Steigender Blutzucker und Aceton (Ketone) beim Fasten sind ein Beleg dafür, dass die Leber richtig arbeitet, und keine Gefahr; hoher Blutzucker plus Aceton ist kein Insulinmangel.
Originalaussage
ارتفاع السكر والأسيتون في الصيام، بنظره، دليل عمل الكبد لا خطر.
wörtlich laut Quelle. Übersetzung durch das Projekt; maßgeblich ist der arabische Wortlaut.
Übersetzung
Steigender Blutzucker und Aceton (Ketone) beim Fasten sind ein Beleg dafür, dass die Leber richtig arbeitet, und keine Gefahr; hoher Blutzucker plus Aceton ist kein Insulinmangel.
Herkunft
- Quellenstatus
- Archiv-Redaktion
- Zuschreibung
- Archivredaktion fasst Elawadys Sicht zusammen (Zusammenfassung auf der Startseite; nicht der Zitatkasten)
- Herkunft
- https://eltayebat.com/
- Unsicherheit der Zuschreibung
- Von den Archivbetreibern verfasste Zusammenfassung auf der Startseite, die Elawadys Ansichten beschreibt; verweist teilweise auf sein Video zur „Darstellung der Theorie“ (aEbRfVSJIOw), sonst keine Videoangabe.
- Behaupteter Wirkmechanismus
Glukose und Ketone sind Leberprodukte, die unter Stresshormonen gebildet werden; ihr Anstieg zeigt intakte Lebermitochondrien.
- Behaupteter gesundheitlicher Effekt
Beruhigung in Bezug auf hohen Blutzucker und Ketone
- Betroffene Bevölkerungsgruppe
Alle, einschließlich Menschen mit Diabetes
- Geografische Einschränkung durch Elawady
keine gefunden
Abweichende Quellenvarianten
- Quellenstatus
- Videotranskript (eigene Worte)
- Zuschreibung
- Elawady (maschinelles Transkript)
- Video
- حدوته السكر والأسيتو وإزاي خوفوك من الأسيتون وهو تصنيع كبدك بالكامل #ضياء_العوضي (Quelle öffnen)
- Veröffentlicht
- 23. Dezember 2025
- Zeitstempel
- nicht verfügbar (Transkript ohne Zeitangaben)
- Unsicherheit der Zuschreibung
- Transkript aus dem Archiv (YouTube-Untertitel oder KI-generiert); keine Zeitstempel; „veröffentlicht“ ist das vom Archiv angegebene Datum und kann das Upload-Datum sein. Transkripte von Livestreams können vorgelesene Kommentare von Zuschauenden enthalten; die zitierte Passage wurde im Kontext geprüft und stammt von Elawady.
- Quellenstatus
- Videotranskript (eigene Worte)
- Zuschreibung
- Elawady (maschinelles Transkript)
- Video
- ارتفاع السكر والأسيتون ؟خطر والا ده الطبيعي ؟#ضياء_العوضي (Quelle öffnen)
- Veröffentlicht
- 23. Dezember 2025
- Zeitstempel
- nicht verfügbar (Transkript ohne Zeitangaben)
- Unsicherheit der Zuschreibung
- Transkript aus dem Archiv (YouTube-Untertitel oder KI-generiert); keine Zeitstempel; „veröffentlicht“ ist das vom Archiv angegebene Datum und kann das Upload-Datum sein. Transkripte von Livestreams können vorgelesene Kommentare von Zuschauenden enthalten; die zitierte Passage wurde im Kontext geprüft und stammt von Elawady.
- Quellenstatus
- Videotranskript (eigene Worte)
- Zuschreibung
- Elawady (maschinelles Transkript)
- Video
- انت كبني آدم المفروض تاكل إيه ؟ #ضياء_العوضي (Quelle öffnen)
- Veröffentlicht
- 3. Januar 2026
- Zeitstempel
- nicht verfügbar (Transkript ohne Zeitangaben)
- Unsicherheit der Zuschreibung
- Transkript aus dem Archiv (YouTube-Untertitel oder KI-generiert); keine Zeitstempel; „veröffentlicht“ ist das vom Archiv angegebene Datum und kann das Upload-Datum sein. Transkripte von Livestreams können vorgelesene Kommentare von Zuschauenden enthalten; die zitierte Passage wurde im Kontext geprüft und stammt von Elawady.
Wissenschaftliche Bewertung
Überwiegend falsch – Die Aussage ist in wesentlichen Teilen nicht durch die Evidenz gedeckt oder stark übertrieben.
