Unklar / unzureichende Evidenz Evidenzsicherheit: niedrig vorläufig C-PPI-01

Langfristige PPI-Einnahme verursache chronische Nierenkrankheit und zusätzliche Todesfälle (etwa 45 zusätzliche Todesfälle pro 1.000 Anwendende, hauptsächlich durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenkrankheiten und Krebs des oberen Magen-Darm-Trakts).

Fazit: Der Zusammenhang zwischen langfristiger PPI-Einnahme und Nierenkrankheit oder Tod ist in Beobachtungsdaten real, aber ob das Medikament ihn verursacht, ist unbewiesen und wird wahrscheinlich überschätzt.

Originalaussage

حمض المعدة ليس عدوّاً يجب قمعه، بل أداة أساسية للهضم وقتل الميكروبات وامتصاص الحديد وفيتامين ب12 والكالسيوم والمغنيزيوم. تثبيطه لفترات طويلة بـ PPIs (أوميبرازول، نكسيم، كونترلوك) أو مثبطات H2 ينقلب على الجسم: مرض كلوي مزمن، فرط نمو بكتيري، عدوى مطثية عسيرة، التهاب رئوي، نقص B12 والمغنيزيوم، كسور ورك، تغيّر الميكروبيوم، وزيادة الوفيات. والأخطر أنّ الجسم يدمن الدواء عبر فرط الإفراز الارتدادي بعد الإيقاف، فيتحوّل الاستخدام القصير إلى اعتماد مزمن. | في JAMA Internal Medicine 2016، تابع لازاروس وزملاؤه أكثر من 10 آلاف مشارك ووجدوا أنّ مستخدمي PPIs لديهم خطر إصابة بمرض الكلى المزمن أعلى بـ 50% مقارنة بغير المستعملين، ويتضاعف تقريباً مع جرعتين يومياً. وفي BMJ 2019 تابع شي وآل-علي 157 ألف مستخدم جديد للـ PPI مقابل H2 لخمس سنوات: 45 وفاة زائدة لكل ألف مستخدم، من أمراض القلب والكلى وسرطان المعدة العلوي.

keine wörtliche Aussage – sinngemäße Wiedergabe. Übersetzung durch das Projekt; maßgeblich ist der arabische Wortlaut.

Übersetzung

Langfristige PPI-Einnahme verursache chronische Nierenkrankheit und zusätzliche Todesfälle (etwa 45 zusätzliche Todesfälle pro 1.000 Anwendende, hauptsächlich durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenkrankheiten und Krebs des oberen Magen-Darm-Trakts).

Herkunft

Quellenstatus
Archiv-Redaktion
Zuschreibung
Archivredaktion (eltayebat.com); nicht als Elawadys eigene Worte verifiziert
Herkunft
https://eltayebat.com/rule/acid-blockers/
Unsicherheit der Zuschreibung
Von den Archivbetreibern verfasst; die Auswahl der Studien stammt vom Archiv, nicht unbedingt von Elawady.
Behaupteter Wirkmechanismus

Nicht im Detail angegeben; impliziert: Die chronische Säurehemmung schädige die Niere und andere Organe.

Behaupteter gesundheitlicher Effekt

Neu auftretende CKD, CKD-Progression sowie erhöhte Gesamt- und ursachenspezifische Sterblichkeit.

Betroffene Bevölkerungsgruppe

Langzeitanwendende von PPI (Erwachsene).

Geografische Einschränkung durch Elawady

keine gefunden

Abweichende Quellenvarianten

في JAMA Internal Medicine 2016، تابع لازاروس وزملاؤه أكثر من 10 آلاف مشارك ووجدوا أنّ مستخدمي PPIs لديهم خطر إصابة بمرض الكلى المزمن أعلى بـ 50% مقارنة بغير المستعملين، ويتضاعف تقريباً مع جرعتين يومياً. وفي BMJ 2019 تابع شي وآل-علي 157 ألف مستخدم جديد للـ PPI مقابل H2 لخمس سنوات: 45 وفاة زائدة لكل ألف مستخدم، من أمراض القلب والكلى وسرطان المعدة العلوي.

