Überwiegend richtig Evidenzsicherheit: moderat vorläufig C-ODD-05

Jede wichtige Klasse glukosesenkender Medikamente (Metformin, Sulfonylharnstoffe, Thiazolidindione, DPP-4-Hemmer, SGLT2-Hemmer, GLP-1-Agonisten) weist in der begutachteten Fachliteratur ein dokumentiertes Signal für schwere Schäden auf.

Sicherheitshinweis: Verordnete Diabetes-, Herz- oder Nierenmedikamente nicht wegen dieser Behauptung absetzen; wer SGLT2-Hemmer oder GLP-1-Rezeptoragonisten bei Herzinsuffizienz, Nierenerkrankung oder Herz-Kreislauf-Erkrankung absetzt, verliert einen nachgewiesenen Schutz. Bedenken sollten mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Fazit: Jedes aufgeführte Schadenssignal existiert, aber die Liste ist einseitig und verschweigt nachgewiesene Vorteile.

Originalaussage

كل فئة من فئات أدوية السكري ـ من الميتفورمين والسلفونيل يوريا والثيازوليدينديونات إلى مثبطات DPP-4 و SGLT-2 وناهضات GLP-1 ـ تحمل توقيعاً موثَّقاً من الأذى الجسيم في الأدبيات الطبية الرصينة

wörtlich laut Quelle. Übersetzung durch das Projekt; maßgeblich ist der arabische Wortlaut.

Übersetzung

Jede wichtige Klasse glukosesenkender Medikamente (Metformin, Sulfonylharnstoffe, Thiazolidindione, DPP-4-Hemmer, SGLT2-Hemmer, GLP-1-Agonisten) weist in der begutachteten Fachliteratur ein dokumentiertes Signal für schwere Schäden auf.

Herkunft

Quellenstatus
Archiv-Redaktion
Zuschreibung
Archivredaktion (nicht Elawady)
Herkunft
https://eltayebat.com/rule/oral-diabetes-drugs/
Unsicherheit der Zuschreibung
Redaktioneller Begleittext und Studienauswahl, verfasst von den Archivbetreibern.
Behaupteter gesundheitlicher Effekt

Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, Amputation, Fournier-Gangrän, Blasenkrebs, B12-Mangel, NAION

Betroffene Bevölkerungsgruppe

Menschen mit Typ-2-Diabetes

Geografische Einschränkung durch Elawady

keine gefunden

Wissenschaftliche Bewertung

Überwiegend richtig – Im Kern zutreffend, aber mit Einschränkungen oder kleineren Ungenauigkeiten.

Evidenzsicherheit: moderat – Weitere Forschung könnte die Einschätzung noch beeinflussen.

1. Was wurde behauptet?

Alle Medikamentenklassen hätten dokumentierte schwere Schäden.

2. Was ist daran nachweislich richtig?

Rosiglitazon Herzinfarkt OR 1,43 (A-ODD-01) und Herzinsuffizienz HR 2,10 (A-ODD-02, I-ODD-13); Pioglitazon Blasenkrebs HR 1,63 (A-ODD-03); Metformin Vitamin-B12-Mangel (A-ODD-04, A-ODD-05, A-ODD-06); Sulfonylharnstoffe vs. Metformin aHR 1,21 (A-ODD-07); Saxagliptin Krankenhausaufnahme wegen Herzinsuffizienz HR 1,27 (A-ODD-08); Canagliflozin Amputation HR 1,97 (A-ODD-09) und Frakturen in CANVAS (A-ODD-13); diabetische Ketoazidose unter SGLT2-Hemmern (A-ODD-10, A-ODD-11), bestätigt in der randomisierten CREDENCE-Studie (adjudizierte Ketoazidose 11 vs. 1; HR 10,80, 1,39–83,65; I-ODD-05), und Berichte über Fournier-Gangrän (A-ODD-12); Zusammenhang von GLP-1 mit Pankreatitis (A-ODD-14), gastrointestinale unerwünschte Ereignisse (A-ODD-15), Zusammenhang mit NAION (A-ODD-16) sowie in LEADER unter Liraglutid mehr akute Gallensteinerkrankungen (3,1 % vs. 1,9 %), akute Cholezystitis (0,8 % vs. 0,4 %) und gastrointestinal bedingte Therapieabbrüche (9,5 % vs. 7,3 %) (I-ODD-06). Alle Zahlen wurden anhand der Abstracts oder Volltexte überprüft und sind korrekt wiedergegeben.

