Insulin glargin erhöht das Krebsrisiko dosisabhängig (und eine Langzeitanwendung erhöht Brustkrebs).
Originalaussage
وفي تحليل Hemkens الألماني على 127 ألف مريض، رفع جلارجين خطر السرطان بشكل يتناسب مع الجرعة.
wörtlich laut Quelle. Übersetzung durch das Projekt; maßgeblich ist der arabische Wortlaut.
Übersetzung
Insulin glargin erhöht das Krebsrisiko dosisabhängig (und eine Langzeitanwendung erhöht Brustkrebs).
Herkunft
- Quellenstatus
- Archiv-Redaktion
- Zuschreibung
- Archivredaktion (nicht Elawady)
- Herkunft
- https://eltayebat.com/rule/insulin-injections/
- Unsicherheit der Zuschreibung
- Redaktionelle Darstellung und Studienauswahl der Archivbetreiber.
- Behaupteter Wirkmechanismus
Mitogene (wachstumsfördernde) Eigenschaften von Glargin über den IGF-1-Rezeptor.
- Behaupteter gesundheitlicher Effekt
Krebs, Brustkrebs
- Betroffene Bevölkerungsgruppe
Insulinbehandelter Diabetes
- Geografische Einschränkung durch Elawady
keine gefunden
Wissenschaftliche Bewertung
Überwiegend falsch – Die Aussage ist in wesentlichen Teilen nicht durch die Evidenz gedeckt oder stark übertrieben.
Evidenzsicherheit: moderat – Weitere Forschung könnte die Einschätzung noch beeinflussen.
1. Was wurde behauptet?
Glargin verursacht dosisabhängig Krebs.
2. Was ist daran nachweislich richtig?
Hemkens et al. (127.031 deutsche Patientinnen und Patienten, mittlere Nachbeobachtung 1,63 Jahre) fanden nach Dosisadjustierung HR 1,09/1,19/1,31 für 10/30/50 IE/Tag Glargin vs. Humaninsulin (A-INS-04); dies löste 2009 behördliche Überprüfungen aus. Jonasson et al. fanden ein höheres Brustkrebs-RR (1,99) bei Frauen, die nur Glargin verwendeten (A-INS-05); Suissa et al. fanden einen möglichen Anstieg nach >5 Jahren bei Frauen, die zuvor Insulin erhalten hatten (HR 2,7, basierend auf 10 Fällen) (A-INS-06). Diese Signale sind real, aber hypothesengenerierend.
3. Was ist falsch oder übertrieben?
Bei Hemkens et al. war die rohe Krebsinzidenz mit Glargin niedriger (2,14 vs. 2,50 pro 100 Personenjahre; nicht adjustierte HR 0,85); der Überschuss zeigte sich erst nach Modellierung mit einer auf die Risikozeit bezogenen Dosis, konzentrierte sich auf Anwenderinnen und Anwender von >40 IE/Tag, und eine höhere Dosis war bei allen Insulintypen mit Krebs verbunden; die Autorinnen und Autoren geben an, dass Kausalität nicht gezeigt werden kann (A-INS-04). Jonasson et al. fanden keinen Anstieg für alle bösartigen Tumoren (RR 1,07, 0,91–1,27); das Brustkrebssignal (25 Fälle) fehlte bei Anwenderinnen von Glargin plus anderen Insulinen, zeigte keinen Dosistrend, und die Autorinnen und Autoren vermuten Zufall (A-INS-05). Suissa et al. fanden insgesamt keinen Anstieg (HR 1,0, 0,7–1,4) und keinen in den ersten 5 Jahren (HR 0,9), ohne Dosisdaten (A-INS-06). Die randomisierte ORIGIN-Studie fand keinen Unterschied bei Krebs (HR 1,00) (A-INS-07) und in ihrer Krebs-Teilstudie identische Inzidenz, Krebssterblichkeit und lokalisationsspezifische Krebserkrankungen (I-INS-05). Eine Metaanalyse fand mit Glargin eine geringere Odds für Krebs (OR 0,81) und keinen Anstieg von Brustkrebs (OR 0,99), bei Evidenz sehr geringer Qualität (I-INS-06).