Evidenzsicherheit: hoch – Weitere Forschung wird die Einschätzung sehr wahrscheinlich nicht ändern.
1. Was wurde behauptet?
Hoher Blutzucker und Aceton beim Fasten zeigen eine gesunde Leberfunktion und sind nicht gefährlich.
2. Was ist daran nachweislich richtig?
Bei längerem Fasten bildet die Leber aus Fett Ketonkörper; Beta-Hydroxybutyrat wird zu einem wichtigen Brennstoff für das Gehirn und ermöglicht das Überleben beim Hungern (I-FAST-01). Die Hungerketose ist ein anerkannter, meist milder Zustand; der Konsens von 2024 grenzt sie anhand der Ernährungsanamnese von der DKA ab (I-INS-07). Stresshormone (Cortisol, Adrenalin, Glukagon) erhöhen tatsächlich Glukose und Ketone.
3. Was ist falsch oder übertrieben?
Bei Gesunden steigt der Nüchternblutzucker nicht auf hohe Werte; er bleibt im Normalbereich oder sinkt. Hohe Glukose plus Ketone und Azidose ist die definierende Trias der DKA (I-INS-08); Beta-Hydroxybutyrat >=3,0 mmol/L korreliert mit der Azidose und wird zur Diagnose genutzt (I-INS-07). Die DKA entsteht durch Insulinmangel und ist ohne Insulin und Flüssigkeit lebensbedrohlich (I-INS-07). SGLT2-Hemmer verursachen eine euglykämische DKA (I-ODD-10, I-ODD-09). Menschen mit Diabetes, die fasten (z. B. im Ramadan), haben häufiger schwere Unterzuckerungen und, bei Typ-1-Diabetes, hyperglykämische Komplikationen (I-FAST-10); Leitlinien verlangen daher eine Risikoeinstufung und Kontrollen (I-FAST-11, I-INS-10).
4. Was bleibt ungeklärt?
Wie oft Menschen, die dem System folgen, steigende Glukose- und Ketonwerte als harmlos deuten und wie viele dadurch eine Ketoazidose entwickelt haben, ist unbekannt; es wurden keine Daten gefunden.
5. Welche Studien sprechen dafür?
I-FAST-01 (Fastenketose ist physiologisch).
6. Welche Studien sprechen dagegen?
I-INS-07, I-INS-08, I-ODD-09, I-ODD-10, I-FAST-10, I-FAST-11, I-INS-10.
7. Was gilt für Deutschland und Europa?
Es gelten dieselben Notfallkriterien.
8. Was ist über Ägypten bekannt?
Viele Menschen mit Diabetes in Ägypten fasten im Ramadan; die IDF-DAR-Leitlinien (I-FAST-11) raten, den Blutzucker zu kontrollieren und das Fasten zu brechen, wenn er zu hoch oder zu niedrig ist.
9. Welche praktische Schlussfolgerung ist angemessen?
Bei gesunden Menschen sind etwas Ketone beim Fasten normal. Bei Menschen mit Diabetes, besonders mit Typ-1-Diabetes, unter Insulin und unter SGLT2-Hemmern, sind hoher Blutzucker und/oder Ketone beim Fasten ein Warnzeichen, das Messungen und ärztliches Handeln erfordert.
Bewertungsdetails
- Begründung der Evidenzsicherheit
Eine physiologische Fastenketose bei Gesunden ist real (korrekter Kern), aber bei Gesunden sinkt der Nüchternblutzucker beim Fasten oder bleibt normal; er steigt nicht deutlich an. Die Kombination aus hohem Blutzucker und hohen Ketonen ist die Definition der diabetischen Ketoazidose, eines Notfalls durch Insulinmangel (Konsens). Bei Nutzenden von SGLT2-Hemmern kann eine Ketoazidose bei nahezu normalem Blutzucker auftreten. Hohe Evidenzsicherheit für die Gefahr bei Menschen mit Diabetes.
- Quellenqualität
Redaktioneller Text auf der Startseite plus mehrere Videos in eigenen Worten (eines mit dem Titel, Aceton sei „die Produktion deiner Leber“).
- Regionale Übertragbarkeit
Allgemeingültig.
- Individuelle Ausnahmen
Gesunde Erwachsene ohne Diabetes: Eine leichte bis mäßige Ketose nach 1–3 Tagen Fasten ist zu erwarten und meist harmlos (ausgenommen Schwangerschaft, Kinder und bestimmte Stoffwechselstörungen).