Quellenstatus
Archiv-Redaktion
Zuschreibung
Archivredaktion (eltayebat.com)
Herkunft
https://eltayebat.com/rule/acid-blockers/

Wissenschaftliche Bewertung

Unklar / unzureichende Evidenz – Die Datenlage lässt keine Bewertung in die eine oder andere Richtung zu.

Evidenzsicherheit: niedrig – Weitere Forschung wird die Einschätzung wahrscheinlich deutlich beeinflussen.

1. Was wurde behauptet?

Das Archiv sagt, langfristige PPI-Einnahme verursache CKD und etwa 45 zusätzliche Todesfälle pro 1.000 Anwendende.

2. Was ist daran nachweislich richtig?

Die zitierten Studien existieren, und die Zahlen sind im Wesentlichen korrekt wiedergegeben: ARIC adjustierte HR 1,50 für neu auftretende CKD; Xie 2019 berichtete 45,20 zusätzliche Todesfälle pro 1.000 PPI-Anwendende gegenüber H2-Blockern. Die Zusammenhänge lassen sich in mehreren Datenbanken und mit einem H2-Blocker als Komparator replizieren.

3. Was ist falsch oder übertrieben?

Der Schritt vom Zusammenhang zur Kausalität ist nicht gerechtfertigt. PPI-Anwendende sind zu Beginn kränker (Confounding durch die Indikation und durch Gebrechlichkeit). Das Archiv erwähnt nicht, dass die Zahl 45/1.000 eine kumulative Schätzung über bis zu 10 Jahre bei älteren US-Veteranen ist, und auch nicht, dass die Aussage „zweimal täglich verdoppelt das Risiko nahezu“ HR 1,46 mit HR 1,15 aus der Geisinger-Replikationskohorte vergleicht, nicht aus ARIC. Der Begleittext gibt für Xie 2019 fälschlich „fünf Jahre“ Nachbeobachtung an (die Arbeit beobachtete die Anwendenden bis zu 10 Jahre).

4. Was bleibt ungeklärt?

Ob ein kleiner Teil des Zusammenhangs ursächlich ist, kann nicht ausgeschlossen werden: COMPASS dauerte nur etwa 3 Jahre und war für seltene langfristige Nierenendpunkte nicht ausreichend gepowert.

5. Welche Studien sprechen dafür?

Lazarus 2016 (A-PPI-01: nur Zusammenhang mit chronischer Nierenerkrankung, keine Sterblichkeitsdaten; absolute 10-Jahres-Risikodifferenzen 3,3 % in ARIC und 1,7 % in Geisinger), Xie 2017 (A-PPI-02), Klatte 2017 (A-PPI-03), Xie 2017 BMJ Open (A-PPI-13), Xie 2019 BMJ (A-PPI-12): beobachtete Zusammenhänge, HRs meist 1,15–1,50.

6. Welche Studien sprechen dagegen?

COMPASS-RCT (I-PPI-01): Gesamtsterblichkeit HR 1,03 (0,92–1,15), starke Evidenz gegen eine Übersterblichkeit über etwa 3 Jahre; chronische Nierenerkrankung OR 1,17 (0,94–1,45), was nicht schlüssig und mit den in Kohorten beobachteten 1,2- bis 1,5-fachen Anstiegen vereinbar ist. Brown 2021 (I-PPI-02): Die HR für die Gesamtsterblichkeit sank mit Adjustierung von 1,65 auf 1,31 und war gegenüber Nichtanwendenden höher als gegenüber Anwendenden von H2-Rezeptor-Antagonisten, und kurzfristige Zusammenhänge zeigten sich mit Lungenkrebstod – Muster, die typisch für Residual Confounding (verbleibende Störfaktoren) sind.

