Kohortenstudieunabhängige GegenprüfungAbstract geprüft I-GRN-118 Standardprüfung

Reis war bei US-amerikanischen Frauen nicht eindeutig mit Krebs verbunden

Association between rice consumption and risk of cancer incidence in the California Teachers Study.

Kurzüberblick

Sanchez TR et al.. Cancer Causes Control 2020 · PMID 32974796 · DOI 10.1007/s10552-020-01350-9

Der Reisverzehr war mit den meisten arsenbedingten Krebsarten nicht verbunden; Brustkrebs zeigte ein grenzwertig um 7 % höheres Risiko.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Reis und Krebs testen.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Kohortenstudie.

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

Große Kohorte von Frauen.

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Überwiegend kein Zusammenhang.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

HR 0,87-1,11.

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Niedriger Verzehr zeigte keinen klaren Schaden.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Niedriger Verzehr, kein Biomarker.

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Stützt teilweise eine geringe Besorgnis bei normalem Verzehr.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Moderat.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Kann bei hohem Verzehr oder bei Säuglingen nicht beruhigen.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Sanchez TR et al.
Fachzeitschrift
Cancer Causes Control
Jahr
2020
Identifikator
PMID 32974796 DOI 10.1007/s10552-020-01350-9 · PMC7572641
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-26; Crossref works API 2026-10-26
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

NIH-Förderung (NCI, NIEHS)

2. Forschungsfrage

Ist der Reisverzehr mit dem Auftreten arsenbedingter Krebserkrankungen verbunden?

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Kohortenstudie – Prospektive Kohorte (California Teachers Study)
Population

Frauen in der California Teachers Study

Land

USA

Zeitraum

im Abstract nicht angegeben

Stichprobengröße

im Abstract nicht angegeben (Fälle: 7351 Brust, 1100 Lunge, 411 Bauchspeicheldrüse, 344 Blase, 238 Niere)

Ein- und Ausschlusskriterien

Kohortenteilnehmende

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Quartile des Reisverzehrs (<9,6 bis >=42,8 g/Tag)

Vergleichsgruppe

Niedrigstes Quartil

Endpunkte

Neu aufgetretener Blasen-, Brust-, Nieren-, Lungen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs

Statistische Methoden

Cox-Modelle

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

HR höchstes vs. niedrigstes Quartil: Brust 1,07 (1,00-1,15), Lunge 0,87 (0,72-1,04), Bauchspeicheldrüse 0,95 (0,66-1,37), Blase 1,11 (0,81-1,52), Niere 1,07 (0,72-1,59).

Absolute Risiken

nicht berichtet

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Reis war nicht mit Nieren-, Lungen- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs verbunden; möglicherweise ein kleiner Überschuss bei Brustkrebs und ein nicht signifikanter Überschuss bei Blasenkrebs; Studien in Bevölkerungen mit hohem Verzehr sind nötig.

6. Stärken

  • Groß, prospektiv

7. Schwächen

  • Niedriger Reisverzehr
  • Kein Arsen-Biomarker
  • Nur Frauen

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
ROBINS-E
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
einige Bedenken
Begründung

FFQ; Residual Confounding.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Überwiegend Nullergebnisse; niedrige Verzehrmengen begrenzen die Power, Arsenwirkungen nachzuweisen.

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Teilweise Stütze: kein klares Krebssignal durch Reis bei den niedrigen Verzehrmengen in den USA.

11. Unabhängige Gegenbefunde

Niedrige Verzehrmengen; Risikobewertung I-GRN-06.

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Moderat.

13. Methodisches Gesamturteil

Schwache Nullevidenz.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitätmoderat
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnissemoderat
Direkte Relevanzindirekt
Reproduzierbarkeitnicht repliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzgemischt
Regionale Übertragbarkeitmoderat
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

Bevölkerungen mit hohem Verzehr und Biomarkern.

15. Verknüpfte Faktenchecks