Sonstigesunabhängige GegenprüfungAbstract geprüft I-VEG-118 Standardprüfung
Die Ernährung liefert einen beträchtlichen Teil des Oxalats im Urin
Contribution of dietary oxalate to urinary oxalate excretion.
Kurzüberblick
Holmes RP et al.. Kidney Int 2001 · PMID 11135080 · DOI 10.1046/j.1523-1755.2001.00488.x
Bei kontrollierter Ernährung lieferte die Nahrung 24–42 % des Oxalats im Urin, und mehr (53 %) bei niedriger Kalziumaufnahme.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat
Verständliche Zusammenfassung
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Den Beitrag der Nahrung zum Oxalat im Urin quantifizieren.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Kontrollierte Fütterung.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
Gesunde Erwachsene (n nicht im Abstract).
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Anteil der Nahrung 24-53 %.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Siehe Ergebnisse.
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Calcium zusammen mit oxalatreichem Blattgemüse zu essen, verringert die Aufnahme von Oxalat.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Klein, physiologischer Endpunkt.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Gemischt.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Allgemeingültig.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Kann das Steinrisiko nicht zeigen.
Wissenschaftliche Detailprüfung
1. Vollständige Quellenangabe
- Autorinnen und Autoren
- Holmes RP et al.
- Fachzeitschrift
- Kidney Int
- Jahr
- 2001
- Identifikator
- PMID 11135080 DOI 10.1046/j.1523-1755.2001.00488.x
- Verifizierung
- verifiziert – PubMed efetch 2026-10-26; Crossref 2026-10-26
- Zurückgezogen
- nein
- Korrekturen
- keine
- Geprüfter Umfang
- nur Abstract
- Interessenkonflikte und Finanzierung
Förderung (PubMed-Förderliste): NCRR NIH HHS; NIDDK NIH HHS
2. Forschungsfrage
Welcher Anteil des Oxalats im Urin stammt aus Oxalat in der Nahrung?
3. Studiendesign und Population
- Studiendesign
- Sonstiges – Kontrollierte Fütterungsstudie mit Formula- und Festnahrungs-Kostformen mit bekanntem Oxalatgehalt
- Population
Gesunde Erwachsene
- Land
USA
- Zeitraum
im Abstract nicht angegeben
- Stichprobengröße
im Abstract nicht angegeben
- Ein- und Ausschlusskriterien
im Abstract nicht angegeben
4. Methoden und Endpunkte
- Exposition / Intervention
Kostformen mit 10, 50, 250 mg Oxalat/2.500 kcal; Formula 0 und 180 mg; Calcium 1.002 vs. 391 mg
- Vergleichsgruppe
Verschiedene Oxalat-/Calciumgehalte
- Endpunkte
24-h-Oxalat im Urin
- Statistische Methoden
Vergleiche innerhalb der Personen
5. Tatsächliche Ergebnisse
- Ergebnisse
Das Oxalat im Urin stieg mit dem Oxalat in der Nahrung; Beitrag der Nahrung 24,4 % +/- 15,5 % (Kost mit 10 mg) bis 41,5 % +/- 9,1 % (Kost mit 250 mg). Die Senkung des Calciums von 1.002 auf 391 mg bei einer Kost mit 250 mg Oxalat erhöhte das Oxalat im Urin um 28,2 % und den Anteil der Nahrung auf 52,6 %.
- Absolute Risiken
nicht berichtet
- Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren
Oxalat aus der Nahrung trägt stärker zum Oxalat im Urin bei als bisher angenommen; das Calcium in der Nahrung beeinflusst die Bioverfügbarkeit von Oxalat.
6. Stärken
- Kontrollierte Kostformen mit gemessenem Oxalat
7. Schwächen
- Klein (Größe nicht im Abstract)
- Gesunde Freiwillige, keine Steinendpunkte
8. Risiko systematischer Verzerrungen
- Orientierendes Instrument
- none applicable
- Art der Einschätzung
- vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
- Formale Vollbewertung
- nein
- Gesamturteil Biasrisiko
- einige Bedenken
- Begründung
Kleine kontrollierte Fütterungsstudie.
9. Bewertung der statistischen Interpretation
Die Anteile sind Mittelwerte +/- SD; keine Daten zu Endpunkten.
10. Relevanz für die konkrete Aussage
Gemischt: Oxalat aus der Nahrung ist physiologisch bedeutsam, und die gleichzeitige Aufnahme von Calcium verändert dies stark.
11. Unabhängige Gegenbefunde
Taylor 2008 (geringe Wirkung bei Menschen im Alltag).
12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa
Allgemeingültig.
13. Methodisches Gesamturteil
Stützt eine Oxalatbegrenzung und ausreichend Calcium für Steinbildner; kein Beleg dafür, dass Blattgemüse allgemein Steine verursacht.
| Mehrdimensionale Bewertung | |
|---|---|
| Authentizität der Quelle | verifiziert |
| Methodische Qualität | moderat |
| Biasrisiko | einige Bedenken |
| Präzision der Ergebnisse | niedrig |
| Direkte Relevanz | indirekt |
| Reproduzierbarkeit | teilweise repliziert |
| Konsistenz mit der Gesamtevidenz | gemischt |
| Regionale Übertragbarkeit | hoch |
| Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv) | nicht anwendbar |
14. Offene Fragen
Steinendpunkte.
15. Verknüpfte Faktenchecks
- Oxalatreiches Blattgemüse (Spinat, Rübenblätter, Mangold) verursacht Nierensteine; jede 100 mg Oxalat aus der Nahrung erhöhen das Oxalat im Urin um etwa 2,7 mg. – Studien mit gemischten oder unklaren Ergebnissen