3. Was ist falsch oder übertrieben?

Dieselbe CANVAS-Publikation berichtet eine Verringerung schwerer kardiovaskulärer Ereignisse um 14 % und einen möglichen Nierennutzen (A-ODD-09); das Archiv erwähnt nur den Amputationsbefund. In CREDENCE verringerte Canagliflozin das Nierenversagen und zeigte „keine signifikanten Unterschiede bei den Raten von Amputationen oder Knochenbrüchen“ (I-ODD-05). RECORD fand Rosiglitazon bei den kardiovaskulären Gesamtendpunkten nicht unterlegen, wobei die Herzinfarktdaten „nicht schlüssig“ waren (I-ODD-13). Eine RCT-Metaanalyse fand keinen signifikanten Überschuss an Fournier-Gangrän (I-ODD-12). Mehrere dieser Medikamente verringern Todesfälle: Empagliflozin −32 % Gesamtsterblichkeit (I-ODD-02), Liraglutid HR 0,85 (I-ODD-06), Dapagliflozin HR 0,69 bei chronischer Nierenerkrankung (I-ODD-03), Metformin −36 % (I-ODD-01). Der primäre ischämische Endpunkt von Saxagliptin war neutral (HR 1,00) (A-ODD-08). Schäden ohne Nutzen aufzulisten, ergibt ein irreführendes Gesamtbild.

4. Was bleibt ungeklärt?

Einige Signale (NAION, Blasenkrebs unter Pioglitazon, kardiovaskuläres Risiko unter Sulfonylharnstoffen) bleiben umstritten.

5. Welche Studien sprechen dafür?

A-ODD-01 bis A-ODD-16; I-ODD-05 (diabetische Ketoazidose) und I-ODD-06 (Gallensteinerkrankung, Cholezystitis) für die Schadenssignale.

6. Welche Studien sprechen dagegen?

I-ODD-01 bis I-ODD-04, I-ODD-07, I-ODD-12, I-ODD-13 (Nutzen oder Nichtbestätigung); I-ODD-05 und I-ODD-06 zeigen ebenfalls einen Nettonutzen (Nierenversagen, Tod).

7. Was gilt für Deutschland und Europa?

Europäische (EASD) und deutsche (DDG) Empfehlungen beruhen auf derselben Evidenzbasis wie der ADA/EASD-Konsens: individualisierte HbA1c-Zielwerte, Insulin als zwingend notwendige Therapie bei Typ-1-Diabetes sowie SGLT2-Hemmer/GLP-1-Rezeptoragonisten für Menschen mit Herz-Kreislauf- oder Nierenerkrankung. Kein länderspezifischer Unterschied ändert die Bewertung.

8. Was ist über Ägypten bekannt?

Ägypten hat eine der höchsten Diabetesprävalenzen der Region; es werden dieselben Wirkstoffklassen und Insuline verwendet. Zugangshürden und Kosten können Ratschläge zum Absetzen von Medikamenten attraktiv machen, was das praktische Risiko dieser Behauptung erhöht. Keine ägyptenspezifische Evidenz ändert die Bewertung.

9. Welche praktische Schlussfolgerung ist angemessen?

Jedes Medikament hat Nebenwirkungen, und die Liste des Archivs ist Studie für Studie sachlich korrekt. Die medizinische Frage ist das Verhältnis von Nutzen und Schaden für eine bestimmte Person, das für mehrere Klassen in definierten Gruppen klar günstig ist.

Bewertungsdetails

Begründung der Evidenzsicherheit

Jedes aufgeführte Signal existiert in der Literatur und wird korrekt zitiert (für jede Studie überprüft). Die Stärke unterscheidet sich jedoch erheblich: Einige sind in RCTs bestätigt (Herzinsuffizienz unter Rosiglitazon, B12 unter Metformin, Amputationen unter Canagliflozin in CANVAS), einige wurden nicht bestätigt (Amputationen unter Canagliflozin in CREDENCE, Fournier-Gangrän in einer RCT-Metaanalyse, Herzinfarkt unter Rosiglitazon in RECORD), und die Auswahl verschweigt nachgewiesene Vorteile in denselben Studien.

