Ein höherer Verzehr von Eiern (und Nahrungscholesterin) erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Gesamtsterblichkeit (je zusätzlichem halben Ei pro Tag: +6 % Herz-Kreislauf-Erkrankungen, +8 % Sterblichkeit).
Originalaussage
في JAMA 2019 ارتبط كل نصف بيضة إضافية يومياً بزيادة 6% في أمراض القلب و8% في الوفيات الكلية على 29615 شخصاً
wörtlich laut Quelle. Übersetzung durch das Projekt; maßgeblich ist der arabische Wortlaut.
Übersetzung
Ein höherer Verzehr von Eiern (und Nahrungscholesterin) erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Gesamtsterblichkeit (je zusätzlichem halben Ei pro Tag: +6 % Herz-Kreislauf-Erkrankungen, +8 % Sterblichkeit).
Herkunft
- Quellenstatus
- Archiv-Redaktion
- Zuschreibung
- Archivredaktion (nicht Elawady)
- Herkunft
- https://eltayebat.com/rule/industrial-eggs/
- Unsicherheit der Zuschreibung
- Text und Studienauswahl stammen von den Archivbetreibern; das Archiv gibt an, dass der Abschnitt zu verbotenen Lebensmitteln unabhängig von den Worten von Dr. Diaa dokumentiert ist.
- Behaupteter Wirkmechanismus
Nahrungscholesterin aus Eiern (und laut Archiv TMAO-Bildung, siehe C-EGG-05).
- Behaupteter gesundheitlicher Effekt
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gesamtsterblichkeit.
- Betroffene Bevölkerungsgruppe
Erwachsene (US-Kohorten in der zitierten Studie)
- Geografische Einschränkung durch Elawady
keine gefunden
Wissenschaftliche Bewertung
Überwiegend falsch – Die Aussage ist in wesentlichen Teilen nicht durch die Evidenz gedeckt oder stark übertrieben.
Evidenzsicherheit: niedrig – Weitere Forschung wird die Einschätzung wahrscheinlich deutlich beeinflussen.
1. Was wurde behauptet?
Das Archiv stellt die gepoolte US-Analyse aus JAMA 2019 als epidemiologischen Beleg dafür dar, dass Eier das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Sterblichkeit erhöhen.
2. Was ist daran nachweislich richtig?
Die JAMA-Studie von 2019 (A-EGG-12) berichtete genau diese Zusammenhänge (HR 1,06 für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und 1,08 für Sterblichkeit je halbem Ei/Tag). Randomisierte Studien zeigen, dass mehr Nahrungscholesterin das LDL-Cholesterin mäßig erhöht (etwa 1,9-4,6 mg/dL je zusätzlichen 100 mg/Tag, I-EGG-07). Die AHA stellt fest, dass Aufnahmemengen über dem derzeitigen Durchschnitt in den meisten Metaanalysen von Interventionsstudien mit höherem LDL verbunden sind.
3. Was ist falsch oder übertrieben?
Das Archiv verschweigt, dass in derselben JAMA-Studie der Zusammenhang mit Eiern nach Adjustierung für Nahrungscholesterin verschwand und dass umfangreichere Evidenz dem widerspricht: Die BMJ-Metaanalyse von 2020 (1,7 Millionen Teilnehmende) fand RR 0,98 (0,93-1,03) je Ei/Tag; PURE (etwa 177.000 Menschen, 50 Länder) fand keinen Zusammenhang von >=7 vs. <1 Ei/Woche mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Sterblichkeit; eine Metaanalyse von 33 Kohorten fand keinen Zusammenhang mit Gesamt- oder Herz-Kreislauf-Sterblichkeit; chinesische Daten (0,5 Millionen Erwachsene) zeigten bei täglichem Eierverzehr ein geringeres Herz-Kreislauf-Risiko. Relative Risiken von 6-8 % entsprechen kleinen absoluten Unterschieden (absolute Risikodifferenzen von 1,11 % und 1,93 % über die Nachbeobachtung in JAMA 2019).