4. Was bleibt ungeklärt?
Zum sehr langfristigen (>10 Jahre) Brustkrebsrisiko gibt es nur begrenzte Daten. Die Metaanalyse I-INS-06 umfasste überwiegend 1,3–4 Jahre Nachbeobachtung und führte keine Dosis-Wirkungs- oder Daueranalyse durch; ihre Autorinnen und Autoren geben an, dass ein erhöhtes Brustkrebsrisiko nicht ausgeschlossen werden kann. Die dosisabhängigen und langfristigen Brustkrebsteile der Behauptung werden daher hauptsächlich durch ORIGIN (6,2 Jahre) geprüft.
5. Welche Studien sprechen dafür?
Keine Studie stützt die Behauptung eindeutig. Gemischt: A-INS-04 (modellabhängiges Dosissignal), A-INS-05 (Brustkrebssignal in einer Untergruppe, insgesamt null), A-INS-06 (langfristiges Untergruppensignal, insgesamt null).
6. Welche Studien sprechen dagegen?
A-INS-07, I-INS-05, I-INS-06 (Krebs insgesamt; prüft weder Dosis noch Dauer).
7. Was gilt für Deutschland und Europa?
Das Signal stammte aus deutschen Daten (AOK) und wurde 2009 von europäischen Behörden geprüft (Stellungnahme der EMA in dieser Prüfung nicht abgerufen; verified: false). Glargin bleibt in der EU zugelassen.
8. Was ist über Ägypten bekannt?
Ägypten hat eine der höchsten Diabetesprävalenzen der Region; dieselben Wirkstoffklassen und Insuline werden verwendet. Zugangshürden und Kosten können Ratschläge, Medikamente abzusetzen, attraktiv machen, was das praktische Risiko dieser Behauptung erhöht. Keine ägyptenspezifische Evidenz ändert die Bewertung.
9. Welche praktische Schlussfolgerung ist angemessen?
Der Glargin-Krebs-Alarm von 2009 wurde durch randomisierte Evidenz nicht bestätigt. Wer Glargin nutzt, sollte es nicht aus Angst vor Krebs absetzen.
Bewertungsdetails
- Begründung der Evidenzsicherheit
Das Signal aus Beobachtungsdaten von 2009 (Hemkens) war real, aber inkonsistent (schwedische und britische Daten zeigten insgesamt keinen Anstieg); die anschließende randomisierte ORIGIN-Krebsanalyse (12.537 Personen, 953 Krebsereignisse, 6,2 Jahre) fand eine identische Krebsinzidenz (1,32 vs. 1,32 pro 100 Personenjahre), und eine Metaanalyse von 11 Studien stützte keinen Zusammenhang (sehr niedrige Qualität). Mittlere statt hoher Evidenzsicherheit, weil die Frage nach Brustkrebs bei sehr langer Anwendung nicht vollständig geklärt ist.
- Quellenqualität
Redaktioneller Text des Archivs, der eine deutsche Krankenkassenkohorte zitiert.
- Regionale Übertragbarkeit
Deutsche, schwedische, britische Daten; direkt relevant für Europa.
- Regionaler Geltungsanspruch
- allgemein (biologisch/medizinisch)
- Zuletzt überprüft
- 25. Oktober 2026 vorläufig
Einfach erklärt
2009 deutete eine deutsche Datenbankstudie darauf hin, dass das lang wirksame Insulin Glargin das Krebsrisiko erhöhen könnte. Andere Studien fanden das nicht. Eine große randomisierte Studie, die über 12.000 Menschen sechs Jahre lang begleitete, fand mit und ohne Glargin genau dieselbe Krebsrate. Der frühe Alarm hat sich daher nicht bestätigt.
Studien zu dieser Behauptung
Studien, die die Behauptung unterstützen (0)
Keine Studien in dieser Gruppe.
Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken (3)
-
Langfristige Gabe von Insulin glargin bei frühem Diabetes (ORIGIN)
ORIGIN Trial Investigators; Gerstein HC et al.. N Engl J Med 2012 · PMID 22686416 · DOI 10.1056/NEJMoa1203858Randomisierte kontrollierte Studievom Tayebat-Archiv zitiertVolltext geprüft★ wichtige StudieÜber sechs Jahre veränderte Insulin die Zahl der Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Krebserkrankungen nicht. Es führte aber zu mehr Unterzuckerungen und 2 kg Gewichtsunterschied.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Senkt Basalinsulin glargin mit dem Ziel eines normalen Nüchternblutzuckers kardiovaskuläre Ereignisse bei Dysglykämie?
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Internationale multizentrische RCT, 2x2-faktoriell (ORIGIN)
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
12.537; Kardiovaskuläre Risikofaktoren plus gestörte Nüchternglukose (IFG), gestörte Glukosetoleranz (IGT) oder Typ-2-Diabetes; mittleres Alter 63,5 Jahre
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Neutrale Ergebnisse für Herz-Kreislauf und Krebs; mehr Unterzuckerungen, leichte Gewichtszunahme.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
HR 1,02 kardiovaskulär; HR 1,00 Krebs
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Insulin selbst verursachte in dieser großen Studie weder Herzerkrankungen noch Krebs.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Offen (open-label); vom Hersteller von Glargin finanziert; Population mit frühem Diabetes und moderaten Dosen (~28 Einheiten/Tag bei 70 kg).
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Zentrale randomisierte Evidenz gegen C-INS-03, C-INS-05, C-INS-06; stützt Nebenwirkungen wie Unterzuckerung/Gewichtszunahme.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Multinationale/US-/britische/europäische Daten; direkt auf die klinische Praxis in Deutschland/der EU übertragbar.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Die Sicherheit bei sehr hohen Dosen in späten Stadien des Typ-2-Diabetes.
-
Glargin und Krebs in einer randomisierten Studie
Bordeleau L et al.. Diabetes Care 2014 · PMID 24574355 · DOI 10.2337/dc13-1468Randomisierte kontrollierte Studieunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft★ wichtige StudieDie Krebsraten waren mit Glargin und Standardversorgung identisch (jeweils 1,32 pro 100 Personenjahre).
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Wirkung von Glargin und n-3-Fettsäuren auf neu auftretende Krebserkrankungen
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Krebs-Substudie der faktoriellen 2x2-RCT ORIGIN
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
12.537 (953 Krebsereignisse); Dysglykämie mit hohem kardiovaskulärem Risiko, mittleres Alter 63,5
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Kein Unterschied bei irgendeinem Krebsendpunkt.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
1,32 vs. 1,32 pro 100 PJ
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Glargin erhöht Krebs innerhalb von 6 Jahren nicht.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Industriefinanzierung; 6 Jahre könnten für manche Krebsarten kurz sein
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Multinationale Studie mit europäischen Studienzentren oder direkt auf die Praxis in der EU übertragbar.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Effekte nach vielen Jahrzehnten.
-
Zusammengefasste Studien zu Glargin und Krebs
Tang X et al.. PLoS One 2012 · PMID 23284776 · DOI 10.1371/journal.pone.0051814Metaanalyseunabhängige GegenprüfungVolltext geprüftGlargin war nicht mit mehr Krebs verbunden, auch nicht mit Brustkrebs.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: niedrig · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Insulin glargin und Krebsinzidenz
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Metaanalyse von Beobachtungsstudien und RCTs mit GRADE
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
11 Studien; 448.928 Personen; Patientinnen und Patienten mit Diabetes
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
OR 0,81 für jede Krebsart.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
OR 0,81 (0,68–0,98)
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Kein Anstieg von Krebs.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Überwiegend kurzfristige Beobachtungsdaten; sehr hohe Heterogenität; keine Bewertung der Studienqualität; Dosis und Langzeitanwendung nicht analysiert; sehr niedrige Evidenzsicherheit.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht C-INS-06.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Umfasst europäische Kohorten.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Dass Glargin vor Krebs schützt, oder irgendetwas über ein dosisabhängiges oder langfristiges (>5 Jahre) Brustkrebsrisiko.