Quellenqualität

Redaktioneller Text des Archivs mit korrekt zitierten, selektiv ausgewählten Studien.

Regionale Übertragbarkeit

Multinationale Daten.

Regionaler Geltungsanspruch
allgemein (biologisch/medizinisch)
Zuletzt überprüft
25. Oktober 2026 vorläufig

Einfach erklärt

Das Archiv listet echte Nebenwirkungen auf, die für jede Art von Diabetesmedikament berichtet wurden, und seine Zahlen stimmen. Es verschweigt aber, dass mehrere dieser Medikamente in großen Studien Herzinfarkte, Nierenversagen und Todesfälle verhindern, manchmal in genau der Studie, die es zitiert. Einige Warnsignale wurden später auch nicht bestätigt. Ein faires Bild wägt für jede Person beide Seiten ab.

Studien zu dieser Behauptung

Studien, die die Behauptung unterstützen (16)

  • Rosiglitazon und Herzinfarkte: zusammengefasste Studien

    Nissen SE et al.. N Engl J Med 2007 · PMID 17517853 · DOI 10.1056/NEJMoa072761
    Metaanalysevom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft★ wichtige Studie

    Die Zusammenfassung von 42 Studien deutete auf 43 % mehr Herzinfarkte hin. Der Anstieg der Herztodesfälle war statistisch nicht gesichert.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Wirkung von Rosiglitazon auf Herzinfarkt und kardiovaskulären Tod

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Metaanalyse von 42 randomisierten Studien (Fixed-Effects-Modell, Daten auf Studienebene)

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    42 Studien (116 gesichtet); Typ-2-Diabetes in Studien >24 Wochen, mittleres Alter 56 Jahre, HbA1c 8,2 %

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Herzinfarkt OR 1,43; kardiovaskulärer Tod OR 1,64 (n. s.).

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    OR 1,43 (1,03–1,98)

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Ein echtes Warnsignal, das die Arzneimittelregulierung verändert hat.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Keine Daten auf Patientenebene; Seltene Ereignisse, Fixed-Effects-Modell; Kurze Studien, nicht für kardiovaskuläre Endpunkte ausgelegt

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt C-ODD-09, C-ODD-05.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Rosiglitazon ist in der EU nicht mehr im Handel (nicht verifiziert).

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Dass alle Diabetesmedikamente Herzinfarkte vermehren.

    Wissenschaftliche Details →

  • Rosiglitazon und Herzinsuffizienz (RECORD)

    Komajda M et al.. Eur Heart J 2010 · PMID 20118174 · DOI 10.1093/eurheartj/ehp604
    Randomisierte kontrollierte Studievom Tayebat-Archiv zitiertVolltext geprüft

    Herzinsuffizienz verdoppelte sich unter Rosiglitazon (2,6 zusätzliche Fälle pro 1.000 Patientenjahre). Die Herztodesfälle insgesamt nahmen aber nicht zu.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Ja · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Herzinsuffizienzrisiko unter Rosiglitazon

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Analyse von Herzinsuffizienz-Ereignissen in einer offenen RCT (RECORD)

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    4.447; Typ-2-Diabetes unter Metformin oder SU, HbA1c 7,9 %

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Herzinsuffizienz HR 2,10.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    HR 2,10 (1,35–3,27)

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Bei Herzinsuffizienz vermeiden.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Offen (open-label); vom Hersteller (GSK) gesponsert und ausgewertet; relativ wenige Herzinsuffizienz-Ereignisse (90).

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt C-ODD-09.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Europäische Studie.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Eine erhöhte kardiovaskuläre Gesamtsterblichkeit.

    Wissenschaftliche Details →

  • Pioglitazon und Blasenkrebs

    Tuccori M et al.. BMJ 2016 · PMID 27029385 · DOI 10.1136/bmj.i1541
    Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertVolltext geprüft

    Pioglitazon-Nutzende hatten 63 % mehr Blasenkrebs. Das sind etwa 3 zusätzliche Fälle pro 10.000 Menschen pro Jahr.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Ja · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Pioglitazon und Blasenkrebs

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Bevölkerungsbasierte Kohortenstudie (CPRD), zeitlich veränderliche, verzögerte Exposition

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    145.806; Neue Anwenderinnen und Anwender von Antidiabetika

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    HR 1,63 mit Dosis-/Dauer-Wirkungs-Beziehung.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    HR 1,63 (1,22–2,19)

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Ein kleines absolutes Risiko, das berücksichtigt werden sollte.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Beobachtungsstudie; nur 54 Blasenkrebsfälle bei Pioglitazon-Anwendenden; mögliches Residual Confounding oder Detektion (mehr Urinuntersuchungen).

