Kohortenstudieunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft★ wichtige Studie I-VEG-05 Tiefenprüfung

Oxalat aus der Nahrung und Nierensteine

Oxalate intake and the risk for nephrolithiasis.

Kurzüberblick

Taylor EN, Curhan GC. J Am Soc Nephrol 2007 · PMID 17538185 · DOI 10.1681/ASN.2007020219

Die höchste Oxalataufnahme erhöhte das Steinrisiko in manchen Gruppen nur moderat (um etwa 20 %); Autoren: kein wesentlicher Risikofaktor.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Oxalat und Steine

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Kohorten

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

240.681

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Moderater oder kein Zusammenhang

Wie groß war der beobachtete Effekt?

RR ~1,2

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Blattgemüse ist kein wesentliches Steinrisiko.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

FFQ

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Widerspricht der allgemeinen Behauptung

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Mittel

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Trifft keine spezifische Aussage über Steinbildner.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Taylor EN, Curhan GC
Fachzeitschrift
J Am Soc Nephrol
Jahr
2007
Identifikator
PMID 17538185 DOI 10.1681/ASN.2007020219
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-25
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

Finanzierung durch NIH

2. Forschungsfrage

Ist Oxalat aus der Nahrung mit Nierensteinen verbunden?

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Kohortenstudie – Drei prospektive Kohorten (HPFS, NHS I, NHS II)
Population

US-Beschäftigte im Gesundheitswesen

Land

USA

Zeitraum

Insgesamt 44 Jahre Nachbeobachtung

Stichprobengröße

240.681 (45.985 Männer; 92.872 ältere Frauen; 101.824 jüngere Frauen); 4.605 Steine

Ein- und Ausschlusskriterien

Teilnehmende der Kohorten

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Oxalat aus der Nahrung (FFQ); Spinat

Vergleichsgruppe

Niedrigstes Quintil / <1 Portion Spinat pro Monat

Endpunkte

Neu auftretende Nierensteine

Statistische Methoden

Cox-Regression

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Höchstes vs. niedrigstes Oxalat-Quintil: RR 1,22 (1,03–1,45) Männer, 1,21 (1,01–1,44) ältere Frauen, kein Zusammenhang bei jüngeren Frauen; Spinat ≥8 Portionen/Monat: RR 1,30 (1,08–1,58) Männer, 1,34 (1,10–1,64) ältere Frauen; Spinat >40 % der Oxalataufnahme.

Absolute Risiken

nicht berichtet

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Die Daten belasten Oxalat aus der Nahrung nicht als wesentlichen Risikofaktor für Nierensteine.

6. Stärken

  • Groß
  • Wiederholter FFQ

7. Schwächen

  • FFQ-Schätzungen des Oxalats ungenau
  • Selbst berichtete Steine

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
ROBINS-E
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
einige Bedenken
Begründung

Beobachtend.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Moderate relative Risiken.

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Prüft direkt C-VEG-05.

11. Unabhängige Gegenbefunde

Keine.

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Mittel.

13. Methodisches Gesamturteil

Zentrale Evidenz.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitäthoch
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnissehoch
Direkte Relevanzdirekt
Reproduzierbarkeitteilweise repliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzgemischt
Regionale Übertragbarkeitmoderat
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

Wirkung bei Steinbildnern.

15. Verknüpfte Faktenchecks