In dieser Gruppe ist keine Studie als besonders wichtig markiert.
Studien mit gemischten oder unklaren Ergebnissen (4)
-
Übersichtsarbeit: Adipositas und Krebs
Calle EE et al.. Nat Rev Cancer 2004 · PMID 15286738 · DOI 10.1038/nrc1408Narrativer Übersichtsartikelvom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüftNicht bewertet (kein Abstract verfügbar).
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Unklar · Methodische Qualität: niedrig · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Epidemiologie und Mechanismen, die Übergewicht/Adipositas und Krebs verbinden
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Narrativer Übersichtsartikel (kein Abstract in PubMed; nicht gelesen)
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
nicht zutreffend; nicht zutreffend
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Nicht bewertet.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
nicht zutreffend
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Nicht bewertbar.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Narrativer Übersichtsartikel; Nicht gelesen
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Indirekter Hintergrund für C-INS-06.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
nicht zutreffend
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Irgendetwas über Insulinspritzen.
-
Deutsche Krankenkassenstudie zu Glargin und Krebs
Hemkens LG et al.. Diabetologia 2009 · PMID 19565214 · DOI 10.1007/s00125-009-1418-4Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertVolltext geprüft★ wichtige StudieOhne Adjustierung hatten Glargin-Anwendende sogar etwas weniger Krebserkrankungen. Erst nach einer statistischen Anpassung an die Dosis sah Glargin etwas schlechter aus. Die Nachbeobachtung dauerte weniger als 2 Jahre.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: niedrig · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Krebs- und Sterberisiko unter Humaninsulin vs. Insulinanaloga
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Retrospektive Kohortenstudie auf Basis von Abrechnungsdaten der gesetzlichen Krankenversicherung (AOK)
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
127.031; Patientinnen und Patienten, die eine Insulin-Monotherapie beginnen, ohne bekannte Krebserkrankung
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Dosisadjustierte Krebs-HR bis 1,31 für Glargin; kein Anstieg bei anderen Analoga.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Rohe Inzidenz 2,14 (Glargin) vs. 2,50 (Humaninsulin) pro 100 Patientenjahre; dosisadjustierte HR 1,09–1,31.
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Ein frühes Warnsignal, das spätere Studien nicht bestätigt haben.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Nachbeobachtung etwa 1,6 Jahre; das Ergebnis kehrt sich durch die Dosisadjustierung um; Dosis über die Zeit unter Risiko berechnet; keine Daten zu BMI, Rauchen, Diabetesdauer; Gruppen klinisch unterschiedlich.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Hauptstütze für C-INS-06.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Deutsche Daten; direkt relevant.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Dass Glargin Krebs verursacht.
-
Schwedische Studie zu Glargin und Krebs
Jonasson JM et al.. Diabetologia 2009 · PMID 19588120 · DOI 10.1007/s00125-009-1444-2Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertVolltext geprüftDie Krebsraten insgesamt waren gleich. Frauen, die nur Glargin anwendeten, hatten mehr Brustkrebs (25 Fälle). Laut den Autorinnen und Autoren kann das Zufall sein.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Kurzfristige Krebsinzidenz bei Glargin-Nutzenden (von der EASD angefordert)
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Landesweite registerbasierte Kohortenstudie
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
114.841; Insulinnutzende in Schweden
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Jeglicher Krebs RR 1,07 (n. s.); Brust RR 1,99 bei Nutzerinnen von ausschließlich Glargin.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Alle Krebsarten RR 1,07 (0,91–1,27); Brustkrebs RR 1,99 bei Frauen mit Glargin allein (5,0 vs. 2,6 pro 1.000 Personenjahre).
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Kein klares Krebsrisiko insgesamt.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Nur 2 Jahre Nachbeobachtung; das Brustkrebs-Signal beruht auf 25 Fällen in einem von vielen Vergleichen; keine Dosis-Wirkungs-Beziehung; viele fehlende Daten zu BMI/Rauchen.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Schränkt C-INS-06 ein (insgesamt kein Effekt).