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt C-ODD-12, C-ODD-05.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Britische Daten.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Eine sichere Kausalität.

    Wissenschaftliche Details →

  • Metformin und Vitamin B12

    de Jager J et al.. BMJ 2010 · PMID 20488910 · DOI 10.1136/bmj.c2181
    Randomisierte kontrollierte Studievom Tayebat-Archiv zitiertVolltext geprüft★ wichtige Studie

    Über 4 Jahre senkte Metformin das B12 um 19 %. Etwa 1 von 14 Nutzenden bekam dadurch einen Mangel.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Ja · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Metformin und Vitamin-B12-Mangel

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Multizentrische doppelblinde placebokontrollierte RCT (Nachbeobachtung der HOME-Studie)

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    390; Mit Insulin behandelter Typ-2-Diabetes

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    B12 −19 %; NNH 13,8.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    −19 % B12; +7,2 Prozentpunkte Mangel

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Unter Metformin regelmäßig B12 kontrollieren.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Sekundäranalyse; die Gruppen unterschieden sich zu Studienbeginn in Alter und Rauchen; bei einem Drittel keine Abschlussblutprobe; nur Blutwerte, keine klinischen Symptome gemessen; mit Insulin behandelte Patientinnen und Patienten.

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt C-ODD-07.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Niederländische Daten.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Dass Metformin unter dem Strich schädlich ist.

    Wissenschaftliche Details →

  • Metformin und B12 in einer US-Erhebung

    Reinstatler L et al.. Diabetes Care 2012 · PMID 22179958 · DOI 10.2337/dc11-1582
    Querschnittsstudievom Tayebat-Archiv zitiertVolltext geprüft

    5,8 % der Metformin-Nutzenden hatten einen B12-Mangel, gegenüber 2,4 % der anderen Menschen mit Diabetes.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Ja · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Häufigkeit von B12-Mangel unter Metformin; Wirkung von Supplementen

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Querschnittserhebung (NHANES)

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    8.488 (1.621 mit T2D + 6.867 ohne); Erwachsene in den USA im Alter >=50 mit/ohne Typ-2-Diabetes

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    aOR 2,92.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    aOR 2,92 (1,26–6,78)

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Konsistenter B12-Effekt.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Momentaufnahme (keine zeitliche Abfolge); keine Dauer-Wirkungs-Beziehung; Rauchen/Alkohol nicht adjustiert; kleine Widersprüche zwischen Abstract und Ergebnissen; nur Blutwerte.

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt C-ODD-07.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    US-Daten.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Kausalität für sich allein.

    Wissenschaftliche Details →

  • Metformin und B12 über 13 Jahre

    Aroda VR et al.. J Clin Endocrinol Metab 2016 · PMID 26900641 · DOI 10.1210/jc.2015-3754
    Randomisierte kontrollierte Studievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft

    Jedes Jahr Metformin erhöhte die Chance (Odds) auf einen B12-Mangel um etwa 13 %.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Ja · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Langfristige Metformin-Einnahme und B12-Mangel

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Sekundäranalyse einer RCT und ihrer offenen Verlängerung (DPP/DPPOS)

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    2.155 randomisiert (1.082 + 1.073); B12 gemessen bei 1.715 nach 5 Jahren und bei 1.520 nach 13 Jahren; Menschen mit Prädiabetes und Übergewicht

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    OR 1,13 pro Jahr.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    OR 1,13 (1,06–1,20)

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    B12 überwachen.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Placebogruppe nach DPP teilweise entblindet; Sekundäranalyse

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt C-ODD-07.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    US-Daten.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Das Ausmaß des klinischen Schadens.