- Regionaler Geltungsanspruch
- allgemein (biologisch/medizinisch)
- Zuletzt überprüft
- 25. Oktober 2026 vorläufig
Einfach erklärt
Wenn gesunde Menschen einen Tag oder länger fasten, bildet die Leber aus Fett Ketone (Aceton). Das ist normal. Aber bei Gesunden steigt der Blutzucker beim Fasten nicht stark an. Wenn jemand mit Diabetes gleichzeitig hohen Zucker und Ketone hat, kann das eine Ketoazidose sein – ein Notfall. Menschen mit Diabetes zu raten, diese Zeichen zu ignorieren, kann Leben kosten.
Studien zu dieser Behauptung
Studien, die die Behauptung unterstützen (1)
-
Wie der Körper sich beim Hungern mit Energie versorgt
Cahill GF. Annu Rev Nutr 2006 · PMID 16848698 · DOI 10.1146/annurev.nutr.26.061505.111258Narrativer Übersichtsartikelunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüftBei langem Fasten nutzt das Gehirn Ketone aus Fett, was das Überleben ermöglicht.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Brennstoffstoffwechsel bei langem Hungern
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Narrativer/biografischer Übersichtsartikel
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
nicht zutreffend; hungernde Menschen (historische Studien)
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Ketone versorgen das Gehirn beim Hungern mit Energie.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
nicht berichtet
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Fastenketose ist bei gesunden Menschen normale Physiologie.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Narrativ; keine quantitativen Daten im Abstract
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Stützt die physiologischen wahren Kerne von C-FAST-01, C-FAST-03, C-FAST-04 (Fastenketose ist normal).
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Physiologie universell.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Dass hohe Glukose plus Ketone bei Diabetes harmlos sind.
In dieser Gruppe ist keine Studie als besonders wichtig markiert.
Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken (7)
-
Internationale Leitlinie zur diabetischen Ketoazidose
Umpierrez GE et al.. Diabetes Care 2024 · PMID 39052901 · DOI 10.2337/dci24-0032Leitlinie / Stellungnahmeunabhängige GegenprüfungVolltext geprüft★ wichtige StudieInsulin, Flüssigkeit und Kalium sind die Kernbehandlung; damit sterben weniger als 1 % der Erwachsenen.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Diagnose und Behandlung von diabetischer Ketoazidose und HHS bei Erwachsenen
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Internationaler Konsensbericht auf Grundlage einer systematischen Durchsicht der Literatur seit 2009 (ADA, EASD, JBDS, AACE, DTS)
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
nicht zutreffend; Erwachsene mit Diabetes
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Insulin ist der Eckpfeiler; Glukokortikoide verschlimmern die Hyperglykämie.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Sterblichkeit < 1 % mit Behandlung
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Eine Ketoazidose muss im Krankenhaus mit Insulin behandelt werden.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Konsens, keine Studie
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht direkt C-INS-08; stützt die Gefahr in C-FAST-03; widerspricht C-INS-07, C-INS-10.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Mitverfasst von EASD und JBDS (Großbritannien); direkt übertragbar.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Quantitative Ergebnisse einer unbehandelten diabetischen Ketoazidose.
-
Review zur diabetischen Ketoazidose
Dhatariya KK et al.. Nat Rev Dis Primers 2020 · PMID 32409703 · DOI 10.1038/s41572-020-0165-1Narrativer Übersichtsartikelunabhängige GegenprüfungVolltext geprüftDie diabetische Ketoazidose ist ein Notfall, der tödlich sein kann. Sie wird mit Flüssigkeit, Insulin und Salzen behandelt. Bei Typ-1-Diabetes darf Insulin auch dann nicht abgesetzt werden, wenn man nicht isst.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Epidemiologie, Pathogenese, Diagnose und Behandlung der diabetischen Ketoazidose
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Narrativer Expertenreview (Nature Reviews Disease Primers)
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
nicht zutreffend; Erwachsene und Kinder mit Diabetes
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Die diabetische Ketoazidose wird an hohem Blutzucker, Ketonen und Übersäuerung erkannt. Mit Behandlung sterben in reichen Ländern <1 %, wo Behandlung fehlt, bis zu 26–41 %. Behandelt wird mit Flüssigkeit, Insulin und Kalium, und bei Typ-1-Diabetes darf Insulin nie abgesetzt werden, auch wenn man nicht isst.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
nicht zutreffend
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Diabetische Ketoazidose ist ein Notfall.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Narrativer Expertenreview ohne systematische Methoden; eine Autorin bzw. ein Autor erhält Forschungsunterstützung von Insulinherstellern.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
International.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Quantitative Schätzungen.