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Schwedische Daten; direkt relevant.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Kausalität.
-
Glargin und Brustkrebs bei Frauen im Vereinigten Königreich
Suissa S et al.. Diabetologia 2011 · PMID 21614572 · DOI 10.1007/s00125-011-2190-9Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertVolltext geprüftIn den ersten fünf Jahren kein Anstieg von Brustkrebs. Später möglicherweise ein Anstieg in einer Untergruppe.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Langfristige Glargin-Anwendung und Brustkrebs
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Gematchte Kohorte in der britischen GPRD
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
15.227 (4.579 Glargin); Frauen >=40 Jahre mit Typ-2-Diabetes unter Insulin
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Gesamt-HR 1,0; kein Anstieg in den ersten 5 Jahren; HR 2,7 nach >5 Jahren nur bei Frauen, die schon vor Glargin Insulin anwendeten (10 Fälle).
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Gesamt-HR 1,0 (0,7–1,4); erste 5 Jahre HR 0,9 (0,7–1,3).
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Eine mögliche Langzeitfrage, nicht belegt.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Langzeitsignal beruht auf 10 Fällen in einer Subgruppe; Zufall möglich; keine Dosisdaten; einige Unterschiede zu Studienbeginn (z. B. Anwendung einer Hormonersatztherapie).
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Gemischt für C-INS-06.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Britische Daten.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Kausalität.
In dieser Gruppe ist keine Studie als besonders wichtig markiert.
Regionale Einordnung
Deutschland / EU
Das Signal stammte aus deutschen Daten (AOK) und wurde 2009 von europäischen Behörden geprüft (Stellungnahme der EMA in dieser Prüfung nicht abgerufen; verified: false). Glargin bleibt in der EU zugelassen.
Ägypten
Ägypten hat eine der höchsten Diabetesprävalenzen der Region; dieselben Wirkstoffklassen und Insuline werden verwendet. Zugangshürden und Kosten können Ratschläge, Medikamente abzusetzen, attraktiv machen, was das praktische Risiko dieser Behauptung erhöht. Keine ägyptenspezifische Evidenz ändert die Bewertung.
Was gilt in meinem Land?
Allgemeine wissenschaftliche Bewertung
Überwiegend falsch Ein frühes Krebssignal für Glargin aus Beobachtungsdaten wurde durch eine große randomisierte Studie nicht bestätigt.
Diese Aussage betrifft biologische oder medizinische Zusammenhänge. Die wissenschaftliche Bewertung oben gilt unabhängig vom Land; länderspezifische Lebensmitteldaten ändern sie nicht.
Quellenverzeichnis
- Basal insulin and cardiovascular and other outcomes in dysglycemia.. ORIGIN Trial Investigators; Gerstein HC et al.. N Engl J Med 2012 · PMID 22686416 · DOI 10.1056/NEJMoa1203858
- The association of basal insulin glargine and/or n-3 fatty acids with incident cancers in patients with dysglycemia.. Bordeleau L et al.. Diabetes Care 2014 · PMID 24574355 · DOI 10.2337/dc13-1468
- Insulin glargine and cancer risk in patients with diabetes: a meta-analysis.. Tang X et al.. PLoS One 2012 · PMID 23284776 · DOI 10.1371/journal.pone.0051814
- Overweight, obesity and cancer: epidemiological evidence and proposed mechanisms.. Calle EE et al.. Nat Rev Cancer 2004 · PMID 15286738 · DOI 10.1038/nrc1408
- Risk of malignancies in patients with diabetes treated with human insulin or insulin analogues: a cohort study.. Hemkens LG et al.. Diabetologia 2009 · PMID 19565214 · DOI 10.1007/s00125-009-1418-4
- Insulin glargine use and short-term incidence of malignancies-a population-based follow-up study in Sweden.. Jonasson JM et al.. Diabetologia 2009 · PMID 19588120 · DOI 10.1007/s00125-009-1444-2
- Long-term effects of insulin glargine on the risk of breast cancer.. Suissa S et al.. Diabetologia 2011 · PMID 21614572 · DOI 10.1007/s00125-011-2190-9