7. Was gilt für Deutschland und Europa?

PPI gehören in Deutschland und Europa zu den am häufigsten verordneten Medikamenten; mehrere (z. B. Pantoprazol, Omeprazol) sind in kleinen Packungen zur Kurzzeitanwendung rezeptfrei erhältlich. Europäische Daten (Stockholm, UK GPRD/CPRD, Rotterdam) gehören zu den zitierten Kohorten, sodass die Beobachtungsbefunde mit denselben Einschränkungen durch Confounding auch für europäische Anwendende gelten.

8. Was ist über Ägypten bekannt?

Elawady beschreibt PPI (Controloc, Nexium) als in Ägypten weit verbreitet und ohne Rezept erhältlich. Ägyptenspezifische Daten zu Endpunkten wurden nicht ausgewertet. Es ist nicht zu erwarten, dass sich Biologie und Studienergebnisse zwischen Ländern unterscheiden; die H.-pylori-Infektion, die in vielen Ländern häufig ist, ist ein zusätzlicher Grund, warum Säurehemmung und Eradikationstherapie verordnet werden.

9. Welche praktische Schlussfolgerung ist angemessen?

PPI sollten bei einer dokumentierten Indikation in der niedrigsten wirksamen Dosis eingesetzt und regelmäßig überprüft werden; das raten auch gastroenterologische Fachgesellschaften. Die Angst vor Nierenschäden oder Tod allein ist kein Grund, einen eindeutig indizierten PPI abzusetzen.

Bewertungsdetails

Begründung der Evidenzsicherheit

Konsistente Zusammenhänge in großen Beobachtungskohorten (mehrere mit H2-Blockern als aktivem Komparator), aber die einzige große placebokontrollierte RCT (COMPASS, 17.598 Teilnehmende, Median 3 Jahre) fand mit Pantoprazol keinen signifikanten Überschuss an chronischer Nierenkrankheit oder Todesfällen; eine britische Kohorte zeigte, dass die Hazard Ratios bei besserer Adjustierung schrumpfen und auch bei Todesursachen auftreten, bei denen ein kurzfristiger ursächlicher Effekt unplausibel ist, was auf Residual Confounding hindeutet.

Quellenqualität

Das Archiv zitiert begutachtete (peer-reviewed) Kohortenstudien zahlenmäßig korrekt; die kausale Sprache („wendet sich gegen den Patienten“, „zusätzliche Todesfälle“) geht über das hinaus, was Beobachtungsdesigns erlauben.

Regionale Übertragbarkeit

Die Kohorten stammen aus den USA, Schweden, dem Vereinigten Königreich und Deutschland; als Zusammenhänge mit denselben Einschränkungen auf Europa und Ägypten übertragbar.

Individuelle Ausnahmen

Absolute Risiken sind entscheidend: In der Kohorte von Xie 2019 sind die 45 zusätzlichen Todesfälle pro 1.000 eine kumulative 10-Jahres-Schätzung bei älteren, überwiegend männlichen US-Veteranen.

Regionaler Geltungsanspruch
allgemein (biologisch/medizinisch)
Zuletzt überprüft
25. Oktober 2026 vorläufig

Einfach erklärt

Große Studien fanden, dass Menschen, die jahrelang PPI einnehmen, häufiger eine Nierenkrankheit entwickeln und früher sterben. Menschen, die PPI einnehmen, sind aber oft schon von vornherein älter und kränker, und das erklärt einen großen Teil des Zusammenhangs. Eine große randomisierte Studie, in der die Teilnehmenden ihre Behandlung nicht selbst wählten, fand über drei Jahre keine klaren Nierenschäden und keine zusätzlichen Todesfälle. Ein kleines Risiko lässt sich also nicht ausschließen, ist aber nicht bewiesen, und die Zahl von 45 pro 1.000 ist keine nachgewiesene Wirkung des Medikaments.