-
SGLT2-Medikamente und Ketoazidose
Douros A et al.. Ann Intern Med 2020 · PMID 32716707 · DOI 10.7326/M20-0289Kohortenstudieunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft★ wichtige StudieEtwa 2 von 1.000 Anwendenden pro Jahr entwickelten eine Ketoazidose, fast 3-mal mehr als mit DPP-4-Medikamenten.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Ja · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
SGLT2- vs. DPP-4-Hemmer und Risiko einer diabetischen Ketoazidose
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Multizentrische bevölkerungsbezogene Kohorte (Prevalent-New-User-Design, Propensity-Matching)
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
208.757 gematchte Paare; Neuanwendende mit Typ-2-Diabetes
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
HR 2,85.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
HR 2,85 (1,99–4,08)
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Selten, aber real; Vorsicht bei Fasten/Krankheit.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Keine Labordaten; nicht gemessenes Confounding
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Daten aus Großbritannien eingeschlossen.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Dass die Medikamente insgesamt schaden.
-
Ketoazidose bei normalem Blutzucker unter SGLT2-Medikamenten
Peters AL et al.. Diabetes Care 2015 · PMID 26078479 · DOI 10.2337/dc15-0843Fallserie / Fallberichtunabhängige GegenprüfungVolltext geprüftMehrere Patientinnen und Patienten entwickelten eine Ketoazidose bei nahezu normalem Zucker, daher wurde sie spät erkannt.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Ja · Methodische Qualität: sehr niedrig · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Beschreibung der euglykämischen diabetischen Ketoazidose unter SGLT2-Hemmern
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Fallserie
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
9 Personen, 13 Episoden; Patientinnen und Patienten mit T1D oder T2D unter SGLT2-Hemmern
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
13 Episoden bei 9 Patientinnen und Patienten unter Canagliflozin (7 mit Off-Label-Anwendung bei Typ-1-Diabetes). Der Blutzucker war oft nahezu normal, was die Diagnose verzögerte. Alle erholten sich mit Infusionen und Insulin.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
nicht zutreffend
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Unter SGLT2-Medikamenten bei Unwohlsein Ketone prüfen.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Zufällige Fallsammlung, kein Nenner, überwiegend Off-Label-Anwendung bei Typ 1, alle unter Canagliflozin.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Stützt C-ODD-02; zentral für die Sicherheitsfrage in C-FAST-03.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
USA.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Wie oft dies vorkommt; dass jeder SGLT2-Hemmer (z. B. Dapagliflozin) dasselbe Risiko trägt (abgeleitet, hier nicht gezeigt).
-
Fasten im Ramadan mit Diabetes (EPIDIAR)
Salti I et al.. Diabetes Care 2004 · PMID 15451892 · DOI 10.2337/diacare.27.10.2306Querschnittsstudieunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft★ wichtige StudieSchwere Unterzuckerung war während des Ramadan 4,7-mal (Typ 1) bzw. 7,5-mal (Typ 2) häufiger.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Diabetesmerkmale und Auswirkungen des Fastens im Ramadan
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Bevölkerungsbezogene retrospektive Querschnittserhebung (EPIDIAR)
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
12.243; Musliminnen und Muslime mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Schwere Unterzuckerungen nahmen zu.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
0,14 vs. 0,03/Monat (T1D)
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Menschen mit Diabetes brauchen vor dem Fasten einen Plan.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Retrospektiv, Erinnerung
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht den Sicherheitsfolgerungen von C-FAST-03, C-FAST-05, C-FAST-07; relevant für C-ODD-11.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Relevant für muslimische Gemeinschaften in Europa.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Auswirkungen auf die Sterblichkeit.
-
IDF-DAR-Ramadan-Leitlinien 2021
Hassanein M et al.. Diabetes Res Clin Pract 2022 · PMID 35016991 · DOI 10.1016/j.diabres.2021.109185Leitlinie / Stellungnahmeunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüftMenschen mit Diabetes, die fasten, brauchen eine individuelle Risikobewertung und ärztliche Anleitung.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Behandlung von Diabetes während des Fastens im Ramadan
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Praxisleitlinie (IDF und DaR International Alliance)
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
nicht zutreffend; Menschen mit Diabetes, die fasten
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Empfehlungen zur Risikoeinstufung.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
nicht zutreffend
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Nur mit ärztlichem Plan fasten.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
nur Abstract geprüft
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht den Sicherheitsfolgerungen von C-FAST-03 und C-FAST-10.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Übertragbar auf fastende Musliminnen und Muslime in Europa.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Konkrete Grenzwerte (nicht im Abstract).