    Wissenschaftliche Details →

  • Sulfonylharnstoff vs. Metformin als erstes Medikament

    Roumie CL et al.. Ann Intern Med 2012 · PMID 23128859 · DOI 10.7326/0003-4819-157-9-201211060-00003
    Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertVolltext geprüft★ wichtige Studie

    Wer mit einem Sulfonylharnstoff statt mit Metformin begann, hatte etwa 1–4 zusätzliche Herzereignisse oder Todesfälle pro 1.000 Personen und Jahr.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Sulfonylharnstoff- vs. Metformin-Monotherapie: Herz-Kreislauf-Ereignisse/Tod

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Retrospektive Kohortenstudie (VHA + Medicare) mit Sensitivitätsanalyse nach Propensity-Matching

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    253.690; Veteranen, die Metformin oder SU beginnen, ohne chronische Nierenerkrankung und schwere Erkrankungen

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    aHR 1,21.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    aHR 1,21 (1,13–1,30)

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Metformin wird als erstes Mittel bevorzugt.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Beobachtungsstudie; überwiegend weiße Männer; mediane Nachbeobachtung unter 1 Jahr; viele brachen die Behandlung ab; mögliches Residual Confounding.

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt C-ODD-11.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    US-Veteranen.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Dass Sulfonylharnstoffe den Tod verursachen.

    Wissenschaftliche Details →

  • Herzsicherheitsstudie zu Saxagliptin

    Scirica BM et al.. N Engl J Med 2013 · PMID 23992601 · DOI 10.1056/NEJMoa1307684
    Randomisierte kontrollierte Studievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft

    Keine Wirkung auf Herzinfarkte oder Schlaganfälle, aber mehr Krankenhausaufnahmen wegen Herzschwäche (3,5 % vs. 2,8 %, also 0,7 Prozentpunkte).

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Kardiovaskuläre Sicherheit/Wirksamkeit von Saxagliptin

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Doppelblinde placebokontrollierte kardiovaskuläre Endpunkt-RCT (SAVOR-TIMI 53)

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    16.492; Typ-2-Diabetes mit kardiovaskulären Ereignissen oder Risiko dafür

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    HR 1,00 primär; Herzinsuffizienz HR 1,27.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    HR 1,27 Herzinsuffizienz

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Saxagliptin bei Herzinsuffizienzrisiko meiden.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Kurze Nachbeobachtung; Industriefinanziert

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt C-ODD-05; schränkt C-ODD-04 ein.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Multinationale/US-/britische Daten; auf die Praxis in der EU übertragbar.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Einen Schaden für die gesamte Wirkstoffklasse.

    Wissenschaftliche Details →

  • Herz- und Nierenstudien zu Canagliflozin (CANVAS)

    Neal B et al.. N Engl J Med 2017 · PMID 28605608 · DOI 10.1056/NEJMoa1611925
    Randomisierte kontrollierte Studievom Tayebat-Archiv zitiertVolltext geprüft★ wichtige Studie

    Weniger Herzinfarkte, Schlaganfälle und Herztodesfälle (−14 %), aber mehr Amputationen an Zehen und Fuß.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Kardiovaskuläre, renale und Sicherheitsendpunkte von Canagliflozin

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Integrierte Analyse zweier doppelblinder RCTs (CANVAS-Programm)

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    10.142; Typ-2-Diabetes mit hohem kardiovaskulärem Risiko, mittleres Alter 63,3 Jahre

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    14 % weniger Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Herztodesfälle; etwa doppelt so viele Amputationen (6,3 vs. 3,4 pro 1.000 Patientenjahre), meist an den Zehen; mehr Knochenbrüche und Genitalinfektionen.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    HR 0,86 / 1,97

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Sowohl Nutzen als auch Risiken; Fußpflege ist wichtig.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Vom Hersteller finanziert und mitausgewertet; zwei Studien zusammengeführt; viele sekundäre Ergebnisse nur explorativ.

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt C-ODD-05 (Signal); widerspricht C-ODD-06 (Nutzen).

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Multinationale/US-/britische Daten; auf die Praxis in der EU übertragbar.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Dass SGLT2-Hemmer unter dem Strich schädlich sind.