Studien zu dieser Behauptung

Studien, die die Behauptung unterstützen (5)

  • PPI-Einnahme und chronische Nierenkrankheit

    Lazarus B et al.. JAMA Intern Med 2016 · PMID 26752337 · DOI 10.1001/jamainternmed.2015.7193
    Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertVolltext geprüft★ wichtige Studie

    Bei PPI-Anwendenden trat neue chronische Nierenkrankheit etwa 1,2- bis 1,5-mal so häufig auf wie bei Nichtanwendenden oder Anwendenden von H2-Blockern.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Prüfen, ob die PPI-Einnahme mit neuer CKD zusammenhängt.

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Nachbeobachtung zweier großer US-Kohorten.

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    10.482 plus 248.751 Erwachsene mit normaler Nierenfunktion.

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Die PPI-Einnahme ging mit mehr neuer CKD einher.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    Adjustierte HR 1,50 (ARIC), 1,24 (Geisinger).

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Menschen, die lange PPI einnehmen, haben möglicherweise ein leicht erhöhtes Nierenrisiko – oder sie sind einfach kränker.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Beobachtungsstudie; Confounding; unterschiedliche Endpunktdefinitionen.

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt einen Zusammenhang, keinen nachgewiesenen Schaden.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Als Zusammenhang übertragbar.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Kann nicht zeigen, dass PPI CKD verursachen.

    Wissenschaftliche Details →

  • PPI und Nachlassen der Nierenfunktion ohne akute Nierenschädigung

    Xie Y et al.. Kidney Int 2017 · PMID 28237709 · DOI 10.1016/j.kint.2016.12.021
    Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft

    Im Vergleich zu Anwendenden von H2-Blockern war bei PPI-Anwendenden eine Verschlechterung der Nierenfunktion um 19–30 % häufiger.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Nierenendpunkte ohne vorherige AKI.

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Veteranenkohorte, 5 Jahre.

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    144.032 Neuanwendende.

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Mäßig erhöhtes Risiko für CKD-Endpunkte unter PPI.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    HR 1,19–1,30.

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Mögliches kleines Nierenrisiko.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Beobachtungsstudie; Veteranen.

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt teilweise.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Zusammenhang übertragbar.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Kausalität.

    Wissenschaftliche Details →

  • PPI und CKD-Progression in Stockholm

    Klatte DCF et al.. Gastroenterology 2017 · PMID 28583827 · DOI 10.1053/j.gastro.2017.05.046
    Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft

    Wer neu mit PPI begann, hatte ein um etwa 26 % höheres Risiko für eine Verschlechterung der Nierenfunktion als Personen, die neu mit H2-Blockern begannen.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    CKD-Progression unter PPI.

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Schwedische regionale Datenbank.

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    Etwa 115.000 Neuanwendende.

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Mäßig erhöhtes Progressionsrisiko.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    HR 1,26.

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Mögliches kleines Risiko.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Residual Confounding wird eingeräumt.

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt teilweise.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Direkt europäisch.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Kausalität.

    Wissenschaftliche Details →

  • PPI und Todesfälle bei US-Veteranen

    Xie Y et al.. BMJ 2019 · PMID 31147311 · DOI 10.1136/bmj.l1580
    Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertVolltext geprüft★ wichtige Studie

    Bei PPI-Anwendenden gab es schätzungsweise 45 Todesfälle pro 1.000 mehr über etwa 10 Jahre als bei Anwendenden von H2-Blockern.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Sterblichkeit unter PPI.

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Veteranenkohorte.

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    214.467 Neuanwendende.

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Zusammenhang mit leicht erhöhter Sterblichkeit.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    45,20/1.000 über 10 Jahre.

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    PPI nur einnehmen, wenn sie nötig sind.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Confounding; spezielle Bevölkerungsgruppe.

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt teilweise.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Mäßig.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Dass PPI Todesfälle verursachen.

    Wissenschaftliche Details →

  • PPI und Sterberisiko (Veteranen)

    Xie Y et al.. BMJ Open 2017 · PMID 28676480 · DOI 10.1136/bmjopen-2016-015735
    Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft

    PPI-Anwendende hatten je nach Methode ein um etwa 15–34 % höheres Sterberisiko (Hazard).

