oxalatquellen in der Nahrung können Hyperoxalurie und Kristallablagerungen auslösen; ihr Weglassen verringert diese.

6. Stärken

  • Kontrolliert

7. Schwächen

  • Tiermodell
  • Vorstufe, nicht Gemüse
  • n nicht im Abstract

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
none applicable
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
nicht beurteilbar
Begründung

Tierstudie.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Nicht zutreffend.

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Schwache Stützung für C-VEG-05.

11. Unabhängige Gegenbefunde

Taylor 2007; Taylor 2009.

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Niedrig.

13. Methodisches Gesamturteil

Falsch zugeordnet/indirekt.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitätniedrig
Biasrisikonicht beurteilbar
Präzision der Ergebnissenicht anwendbar
Direkte Relevanzsehr indirekt
Reproduzierbarkeitunbekannt
Konsistenz mit der Gesamtevidenzunbekannt
Regionale Übertragbarkeitniedrig
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht durch die Studie gedeckt

14. Offene Fragen

Herkunft der Zahl 2,7 mg.

15. Verknüpfte Faktenchecks

Verwendung durch das Tayebat-Archiv

Hinweis: Laut Archiv wurden die Studien von den Archivbetreibern zusammengestellt. Ob Dr. Elawady selbst diese Studie angeführt hat, ist nicht belegt.

Aussage des Archivs zur Studie

Erzählung: „jede 100 mg Oxalat aus der Nahrung erhöhen das Oxalat im Urin um etwa 2,7 mg“ (J Urol zugeschrieben).

A. Was wurde tatsächlich untersucht?

Ratten, denen eine Oxalat-Vorstufe gegeben wurde.

B. Was haben die Autorinnen und Autoren festgestellt?

Hyperoxalurie und Ablagerungen, reversibel.

C. Welche Schlussfolgerungen ziehen sie selbst?

Weglassen von Oxalat aus der Nahrung hilft (bei Ratten).

D. Welche Aussage leitet das Archiv daraus ab?

Für die Oxalat-Schädlichkeit von Blattgemüse mit einer Zahl für den Menschen verwendet.

E. Ist diese Ableitung wissenschaftlich gerechtfertigt?

Nicht gerechtfertigt: Die Zahl 2,7 mg steht nicht im Abstract; das Modell betrifft weder Gemüse noch Menschen.

Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)
nicht durch die Studie gedeckt