4. Was bleibt ungeklärt?
Effekte hoher Aufnahmen (>1 Ei/Tag), Effekte bei Menschen mit Typ-2-Diabetes (mögliches höheres Risiko in einer gepoolten Analyse, I-EGG-01), ein mögliches Signal für Herzinsuffizienz (I-EGG-04) und für Krebssterblichkeit (I-EGG-05) bleiben unsicher; Beobachtungsstudien können Eier nicht vollständig von begleitenden Lebensmitteln trennen (z. B. verarbeitetes Fleisch beim Frühstück).
5. Welche Studien sprechen dafür?
A-EGG-12 (gepoolte US-Kohorten); I-EGG-07 (LDL-Anstieg in RCTs); I-EGG-06 (AHA zu LDL).
6. Welche Studien sprechen dagegen?
I-EGG-01, I-EGG-02, I-EGG-03, I-EGG-05; I-EGG-04 (gemischt: invers für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei moderater Aufnahme, positiv für Herzinsuffizienz).
7. Was gilt für Deutschland und Europa?
Europäische Kohorten in der BMJ-Metaanalyse von 2020 zeigten keinen Zusammenhang (RR 1,05; 0,92-1,19). Die AHA (USA) legt keinen numerischen Cholesteringrenzwert mehr fest, empfiehlt aber Ernährungsmuster, die von Natur aus cholesterinarm sind. [Die Position der deutschen DGE wurde für diese Prüfung nicht abgerufen.]
8. Was ist über Ägypten bekannt?
Ägyptische Kohortendaten wurden nicht geprüft. Asiatische und multinationale Daten (PURE, einschließlich Ländern mit mittlerem Einkommen) zeigen bei moderater Aufnahme kein erhöhtes Risiko.
9. Welche praktische Schlussfolgerung ist angemessen?
Für die meisten gesunden Erwachsenen ist bis etwa ein Ei pro Tag im Rahmen einer gesunden Ernährung nicht mit einem höheren Herz-Kreislauf-Risiko verbunden. Menschen mit hohem LDL oder Diabetes sollten der individuellen ärztlichen Empfehlung folgen.
Bewertungsdetails
- Begründung der Evidenzsicherheit
Die gesamte Evidenz zu harten Endpunkten stammt aus Beobachtungsstudien (GRADE beginnt bei niedrig). Mehrere große Metaanalysen zur Dosis-Wirkungs-Beziehung (mit teilweise überlappenden Primärstudien) und die multinationale PURE-Studie zeigen keinen Zusammenhang einer moderaten Aufnahme (bis etwa 1 Ei/Tag) mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Sterblichkeit, während eine gepoolte US-Analyse (die Studie des Archivs) einen positiven Zusammenhang zeigte. RCTs zeigen, dass Nahrungscholesterin das LDL mäßig erhöht. Die Gesamtrichtung ist konsistent genug, um die allgemeine Behauptung als überwiegend falsch einzustufen, doch die Evidenzsicherheit bleibt niedrig.
- Quellenqualität
Archivredaktion; zitiert eine echte, korrekt zusammengefasste, viel beachtete Studie (A-EGG-12), wählt sie aber aus einer größeren und überwiegend widersprechenden Evidenzbasis aus.
- Regionale Übertragbarkeit
Die positiven Zusammenhänge zeigen sich vor allem in US-Kohorten; europäische Kohorten zeigen keinen Zusammenhang und asiatische Kohorten einen inversen Zusammenhang (I-EGG-01).
- Individuelle Ausnahmen
Menschen mit Typ-2-Diabetes, familiärer Hypercholesterinämie oder hohem LDL kann ärztlich geraten werden, das Nahrungscholesterin zu begrenzen. Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes fand eine Metaanalyse ein möglicherweise höheres kardiovaskuläres Risiko (RR 1,25, 0,99–1,59 pro Ei/Tag; 1,40, 1,00–1,97 für hohe vs. niedrige Aufnahme, mit erheblicher Heterogenität), obwohl die US-Kohorten in derselben Arbeit in dieser Gruppe keinen Zusammenhang zeigten (HR 1,06) (I-EGG-01). Eine Metaanalyse deutete auf ein höheres Herzinsuffizienzrisiko bei 1 Ei/Tag oder mehr hin (geringe Evidenzsicherheit).