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Gesamtsterblichkeit.

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Veteranenkohorte.

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    349.312.

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Höheres Sterberisiko.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    HR 1,16–1,34.

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Nur ein Zusammenhang.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Confounding.

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt teilweise.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Mäßig.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Kausalität.

    Wissenschaftliche Details →

Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken (3)

  • Sicherheit von Pantoprazol in einer großen randomisierten Studie

    Moayyedi P et al.. Gastroenterology 2019 · PMID 31152740 · DOI 10.1053/j.gastro.2019.05.056
    Randomisierte kontrollierte Studieunabhängige GegenprüfungVolltext geprüft★ wichtige Studie

    Über drei Jahre waren nur Darminfektionen unter Pantoprazol häufiger (1,4 % vs. 1,0 %).

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    PPI-Schäden in einer RCT prüfen.

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Placebokontrollierte Studie.

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    17.598 Herz-/Gefäßpatientinnen und -patienten.

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Kein zusätzlicher Schaden außer Darminfektionen.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    OR 1,33 für Darminfektionen.

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    PPI sind über 3 Jahre weitgehend sicher.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Dauer 3 Jahre; spezielle Population.

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Widerspricht den meisten pauschalen Schadensbehauptungen; stützt das Infektionsrisiko.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Übertragbar.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Sehr langfristige Wirkungen.

    Wissenschaftliche Details →

  • Warum Zusammenhänge zwischen PPI und Tod irreführend sein können

    Brown JP et al.. Br J Clin Pharmacol 2021 · PMID 33393677 · DOI 10.1111/bcp.14728
    Kohortenstudieunabhängige GegenprüfungVolltext geprüft★ wichtige Studie

    Der Zusammenhang zwischen PPI und Tod wurde mit besserer Adjustierung kleiner und zeigte sich sogar bei Todesursachen, die PPI plausibel nicht verursachen können.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Confounding bei PPI und Sterblichkeit.

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Britische Kohorte.

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    >2 Millionen.

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Zusammenhang schwächt sich ab; unplausible Zusammenhänge.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    HR 1,65 → 1,31.

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Kränkere Menschen bekommen PPI.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Beobachtungsstudie.

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Schränkt C-PPI-01 ein.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Vereinigtes Königreich.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Den tatsächlichen ursächlichen Effekt.

    Wissenschaftliche Details →

  • Wie man PPI sicher absetzt (AGA 2022)

    Targownik LE et al.. Gastroenterology 2022 · PMID 35183361 · DOI 10.1053/j.gastro.2021.12.247
    Leitlinie / Stellungnahmeunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft★ wichtige Studie

    PPI ohne eindeutige Indikation absetzen; bei Barrett-Ösophagus, schwerer Ösophagitis und hohem Blutungsrisiko beibehalten; mit vorübergehendem Rebound rechnen.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Empfehlungen zum Absetzen.

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Expertenreview.

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    10 Aussagen.

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Viele Menschen können absetzen; manche dürfen es nicht.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Expertenmeinung.

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt die Behauptung der Übertherapie; widerspricht einem generellen Verbot und dem „man kann nicht aufhören“.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Übertragbar.

    Wissenschaftliche Details →

Studien mit gemischten oder unklaren Ergebnissen (1)

  • AGA-Empfehlungen zur Langzeiteinnahme von PPI

    Freedberg DE et al.. Gastroenterology 2017 · PMID 28257716 · DOI 10.1053/j.gastro.2017.01.031
    Leitlinie / Stellungnahmeunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft

    PPI sind bei definierten Indikationen gerechtfertigt; die Risiken erfordern keine routinemäßige Überwachung.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Empfehlungen zu Nutzen und Risiko.

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Expertenreview.

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    10 Best-Practice-Aussagen.

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Bei echten Indikationen in der niedrigsten Dosis anwenden.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Expertenmeinung.

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Gemischt: stützt eine indikationsbasierte Anwendung.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Übertragbar.

    Wissenschaftliche Details →

Regionale Einordnung

Deutschland / EU

PPI gehören in Deutschland und Europa zu den am häufigsten verordneten Medikamenten; mehrere (z. B. Pantoprazol, Omeprazol) sind in kleinen Packungen zur Kurzzeitanwendung rezeptfrei erhältlich. Europäische Daten (Stockholm, UK GPRD/CPRD, Rotterdam) gehören zu den zitierten Kohorten, sodass die Beobachtungsbefunde mit denselben Einschränkungen durch Confounding auch für europäische Anwendende gelten.

Ägypten

Elawady beschreibt PPI (Controloc, Nexium) als in Ägypten weit verbreitet und ohne Rezept erhältlich. Ägyptenspezifische Daten zu Endpunkten wurden nicht ausgewertet. Es ist nicht zu erwarten, dass sich Biologie und Studienergebnisse zwischen Ländern unterscheiden; die H.-pylori-Infektion, die in vielen Ländern häufig ist, ist ein zusätzlicher Grund, warum Säurehemmung und Eradikationstherapie verordnet werden.

Was gilt in meinem Land?

Allgemeine wissenschaftliche Bewertung

Unklar / unzureichende Evidenz Der Zusammenhang zwischen langfristiger PPI-Einnahme und Nierenkrankheit oder Tod ist in Beobachtungsdaten real, aber ob das Medikament ihn verursacht, ist unbewiesen und wird wahrscheinlich überschätzt.

Diese Aussage betrifft biologische oder medizinische Zusammenhänge. Die wissenschaftliche Bewertung oben gilt unabhängig vom Land; länderspezifische Lebensmitteldaten ändern sie nicht.

Quellenverzeichnis

  1. Proton Pump Inhibitor Use and the Risk of Chronic Kidney Disease.. Lazarus B et al.. JAMA Intern Med 2016 · PMID 26752337 · DOI 10.1001/jamainternmed.2015.7193
  2. Long-term kidney outcomes among users of proton pump inhibitors without intervening acute kidney injury.. Xie Y et al.. Kidney Int 2017 · PMID 28237709 · DOI 10.1016/j.kint.2016.12.021
  3. Association Between Proton Pump Inhibitor Use and Risk of Progression of Chronic Kidney Disease.. Klatte DCF et al.. Gastroenterology 2017 · PMID 28583827 · DOI 10.1053/j.gastro.2017.05.046
  4. Estimates of all cause mortality and cause specific mortality associated with proton pump inhibitors among US veterans: cohort study.. Xie Y et al.. BMJ 2019 · PMID 31147311 · DOI 10.1136/bmj.l1580
  5. Risk of death among users of Proton Pump Inhibitors: a longitudinal observational cohort study of United States veterans.. Xie Y et al.. BMJ Open 2017 · PMID 28676480 · DOI 10.1136/bmjopen-2016-015735
  6. Safety of Proton Pump Inhibitors Based on a Large, Multi-Year, Randomized Trial of Patients Receiving Rivaroxaban or Aspirin.. Moayyedi P et al.. Gastroenterology 2019 · PMID 31152740 · DOI 10.1053/j.gastro.2019.05.056
  7. Proton pump inhibitors and risk of all-cause and cause-specific mortality: A cohort study.. Brown JP et al.. Br J Clin Pharmacol 2021 · PMID 33393677 · DOI 10.1111/bcp.14728
  8. AGA Clinical Practice Update on De-Prescribing of Proton Pump Inhibitors: Expert Review.. Targownik LE et al.. Gastroenterology 2022 · PMID 35183361 · DOI 10.1053/j.gastro.2021.12.247
  9. The Risks and Benefits of Long-term Use of Proton Pump Inhibitors: Expert Review and Best Practice Advice From the American Gastroenterological Association.. Freedberg DE et al.. Gastroenterology 2017 · PMID 28257716 · DOI 10.1053/j.gastro.2017.01.031

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