-
ADA-Leitlinie 2026: Blutzuckerziele und Notfälle
American Diabetes Association Professional Practice Committee for Diabetes* . Diabetes Care 2026 · PMID 41358894 · DOI 10.2337/dc26-S006Leitlinie / Stellungnahmeunabhängige GegenprüfungVolltext geprüft★ wichtige StudieDie meisten Erwachsenen sollten einen HbA1c unter 7 % anstreben, Unterzuckerungen vermeiden und bei Risiko Ketone messen.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Glykämische Ziele, Unterzuckerung und hyperglykämische Krisen
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Klinische Praxisleitlinie (ADA Standards of Care 2026, Abschnitt 6)
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
nicht zutreffend; Menschen mit Diabetes
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Individuelle Zielwerte; Basalinsulin nicht absetzen, wenn man nicht isst.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
nicht zutreffend
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Moderate Zielwerte und Sicherheitsregeln.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
US-zentriert; teilweise gelesen
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Stützt C-INS-04, C-INS-11; widerspricht C-FAST-01, C-FAST-03, C-DIAB-02.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Im Einklang mit den Empfehlungen der EASD.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Nicht zutreffend.
In dieser Gruppe ist keine Studie als besonders wichtig markiert.
Studien mit gemischten oder unklaren Ergebnissen (0)
Keine Studien in dieser Gruppe.
Regionale Einordnung
Deutschland / EU
Es gelten dieselben Notfallkriterien.
Ägypten
Viele Menschen mit Diabetes in Ägypten fasten im Ramadan; die IDF-DAR-Leitlinien (I-FAST-11) raten, den Blutzucker zu kontrollieren und das Fasten zu brechen, wenn er zu hoch oder zu niedrig ist.
Was gilt in meinem Land?
Allgemeine wissenschaftliche Bewertung
Überwiegend falsch Ketone beim Fasten sind bei Gesunden normal; hoher Zucker plus Ketone bei Diabetes ist ein Notfall.
Diese Aussage betrifft biologische oder medizinische Zusammenhänge. Die wissenschaftliche Bewertung oben gilt unabhängig vom Land; länderspezifische Lebensmitteldaten ändern sie nicht.
Quellenverzeichnis
- Fuel metabolism in starvation.. Cahill GF. Annu Rev Nutr 2006 · PMID 16848698 · DOI 10.1146/annurev.nutr.26.061505.111258
- Hyperglycemic Crises in Adults With Diabetes: A Consensus Report.. Umpierrez GE et al.. Diabetes Care 2024 · PMID 39052901 · DOI 10.2337/dci24-0032
- Diabetic ketoacidosis.. Dhatariya KK et al.. Nat Rev Dis Primers 2020 · PMID 32409703 · DOI 10.1038/s41572-020-0165-1
- Sodium-Glucose Cotransporter-2 Inhibitors and the Risk for Diabetic Ketoacidosis : A Multicenter Cohort Study.. Douros A et al.. Ann Intern Med 2020 · PMID 32716707 · DOI 10.7326/M20-0289
- Euglycemic Diabetic Ketoacidosis: A Potential Complication of Treatment With Sodium-Glucose Cotransporter 2 Inhibition.. Peters AL et al.. Diabetes Care 2015 · PMID 26078479 · DOI 10.2337/dc15-0843
- A population-based study of diabetes and its characteristics during the fasting month of Ramadan in 13 countries: results of the epidemiology of diabetes and Ramadan 1422/2001 (EPIDIAR) study.. Salti I et al.. Diabetes Care 2004 · PMID 15451892 · DOI 10.2337/diacare.27.10.2306
- Diabetes and Ramadan: Practical guidelines 2021.. Hassanein M et al.. Diabetes Res Clin Pract 2022 · PMID 35016991 · DOI 10.1016/j.diabres.2021.109185
- 6. Glycemic Goals, Hypoglycemia, and Hyperglycemic Crises: Standards of Care in Diabetes-2026.. American Diabetes Association Professional Practice Committee for Diabetes* . Diabetes Care 2026 · PMID 41358894 · DOI 10.2337/dc26-S006