- Regionaler Geltungsanspruch
- allgemein (biologisch/medizinisch)
- Zuletzt überprüft
- 25. Oktober 2026 vorläufig
Einfach erklärt
Das Archiv zitiert eine echte US-Studie, die jedes zusätzliche halbe Ei pro Tag mit einem etwas höheren Herzrisiko in Verbindung brachte. Als Forschende aber viele Studien mit fast zwei Millionen Menschen zusammenfassten, fanden sie keinen Zusammenhang zwischen bis zu einem Ei pro Tag und Herzkrankheiten. Eine Studie in 50 Ländern kam zum gleichen Ergebnis. Eier erhöhen bei manchen Menschen das Blutcholesterin ein wenig; wer hohes Cholesterin oder Diabetes hat, sollte daher ärztlichen Rat einholen. Das Archiv stellt eine einzige Studie vor und lässt das größere Bild weg.
Studien zu dieser Behauptung
Studien, die die Behauptung unterstützen (2)
-
Eier, Cholesterin und Herzerkrankungen in sechs US-Kohorten
Zhong VW et al.. JAMA 2019 · PMID 30874756 · DOI 10.1001/jama.2019.1572Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft★ wichtige StudieMehr Eier oder mehr Nahrungscholesterin gingen mit etwas mehr Herzerkrankungen und Todesfällen einher. Der Zusammenhang mit Eiern verschwand, wenn die Cholesterinaufnahme berücksichtigt wurde.
Ein höherer Verzehr von Eiern (und Nahrungscholesterin) erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Gesamtsterblichkeit (je zusätzliches halbes Ei pro Tag: +6 % Herz-Kreislauf-Erkrankungen, +8 %
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Ja · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Hängen Nahrungscholesterin oder Eierverzehr mit neu auftretenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen und der Gesamtsterblichkeit zusammen?
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Gepoolte Analyse individueller Teilnehmerdaten aus 6 prospektiven US-Kohorten
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
29.615 Teilnehmende; 5.400 Herz-Kreislauf-Ereignisse; 6.132 Todesfälle; Erwachsene in den USA (Durchschnittsalter 51,6; 31,1 % Schwarze)
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Je 300 mg Cholesterin/Tag: Herz-Kreislauf-Erkrankungen HR 1,17 (1,09-1,26), ARD 3,24 %; Sterblichkeit HR 1,18 (1,10-1,26), ARD 4,43 %. Je halbes Ei/Tag: Herz-Kreislauf-Erkrankungen HR 1,06 (1,03-1,10), ARD 1,11 % (0,32-1,89); Sterblichkeit HR 1,08 (1,04-1,11), ARD 1,93 %. Nach Adjustierung für Nahrungscholesterin waren die Zusammenhänge mit Eiern nicht mehr signifikant (Herz-Kreislauf-Erkrankungen HR 0,99, 0,93-1,05; Sterblichkeit HR 1,03, 0,97-1,09).
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Cox-Modelle; HR und absolute Risikodifferenz (ARD)
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Die absoluten Unterschiede lagen bei etwa 1-2 Prozentpunkten über 17 Jahre.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Ernährung nur einmal zu Studienbeginn erfasst; Residual Confounding (verbleibende Störfaktoren); nur USA
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Stützt die Behauptung, steht aber im Widerspruch zu größeren Metaanalysen.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Mäßig; europäische Kohorten zeigen keinen Zusammenhang (I-EGG-01).
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Kann keine Kausalität beweisen.
-
Nahrungscholesterin und LDL
Vincent MJ et al.. Am J Clin Nutr 2019 · PMID 30596814 · DOI 10.1093/ajcn/nqy273Metaanalyseunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüftMehr Nahrungscholesterin erhöht das LDL-Cholesterin mäßig.
Eine höhere Aufnahme von Eiern (und Nahrungscholesterin) erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Gesamtsterblichkeit (je zusätzliches halbes Ei pro Tag: +6 % CVD, +8 %
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Dosis-Wirkungs-Beziehung von Nahrungscholesterin auf LDL und HDL
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Bayes'sche Metaregression randomisierter Ernährungsinterventionsstudien
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
55 Studien; 2.652 Probandinnen und Probanden; Studienteilnehmende
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
+100 mg/d Cholesterin: LDL +1,90 (linear), +4,46 (MM), +4,58 (Hill) mg/dL.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Lineare, Michaelis-Menten- und Hill-Modelle
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Am wichtigsten für Menschen mit hohem LDL.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Surrogat-Endpunkt
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Stützt einen Mechanismus, nicht die Endpunkte.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Hoch.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Kann keinen Effekt auf Herzkrankheiten zeigen.
In dieser Gruppe ist keine Studie als besonders wichtig markiert.
Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken (4)
-
Eier und Herzkrankheiten: 1,7 Millionen Menschen
Drouin-Chartier JP et al.. BMJ 2020 · PMID 32132002 · DOI 10.1136/bmj.m513Metaanalyseunabhängige GegenprüfungVolltext geprüft★ wichtige StudieBis zu ein Ei am Tag war nicht mit Herzkrankheiten oder Schlaganfall verbunden.
Eine höhere Aufnahme von Eiern (und Nahrungscholesterin) erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Gesamtsterblichkeit (je zusätzliches halbes Ei pro Tag: +6 % CVD, +8 %
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Ist der Eierverzehr mit dem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden?
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Drei prospektive US-Kohorten (NHS, NHS II, HPFS) sowie systematischer Review und Dosis-Wirkungs-Metaanalyse prospektiver Kohorten (PROSPERO CRD42019129650)
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
215.618 Kohortenteilnehmende (14.806 CVD-Ereignisse); Metaanalyse mit 33 Schätzwerten, 1.720.108 Teilnehmenden, 139.195 CVD-Ereignissen; US-Frauen und -Männer ohne Herz-Kreislauf-Erkrankung, Diabetes und Krebs; Metaanalyse weltweiter Kohorten
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Kohorten: ein Ei pro Tag oder mehr vs. <1 pro Monat HR 0,93 (0,82–1,05). Metaanalyse pro Ei/Tag: Herz-Kreislauf-Erkrankungen 0,98 (0,93–1,03); Asien 0,92; bei Menschen mit Typ-2-Diabetes möglicherweise höheres Risiko (1,25, 0,99–1,59).
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Gepoolte Cox-Modelle; Random-Effects-Metaanalyse
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Für die meisten Menschen ist ein Ei am Tag nicht mit einem Herzrisiko verbunden.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Beobachtungsdaten; Eieresser hatten ungünstigere Gesundheitsprofile (Residual Confounding möglich); Heterogenität; wenige Menschen über einem Ei pro Tag; ein mögliches höheres Risiko bei Typ-2-Diabetes ist unsicher.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht der Behauptung im Archiv.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Europäische Kohorten: kein Zusammenhang.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Kann nicht beweisen, dass bei hoher Aufnahme oder bei Menschen mit Typ-2-Diabetes keinerlei Effekt besteht.
-
Eier, Cholesterin und Herzkrankheiten in 50 Ländern
Dehghan M et al.. Am J Clin Nutr 2020 · PMID 31965140 · DOI 10.1093/ajcn/nqz348Kohortenstudieunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft★ wichtige StudieEin Ei am Tag war nicht mit den Cholesterinwerten, Herzkrankheiten oder Todesfällen verbunden.
Eine höhere Aufnahme von Eiern (und Nahrungscholesterin) erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Gesamtsterblichkeit (je zusätzliches halbes Ei pro Tag: +6 % CVD, +8 %
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Ist der Eierverzehr über Einkommensniveaus hinweg mit Blutfetten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Sterblichkeit verbunden?
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Prospektive Kohortenanalysen von PURE und von Patientinnen und Patienten der Studien ONTARGET/TRANSCEND
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
146.011 (PURE) + 31.544 (Studien); PURE-Allgemeinbevölkerung (21 Länder) und Patientinnen und Patienten mit Gefäßerkrankungen (ONTARGET/TRANSCEND)
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
PURE >=7 vs. <1 Ei/Woche: kombinierter Endpunkt HR 0,96 (0,89–1,04); Sterblichkeit 1,04 (0,94–1,15); schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen 0,92 (0,83–1,01); kein Zusammenhang mit Blutfetten. ONTARGET/TRANSCEND ähnlich (kombinierter Endpunkt 0,97, 0,76–1,25).
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Cox-Frailty-Modelle
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Ein moderater Eierverzehr scheint weltweit neutral zu sein.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Nur ein FFQ; Wenige Personen mit sehr hohem Verzehr
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Umfasst europäische Länder.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Kleine Effekte lassen sich nicht ausschließen.
-
Eier und Herzkrankheiten bei 0,5 Millionen chinesischen Erwachsenen
Qin C et al.. Heart 2018 · PMID 29785957 · DOI 10.1136/heartjnl-2017-312651Kohortenstudieunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüftWer täglich Eier aß, hatte ein geringeres Risiko für Herzkrankheiten und Schlaganfall.
Eine höhere Aufnahme von Eiern (und Nahrungscholesterin) erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Gesamtsterblichkeit (je zusätzliches halbes Ei pro Tag: +6 % CVD, +8 %
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Ist der Eierverzehr bei chinesischen Erwachsenen mit Untertypen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden?
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Prospektive Kohortenstudie (China Kadoorie Biobank)
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
461.213 Teilnehmende; 83.977 CVD-Fälle; 9.985 CVD-Todesfälle; Erwachsene von 30–79 Jahren aus 10 Regionen, ohne Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankung, Diabetes
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Täglicher Verzehr vs. kein Verzehr: CVD HR 0,89 (0,87–0,92); IHD 0,88; MCE 0,86; hämorrhagischer Schlaganfall 0,74; ischämischer Schlaganfall 0,90; 18 % weniger CVD-Todesfälle.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Stratifizierte Cox-HR
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Kein Hinweis auf Schaden bei moderatem Verzehr.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Geringe Spannweite der Verzehrmengen; Umgekehrte Kausalität möglich
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Mittel.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Kann keinen Nutzen beweisen.
-
Eier und Sterberisiko: 2,2 Millionen Menschen
Mousavi SM et al.. Adv Nutr 2022 · PMID 35396834 · DOI 10.1093/advances/nmac040Metaanalyseunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft★ wichtige StudieEierverzehr war nicht mit Todesfällen insgesamt oder durch Herzkrankheiten verbunden; ein kleiner Zusammenhang mit Krebstodesfällen wurde gefunden.
Eine höhere Aufnahme von Eiern (und Nahrungscholesterin) erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Gesamtsterblichkeit (je zusätzliches halbes Ei pro Tag: +6 % CVD, +8 %
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Ist der Eierverzehr mit der Gesamtsterblichkeit und ursachenspezifischer Sterblichkeit verbunden?
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Systematischer Review und Dosis-Wirkungs-Metaanalyse von 33 Kohorten
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
2.216.720 Teilnehmende; 232.408 Todesfälle; Allgemeinbevölkerung
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Höchste vs. niedrigste Kategorie: Gesamtsterblichkeit RR 1,02 (0,94–1,11); CVD 1,04 (0,87–1,23); KHK 0,98; Schlaganfall 0,81 (0,64–1,02); Krebssterblichkeit 1,20 (1,04–1,39). Pro Ei/Woche: +2 % Gesamtsterblichkeit, +4 % Krebssterblichkeit, −4 % Schlaganfallsterblichkeit (linear). Sicherheit niedrig bis mittel.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Random-Effects-Modell
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Bis zu ein Ei am Tag scheint mit einer gesunden Ernährung vereinbar zu sein.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Überschneidung mit anderen Metaanalysen; Heterogenität
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht überwiegend; weist auf Unsicherheit hin.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Hoch.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Kann nicht beweisen, dass Eier Krebstodesfälle verursachen.
In dieser Gruppe ist keine Studie als besonders wichtig markiert.
Studien mit gemischten oder unklaren Ergebnissen (2)
-
Eier und Herzkrankheiten: Dosis-Wirkungs-Review
Godos J et al.. Eur J Nutr 2021 · PMID 32865658 · DOI 10.1007/s00394-020-02345-7Metaanalyseunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüftModerater Eierverzehr war nicht mit mehr Herzkrankheiten verbunden; bei 1 oder mehr Eiern pro Tag möglicherweise höheres Risiko für Herzschwäche.
Eine höhere Aufnahme von Eiern (und Nahrungscholesterin) erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Gesamtsterblichkeit (je zusätzliches halbes Ei pro Tag: +6 % CVD, +8 %
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Ist der Eierverzehr mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, KHK, Schlaganfall und Herzinsuffizienz verbunden?
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Dosis-Wirkungs-Metaanalyse prospektiver Kohortenstudien mit GRADE
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
~2 Millionen; 85.053 KHK-, 25.103 Schlaganfall-, 7.536 HF-, 147.124 CVD-Fälle; 39 Studien, ~2 Millionen Personen
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
4 Eier/Woche: CVD SRR 0,95 (0,90–1,00); bis zu 1 Ei/Tag CVD-Inzidenz 0,94 (0,89–0,99); KHK verringert bis zu 2 Eiern/Woche; Schlaganfall kein Zusammenhang; Herzinsuffizienz bei 1 Ei/Tag SRR 1,15 (1,02–1,30). GRADE niedrig für alle Endpunkte außer Schlaganfall (mittel).
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Random-Effects-Dosis-Wirkungs-Analyse
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Maßhalten scheint unproblematisch; sehr hoher Verzehr ist unsicher.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Überschneidung mit anderen Metaanalysen; Niedrige Sicherheit
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht überwiegend, mit einer Einschränkung.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Hoch.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Evidenz mit niedriger Sicherheit.
-
AHA zum Nahrungscholesterin
Carson JAS et al.. Circulation 2020 · PMID 31838890 · DOI 10.1161/CIR.0000000000000743Leitlinie / Stellungnahmeunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft★ wichtige StudieStudien zeigen keinen klaren Zusammenhang zwischen Nahrungscholesterin und Herzkrankheiten, aber hohe Mengen können das LDL erhöhen; entscheidend ist die Ernährung insgesamt.
Eine höhere Aufnahme von Eiern (und Nahrungscholesterin) erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Gesamtsterblichkeit (je zusätzliches halbes Ei pro Tag: +6 % CVD, +8 %
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Welche Bedeutung haben Empfehlungen zum Nahrungscholesterin für die Herzgesundheit?
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Wissenschaftliche Stellungnahme (Science Advisory) auf Grundlage einer Übersicht über Humanstudien
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
Nicht zutreffend; Allgemeinbevölkerung
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Beobachtungsstudien weisen im Allgemeinen nicht auf einen signifikanten Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin; die meisten Metaanalysen von Interventionsstudien bringen Aufnahmemengen über dem derzeitigen Durchschnitt mit höherem Gesamt-/LDL-Cholesterin in Verbindung; Empfehlungen sollten sich auf gesunde Ernährungsmuster konzentrieren.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Nicht zutreffend
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Das gesamte Ernährungsmuster zählt mehr als das Zählen von Cholesterin.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Kein formaler systematischer Review
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Stützt die Behauptung teilweise (LDL), schränkt sie aber überwiegend ein.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
US-Fachgesellschaft; EU-Stellen legen ähnlich keine Zahlengrenzwerte fest [EFSA nicht abgerufen].
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Keine quantitative Analyse.
In dieser Gruppe ist keine Studie als besonders wichtig markiert.
Regionale Einordnung
Deutschland / EU
Europäische Kohorten in der BMJ-Metaanalyse von 2020 zeigten keinen Zusammenhang (RR 1,05; 0,92-1,19). Die AHA (USA) legt keinen numerischen Cholesteringrenzwert mehr fest, empfiehlt aber Ernährungsmuster, die von Natur aus cholesterinarm sind. [Die Position der deutschen DGE wurde für diese Prüfung nicht abgerufen.]
Ägypten
Ägyptische Kohortendaten wurden nicht geprüft. Asiatische und multinationale Daten (PURE, einschließlich Ländern mit mittlerem Einkommen) zeigen bei moderater Aufnahme kein erhöhtes Risiko.
- Antibiotika-(Tierarzneimittel-)Rückstände in Geflügelfleisch und Eiern
- Einsatz antimikrobieller Mittel bei Lebensmittel liefernden Tieren und antibiotische Leistungsförderer
- Salmonellen bei Legehennen, in Eiern und bei Masthähnchen
- Dioxine, PCB und PFAS in Eiern und anderen tierischen Lebensmitteln
- Einfuhrkontrollen und die Bedeutung von RASFF-Meldungen zu ägyptischen Erzeugnissen
Was gilt in meinem Land?
Allgemeine wissenschaftliche Bewertung
Überwiegend falsch Ein moderater Eierverzehr ist in den meisten großen Studien nicht mit mehr Herzkrankheiten oder Todesfällen verbunden; die einzelne Studie des Archivs bildet die Gesamtevidenz nicht ab.
Für diese Aussage sind folgende Bereiche der Lebensmittelsicherheit relevant:
- Tierarzneimittel und Antibiotika
- Schadstoffe (Schwermetalle, PFAS, PCB, Dioxine, Nitrat)
- Krankheitserreger (Salmonellen, Campylobacter u. a.)
- Tierhaltung und Futtermittel
- Kontrollen, Importe, Rückrufe, Kennzeichnung
Eier
Wählen Sie ein Land, um die geprüften Informationen dafür zu sehen.
Aussagegrenzen: Rechtliche Regeln beschreiben, was erlaubt ist, nicht, was jedes einzelne Lebensmittel enthält. Messdaten stammen aus Stichproben und sind nur mit ihren Methodenangaben aussagekräftig.
Quellenverzeichnis
- Associations of Dietary Cholesterol or Egg Consumption With Incident Cardiovascular Disease and Mortality.. Zhong VW et al.. JAMA 2019 · PMID 30874756 · DOI 10.1001/jama.2019.1572
- Meta-regression analysis of the effects of dietary cholesterol intake on LDL and HDL cholesterol.. Vincent MJ et al.. Am J Clin Nutr 2019 · PMID 30596814 · DOI 10.1093/ajcn/nqy273
- Egg consumption and risk of cardiovascular disease: three large prospective US cohort studies, systematic review, and updated meta-analysis.. Drouin-Chartier JP et al.. BMJ 2020 · PMID 32132002 · DOI 10.1136/bmj.m513
- Association of egg intake with blood lipids, cardiovascular disease, and mortality in 177,000 people in 50 countries.. Dehghan M et al.. Am J Clin Nutr 2020 · PMID 31965140 · DOI 10.1093/ajcn/nqz348
- Associations of egg consumption with cardiovascular disease in a cohort study of 0.5 million Chinese adults.. Qin C et al.. Heart 2018 · PMID 29785957 · DOI 10.1136/heartjnl-2017-312651
- Egg Consumption and Risk of All-Cause and Cause-Specific Mortality: A Systematic Review and Dose-Response Meta-analysis of Prospective Studies.. Mousavi SM et al.. Adv Nutr 2022 · PMID 35396834 · DOI 10.1093/advances/nmac040
- Egg consumption and cardiovascular risk: a dose-response meta-analysis of prospective cohort studies.. Godos J et al.. Eur J Nutr 2021 · PMID 32865658 · DOI 10.1007/s00394-020-02345-7
- Dietary Cholesterol and Cardiovascular Risk: A Science Advisory From the American Heart Association.. Carson JAS et al.. Circulation 2020 · PMID 31838890 · DOI 10.1161/CIR.0000000000000743