Randomisierte kontrollierte Studieunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft★ wichtige Studie I-PPI-07 Tiefenprüfung
Bildet Ranitidin beim Menschen NDMA?
Effect of Oral Ranitidine on Urinary Excretion of N-Nitrosodimethylamine (NDMA): A Randomized Clinical Trial.
Kurzüberblick
Florian J et al.. JAMA 2021 · PMID 34180947 · DOI 10.1001/jama.2021.9199
Ranitidin erhöhte das NDMA im Urin im Vergleich zu Placebo nicht.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat
Verständliche Zusammenfassung
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
NDMA in vivo.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Crossover-RCT.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
18 gesunde Erwachsene.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Kein Anstieg.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Mediane Differenz 0 ng.
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Extremwerte aus dem Labor zeigen sich beim Menschen nicht.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Klein; Urinmarker.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht C-PPI-08.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Langfristiges Krebsrisiko.
Wissenschaftliche Detailprüfung
1. Vollständige Quellenangabe
- Autorinnen und Autoren
- Florian J et al.
- Fachzeitschrift
- JAMA
- Jahr
- 2021
- Identifikator
- PMID 34180947 DOI 10.1001/jama.2021.9199
- Verifizierung
- verifiziert – PubMed efetch 2026-10-25
- Zurückgezogen
- nein
- Korrekturen
- keine
- Geprüfter Umfang
- nur Abstract
- Interessenkonflikte und Finanzierung
im Abstract nicht angegeben
2. Forschungsfrage
Erhöht orales Ranitidin das NDMA im 24-h-Urin?
3. Studiendesign und Population
- Studiendesign
- Randomisierte kontrollierte Studie – Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Crossover-Studie (FDA)
- Population
Gesunde Erwachsene
- Land
USA
- Zeitraum
Juni–Juli 2020
- Stichprobengröße
18 (17 abgeschlossen)
- Ein- und Ausschlusskriterien
Gesunde Teilnehmende
4. Methoden und Endpunkte
- Exposition / Intervention
Ranitidin 300 mg mit Ernährung ohne bzw. mit gepökeltem Fleisch
- Vergleichsgruppe
Placebo
- Endpunkte
NDMA im 24-h-Urin
- Statistische Methoden
Gepaarte Differenzen
5. Tatsächliche Ergebnisse
- Ergebnisse
Median-NDMA: Ranitidin 0,6 ng vs. Placebo 10,5 ng (ohne Gepökeltes), 11,9 vs. 23,4 ng (mit Gepökeltem); gepaarte Differenzen 0 (P=0,54) und −1,1 ng (P=0,71).
- Absolute Risiken
nicht zutreffend
- Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren
Die Ergebnisse stützen nicht, dass Ranitidin in einer allgemeinen, gesunden Bevölkerung zu NDMA umgewandelt wird.
6. Stärken
- Randomisiert, verblindet, Crossover
- Ernährung mit hohem Nitritgehalt getestet
7. Schwächen
- Klein
- NDMA im Urin ist ein indirekter Marker
8. Risiko systematischer Verzerrungen
- Orientierendes Instrument
- RoB 2
- Art der Einschätzung
- vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
- Formale Vollbewertung
- nein
- Gesamturteil Biasrisiko
- niedrig
- Begründung
Vereinfacht.
9. Bewertung der statistischen Interpretation
Kleiner, aber direkter Test am Menschen.
10. Relevanz für die konkrete Aussage
11. Unabhängige Gegenbefunde
12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa
Ranitidin ist in der EU nicht im Handel.
13. Methodisches Gesamturteil
Direkte In-vivo-Evidenz gegen eine starke NDMA-Bildung.
| Mehrdimensionale Bewertung | |
|---|---|
| Authentizität der Quelle | verifiziert |
| Methodische Qualität | moderat |
| Biasrisiko | niedrig |
| Präzision der Ergebnisse | niedrig |
| Direkte Relevanz | direkt |
| Reproduzierbarkeit | unbekannt |
| Konsistenz mit der Gesamtevidenz | unbekannt |
| Regionale Übertragbarkeit | hoch |
| Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv) | nicht anwendbar |
14. Offene Fragen
NDMA im Magen bei Menschen mit hoher Nitritaufnahme.
15. Verknüpfte Faktenchecks
- Ranitidin bilde im menschlichen Magen das Karzinogen NDMA in Mengen, die Tausende Male über den Sicherheitsgrenzwerten liegen (bis zu 320.000 ng pro Tablette). – Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken