Querschnittsstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft A-CHK-16 Standardprüfung

Geflügelverzehr und Arsen im Urin in den USA

Poultry Consumption and Arsenic Exposure in the U.S. Population.

Kurzüberblick

Nigra AE et al.. Environ Health Perspect 2017 · PMID 27735790 · DOI 10.1289/EHP351

Menschen, die viel Geflügel aßen, hatten etwa 12 % mehr Arsen im Urin.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Ja · Methodische Qualität: moderat

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Geht Geflügelverzehr in der US-Bevölkerung mit Arsen im Urin einher?

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Querschnittsanalyse von NHANES 2003–2010 (24-Stunden-Ernährungsprotokoll und Arsen im Urin)

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

3.329 Teilnehmende; US-Teilnehmende ab 6 Jahren mit nicht nachweisbarem Arsenobetain

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Höchstes Quartil: Gesamtarsen GMR 1,12 (1,04–1,22), DMA 1,13 (1,06–1,20). Pute in Herbst/Winter: 1,17 (0,99–1,39), p-Trend 0,02.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

Verhältnisse geometrischer Mittelwerte

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Ein historischer Expositionsweg in den USA.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Einmaliges 24-Stunden-Ernährungsprotokoll; Querschnittsstudie

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Stützt die Behauptung.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Gering.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Kann keine Erkrankung zeigen.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Nigra AE, Nachman KE, Love DC, Grau-Perez M, Navas-Acien A
Fachzeitschrift
Environ Health Perspect
Jahr
2017
Identifikator
PMID 27735790 DOI 10.1289/EHP351 · PMC5332189
Verifizierung
verifiziert – PubMed E-utilities efetch, 2026-10-25
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

Autorinnen und Autoren erklären keine konkurrierenden Interessen; NIEHS

2. Forschungsfrage

Geht Geflügelverzehr in der US-Bevölkerung mit Arsen im Urin einher?

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Querschnittsstudie – Querschnittsanalyse von NHANES 2003–2010 (24-Stunden-Ernährungsprotokoll und Arsen im Urin)
Population

US-Teilnehmende ab 6 Jahren mit nicht nachweisbarem Arsenobetain

Land

USA

Zeitraum

2003–2010

Stichprobengröße

3.329 Teilnehmende

Ein- und Ausschlusskriterien

Arsenwert im Urin vorhanden; Arsenobetain nicht nachweisbar

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Geflügelverzehr (24-Stunden-Ernährungsprotokoll)

Vergleichsgruppe

Personen ohne Verzehr

Endpunkte

Gesamtarsen im Urin, DMA

Statistische Methoden

Verhältnisse geometrischer Mittelwerte

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Höchstes Quartil: Gesamtarsen GMR 1,12 (1,04–1,22), DMA 1,13 (1,06–1,20). Pute in Herbst/Winter: 1,17 (0,99–1,39), p-Trend 0,02.

Absolute Risiken

nicht anwendbar

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Starke Hinweise darauf, dass der frühere Einsatz arsenhaltiger Tierarzneimittel zur Exposition beigetragen hat.

6. Stärken

  • Nationale Stichprobe

7. Schwächen

  • Einmaliges 24-Stunden-Ernährungsprotokoll
  • Querschnittsstudie

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
ROBINS-E
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
einige Bedenken
Begründung

Fehlklassifikation der Exposition.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Kleine Unterschiede (12–13 %).

10. Relevanz für die konkrete Aussage

C-CHK-07.

11. Unabhängige Gegenbefunde

Rücknahme der Arsenverbindungen vom Markt.

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Gering.

13. Methodisches Gesamturteil

Stützt die historische Behauptung.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitätmoderat
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnissemoderat
Direkte Relevanzdirekt
Reproduzierbarkeitteilweise repliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzkonsistent
Regionale Übertragbarkeitniedrig
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)im Wesentlichen korrekt, aber unvollständig

14. Offene Fragen

Werte nach der Marktrücknahme.

15. Verknüpfte Faktenchecks

Verwendung durch das Tayebat-Archiv

Hinweis: Laut Archiv wurden die Studien von den Archivbetreibern zusammengestellt. Ob Dr. Elawady selbst diese Studie angeführt hat, ist nicht belegt.

Aussage des Archivs zur Studie

Im Literaturverzeichnis aufgeführt; Narrativ: NHANES 2017 brachte Geflügelverzehr mit messbar höherem Arsen im Urin in Verbindung.

A. Was wurde tatsächlich untersucht?

Geflügel und Arsen im Urin.

B. Was haben die Autorinnen und Autoren festgestellt?

12 % höheres Gesamtarsen.

C. Welche Schlussfolgerungen ziehen sie selbst?

Früherer Einsatz von Arsenverbindungen hat beigetragen.

D. Welche Aussage leitet das Archiv daraus ab?

Stützt das Arsen-Narrativ.

E. Ist diese Ableitung wissenschaftlich gerechtfertigt?

Im Wesentlichen korrekt; Effektgröße klein und historisch.

Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)
im Wesentlichen korrekt, aber unvollständig