Randomisierte kontrollierte Studieunabhängige GegenprüfungAbstract geprüft I-LEG-123 Standardprüfung

Eisenreiche Bohnen verbesserten den Eisenstatus

Consuming Iron Biofortified Beans Increases Iron Status in Rwandan Women after 128 Days in a Randomized Controlled Feeding Trial.

Kurzüberblick

Haas JD et al.. J Nutr 2016 · PMID 27358417 · DOI 10.3945/jn.115.224741

Frauen, die 128 Tage lang eisenreiche Bohnen aßen, hatten höhere Hämoglobinwerte und Eisenspeicher als Frauen, die gewöhnliche Bohnen aßen.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Eisenbiofortifizierte Bohnen prüfen.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

RCT.

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

195 Frauen mit Eisenmangel.

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Besserer Eisenstatus.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

Hb +3,8 g/L.

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Das Eisen in Bohnen wird aufgenommen und ist nützlich, trotz Phytat.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Auch die Vergleichsgruppe aß Bohnen.

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Begrenzt C-LEG-08.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Indirekt.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Sie vergleicht Bohnen nicht mit keinen Bohnen.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Haas JD et al.
Fachzeitschrift
J Nutr
Jahr
2016
Identifikator
PMID 27358417 DOI 10.3945/jn.115.224741
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-26 + Crossref works API
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

Im Abstract nicht angegeben.

2. Forschungsfrage

Verbessern eisenbiofortifizierte Bohnen den Eisenstatus bei Frauen mit Eisenmangel?

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Randomisierte kontrollierte Studie – Randomisierte kontrollierte Fütterungsstudie (128 Tage)
Population

195 ruandische Frauen im Alter von 18–27 Jahren mit Serumferritin <20 ug/L

Land

Ruanda

Zeitraum

128 Tage (NCT01594359)

Stichprobengröße

195

Ein- und Ausschlusskriterien

Ferritin <20 ug/L.

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Eisenbiofortifizierte Bohnen (86 mg Fe/kg), zweimal täglich

Vergleichsgruppe

Standardbohnen (50 mg Fe/kg)

Endpunkte

Hämoglobin, Ferritin, sTfR, Körpereisen

Statistische Methoden

Regression mit gemischten Effekten bei wiederholten Messungen

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Beide Gruppen aßen ~336 g feuchte Bohnen/Tag; die Gruppe mit eisenreichen Bohnen hatte größere Anstiege bei Hämoglobin (3,8 g/L), log Ferritin (0,1 log ug/L) und Körpereisen (0,5 mg/kg); jedes 1 g Fe aus Bohnen über 128 Tage war mit +4,2 g/L Hämoglobin assoziiert.

Absolute Risiken

Nicht zutreffend

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Eisenbiofortifizierte Bohnen verbesserten den Eisenstatus deutlich.

6. Stärken

  • Randomisiert
  • Objektive Biomarker
  • Reale Ernährung mit hohem Bohnenverzehr

7. Schwächen

  • Biofortifizierte Bohnen; auch die Vergleichsgruppe aß Bohnen
  • Nur Abstract

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
RoB 2
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
niedrig
Begründung

Randomisierte Fütterungsstudie.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Mäßiger Effekt; zeigt, dass Bohneneisen trotz Phytat aufgenommen wird.

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Begrenzt C-LEG-08: Trotz Phytat können Bohnen den Eisenstatus verbessern; stützt Hülsenfrüchte als Eisenquelle statt als Grund, sie zu meiden.

11. Unabhängige Gegenbefunde

I-LEG-122.

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Indirekt (biofortifizierte Sorten).

13. Methodisches Gesamturteil

Starke Evidenz, dass das Eisen der Bohnen ernährungsphysiologisch verfügbar ist.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitäthoch
Biasrisikoniedrig
Präzision der Ergebnissemoderat
Direkte Relevanzindirekt
Reproduzierbarkeitteilweise repliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzkonsistent
Regionale Übertragbarkeitmoderat
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

Gewöhnliche Bohnen gegenüber keinen Bohnen.

15. Verknüpfte Faktenchecks