Risikobewertungunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft★ wichtige Studie I-CAN-02 Tiefenprüfung
Vier von zehn Krebsfällen in den USA hängen mit vermeidbaren Risikofaktoren zusammen, allen voran dem Rauchen
Proportion and number of cancer cases and deaths attributable to potentially modifiable risk factors in the United States, 2019.
Kurzüberblick
Islami F et al.. CA Cancer J Clin 2024 · PMID 38990124 · DOI 10.3322/caac.21858
Rauchen war für 19 % der Krebsfälle und 29 % der Krebstodesfälle verantwortlich; es folgten Übergewicht und Alkohol.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat
Verständliche Zusammenfassung
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Vermeidbare Krebsfälle schätzen.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
PAF-Analyse.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
USA 2019.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
40 % der Fälle zurechenbar.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Rauchen 19,3 %/28,5 %.
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Nicht rauchen, gesundes Gewicht, weniger Alkohol und eine Ernährung mit Ballaststoffen, Obst und Gemüse senken das Risiko.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Modellannahmen.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Ernährung spielt eine Rolle, ist aber nicht die Hauptursache.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Mittel.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Individuelle Ursache.
Wissenschaftliche Detailprüfung
1. Vollständige Quellenangabe
- Autorinnen und Autoren
- Islami F et al.
- Fachzeitschrift
- CA Cancer J Clin
- Jahr
- 2024
- Identifikator
- PMID 38990124 DOI 10.3322/caac.21858
- Verifizierung
- verifiziert – PubMed esummary + efetch 2026-10-25
- Zurückgezogen
- nein
- Korrekturen
- keine
- Geprüfter Umfang
- nur Abstract
- Interessenkonflikte und Finanzierung
im Abstract nicht angegeben
2. Forschungsfrage
Krebsfälle/-todesfälle, die beeinflussbaren Risikofaktoren zuzurechnen sind.
3. Studiendesign und Population
- Studiendesign
- Risikobewertung – Analyse bevölkerungsbezogener zurechenbarer Anteile
- Population
US-Erwachsene >=30 J.
- Land
USA
- Zeitraum
2019
- Stichprobengröße
1.781.649 Krebsfälle; 595.737 Todesfälle
- Ein- und Ausschlusskriterien
Invasive Krebserkrankungen ohne hellen Hautkrebs
4. Methoden und Endpunkte
- Exposition / Intervention
Rauchen, Passivrauchen, Übergewicht, Alkohol, rotes/verarbeitetes Fleisch, wenig Obst/Gemüse, wenig Ballaststoffe, wenig Calcium, Bewegungsmangel, UV, 7 Infektionen
- Vergleichsgruppe
Theoretisch minimale Exposition
- Endpunkte
Zurechenbare Fälle und Todesfälle
- Statistische Methoden
PAF aus nationaler Prävalenz und gepoolten RR
5. Tatsächliche Ergebnisse
- Ergebnisse
40,0 % der Krebsfälle und 44,0 % der Krebstodesfälle sind den untersuchten Faktoren zuzurechnen. Rauchen 19,3 % der Fälle und 28,5 % der Todesfälle; Übergewicht 7,6 %/7,3 %; Alkohol 5,4 %/4,1 %. Bei 19 von 30 Krebsarten >50 % zurechenbar.
- Absolute Risiken
713.340 Fälle und 262.120 Todesfälle im Jahr 2019 zurechenbar
- Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren
Eine große Zahl von Krebserkrankungen ist über beeinflussbare Risikofaktoren vermeidbar.
6. Stärken
- Aktuelle nationale Daten
- Mehrere Risikofaktoren
7. Schwächen
- Setzt ursächliche RR voraus
- US-spezifische Prävalenz
8. Risiko systematischer Verzerrungen
- Orientierendes Instrument
- none applicable
- Art der Einschätzung
- vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
- Formale Vollbewertung
- nein
- Gesamturteil Biasrisiko
- einige Bedenken
- Begründung
Modellbasiert; abhängig von den eingegebenen RR.
9. Bewertung der statistischen Interpretation
Ernährungsbezogene Faktoren (rotes/verarbeitetes Fleisch, wenig Obst/Gemüse, Ballaststoffe, Calcium) tragen bei, aber das Rauchen dominiert.
10. Relevanz für die konkrete Aussage
Ordnet Krebsursachen ein: Rauchen zuerst; Ernährung einer von mehreren Faktoren; geringe Aufnahme von Obst/Gemüse/Ballaststoffen/Calcium als Risikofaktoren gezählt.
11. Unabhängige Gegenbefunde
12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa
Mittel.
13. Methodisches Gesamturteil
Wichtiger Kontext zur Verursachung.
| Mehrdimensionale Bewertung | |
|---|---|
| Authentizität der Quelle | verifiziert |
| Methodische Qualität | moderat |
| Biasrisiko | einige Bedenken |
| Präzision der Ergebnisse | moderat |
| Direkte Relevanz | direkt |
| Reproduzierbarkeit | repliziert |
| Konsistenz mit der Gesamtevidenz | konsistent |
| Regionale Übertragbarkeit | moderat |
| Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv) | nicht anwendbar |
14. Offene Fragen
Schätzungen für Ägypten.
15. Verknüpfte Faktenchecks
- Rauchen (und ähnliche Expositionen) sollte nicht für Krebs verantwortlich gemacht werden; nur massive Expositionen wie in Hiroshima verursachen Krebs, und einen „frühen Tod“ durch Rauchen „gibt es nicht“. – Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken
- Krebs ist der eigene Plan des Körpers („ein Selbstplan“): Körperzellen erhalten den Befehl, sich umzuwandeln, weil dies für das Leben der Person notwendig war; er wird nicht durch äußere Einflüsse verursacht. – Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken
- Website Dritter: Das Tayebat-System könne als vorbeugender Lebensstil gegen Krebs dienen (weniger verarbeitetes Fleisch, raffinierter Zucker, Frittiertes, Softdrinks), nicht als Behandlung; Krebspatientinnen und -patienten müssten ihrem onkologischen Team folgen und weiter an Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen. – Studien, die die Behauptung unterstützen
- Systemübergreifende Zusammenfassung: Der Verzicht auf die verbotenen Lebensmittel des Systems (Eier aus industrieller Haltung, Hähnchen, Milchprodukte, Weißmehl, hochverarbeitete Lebensmittel, Softdrinks, Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Säureblocker, Nahrungsergänzungsmittel) beuge Krebs vor. – Studien mit gemischten oder unklaren Ergebnissen
- Die Vorstellung, „Zucker ernährt Krebs“, solle aufgegeben werden: Zucker ernähre jede Zelle (und jede Mikrobe), daher müssten Krebspatientinnen und -patienten Zucker nicht fürchten. – Studien mit gemischten oder unklaren Ergebnissen
- Chronische Krankheit sei überwiegend eine kumulative Reaktion auf das, was täglich in den Körper gelangt – verunreinigte Lebensmittel, Medikamente und Kosmetika –, kein Schicksal, das von außen kommt. – Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken
- Zigaretten seien nützlich oder zumindest nicht schädlich: Auf die Frage, ob Zigaretten nützlich seien, antwortete er „Ja, nützlich“; an anderer Stelle sagte er, Rauchen habe nichts mit Arteriosklerose zu tun und sei organisch „überhaupt nicht schädlich“. – Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken