Metaanalyseunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft I-INTB-17 Standardprüfung

Impfstoffe verursachen keinen Autismus

Vaccines are not associated with autism: an evidence-based meta-analysis of case-control and cohort studies.

Kurzüberblick

Taylor LE, Swerdfeger AL, Eslick GD. Vaccine 2014 · PMID 24814559 · DOI 10.1016/j.vaccine.2014.04.085

Bei über 1,2 Millionen Kindern war die Impfung nicht mit Autismus verbunden.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Zusammenhang zwischen Impfung und Autismus prüfen

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Metaanalyse

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

10 Studien

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Kein Zusammenhang

Wie groß war der beobachtete Effekt?

OR 0,99

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Angst vor Autismus ist kein Grund, Impfungen zu meiden.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Beobachtend; nur Abstract geprüft

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Widerspricht einer Impfablehnung aus Angst vor Autismus.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Hoch

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Taylor LE, Swerdfeger AL, Eslick GD
Fachzeitschrift
Vaccine
Jahr
2014
Identifikator
PMID 24814559 DOI 10.1016/j.vaccine.2014.04.085
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-25
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

keine Angabe zu Interessenkonflikten im Eintrag

2. Forschungsfrage

Sind Kinderimpfungen mit Autismus verbunden?

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Metaanalyse – Metaanalyse von Kohortenstudien und Fall-Kontroll-Studien
Population

Kinder

Land

Multinational

Zeitraum

Suche bis April 2014

Stichprobengröße

5 Kohortenstudien (1.256.407 Kinder), 5 Fall-Kontroll-Studien (9.920 Kinder)

Ein- und Ausschlusskriterien

Studien zur Impfstoffgabe und Autismus/ASS

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Impfung, MMR, Thiomersal, Quecksilber

Vergleichsgruppe

Ungeimpft/nicht exponiert

Endpunkte

Autismus, ASS

Statistische Methoden

Gepoolte OR

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Kohortendaten: kein Zusammenhang zwischen Impfung und Autismus (OR 0,99, 95-%-KI 0,92–1,06) oder ASS (OR 0,91, 0,68–1,20), MMR (OR 0,84, 0,70–1,01), Thiomersal (OR 1,00, 0,77–1,31) oder Quecksilber (OR 1,00, 0,93–1,07). Fall-Kontroll-Daten: kein erhöhtes Risiko (OR 0,90, 0,83–0,98; OR 0,85, 0,76–0,95).

Absolute Risiken

nicht zutreffend

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Impfungen sind nicht mit der Entstehung von Autismus oder Autismus-Spektrum-Störungen verbunden.

6. Stärken

  • Über 1,2 Millionen Kinder in Kohorten

7. Schwächen

  • Beobachtungsdaten
  • Nur Abstract geprüft

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
AMSTAR 2
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
einige Bedenken
Begründung

Beobachtende Primärstudien.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Präzise Nullzusammenhänge.

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Behandelt eine verbreitete Angst hinter der Impfverweigerung.

11. Unabhängige Gegenbefunde

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Hoch.

13. Methodisches Gesamturteil

Übereinstimmend kein Zusammenhang gefunden.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitätmoderat
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnissehoch
Direkte Relevanzdirekt
Reproduzierbarkeitrepliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzkonsistent
Regionale Übertragbarkeithoch
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

15. Verknüpfte Faktenchecks