    Wissenschaftliche Details →

  • Ketoazidose unter Canagliflozin

    Erondu N et al.. Diabetes Care 2015 · PMID 26203064 · DOI 10.2337/dc15-1251
    Sonstigesvom Tayebat-Archiv zitiertVolltext geprüft

    Ketoazidose war selten (7 pro 10.000 Patientinnen und Patienten), oft bei Insulinmangel oder Auslösern.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: niedrig · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Häufigkeit der DKA unter Canagliflozin

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Gepoolte Sicherheitsanalyse randomisierter Studien

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    17.596; Typ-2-Diabetes im Canagliflozin-Studienprogramm

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    DKA 0,07 %.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    0,52–0,76 vs. 0,24 pro 1.000 Personenjahre

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Seltenes, aber reales Risiko.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Von Angestellten des Herstellers ausgewertet und verfasst; nur 12 Fälle; beruht auf Meldungen der Prüfärztinnen und Prüfärzte (Fälle können fehlen).

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt C-ODD-02; gemischt für C-INS-08.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Multinationale/US-/britische Daten; auf die Praxis in der EU übertragbar.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Ein präzises relatives Risiko; dass eine euglykämische diabetische Ketoazidose häufig ist (die Fälle hier hatten hohen Blutzucker).

    Wissenschaftliche Details →

  • Ketoazidose nach Beginn von SGLT2-Medikamenten (Letter)

    Fralick M et al.. N Engl J Med 2017 · PMID 28591538 · DOI 10.1056/NEJMc1701990
    Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft

    Inhalt nicht verifiziert (kein Abstract).

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Unklar · Methodische Qualität: niedrig · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Risiko einer DKA nach Beginn eines SGLT2-Hemmers (laut Titel)

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Research Letter (kein Abstract in PubMed; Volltext nicht eingesehen)

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    nicht überprüfbar; nicht überprüfbar

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Nicht verifiziert.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    nicht verifiziert

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Siehe I-ODD-09.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Nicht gelesen; Letter-Format

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt C-ODD-02 (Richtung).

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    US-Daten.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Irgendetwas Quantitatives.

    Wissenschaftliche Details →

  • Meldungen von Fournier-Gangrän unter SGLT2-Medikamenten

    Bersoff-Matcha SJ et al.. Ann Intern Med 2019 · PMID 31060053 · DOI 10.7326/M19-0085
    Fallserie / Fallberichtvom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft★ wichtige Studie

    Die FDA erhielt 55 Meldungen dieser seltenen Genitalinfektion unter SGLT2-Medikamenten. Meldungen können nicht zeigen, wie häufig sie wirklich auftritt.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: sehr niedrig · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Beschreibung von Fournier-Gangrän-Fällen unter SGLT2-Hemmern vs. anderen Mitteln

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Deskriptive Fallserie aus FDA-FAERS-Meldungen und publizierten Fällen

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    55 SGLT2-Fälle; 19 Vergleichsfälle; An FAERS gemeldete Erwachsene mit Diabetes

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    55 vs. 19 Meldungen.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    nicht schätzbar

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Auf Schmerzen/Schwellungen im Genitalbereich achten.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Keine Häufigkeit/Kausalität; Meldeverzerrung (vermehrte Meldungen nach Warnhinweisen); Unterschiedliche Zeitfenster

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt C-ODD-08 (Signal).

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    FDA-Daten; die EMA gab ähnliche Warnungen heraus (nicht verifiziert).

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Häufigkeit oder Kausalität.

    Wissenschaftliche Details →

  • Canagliflozin und Knochenbrüche

    Watts NB et al.. J Clin Endocrinol Metab 2016 · PMID 26580237 · DOI 10.1210/jc.2015-3167
    Randomisierte kontrollierte Studievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft

    Mehr Knochenbrüche in einer Studie mit älteren Hochrisiko-Patientinnen und -Patienten, nicht in den anderen.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Canagliflozin und Frakturrisiko

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Gepoolte Analyse von 9 Phase-3-RCTs, einschließlich CANVAS

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    10.194; Typ-2-Diabetes

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    4,0 vs. 2,6 % in CANVAS.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    +1,4 Prozentpunkte in CANVAS

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Sturzprävention bei gebrechlichen Patientinnen und Patienten.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Gepoolt, nachträglich (post hoc)

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt C-ODD-05 (Signal).

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Multinationale/US-/britische Daten; auf die Praxis in der EU übertragbar.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Einen Klasseneffekt.

    Wissenschaftliche Details →

  • GLP-1-Medikamente und Pankreatitis in US-Abrechnungsdaten

    Singh S et al.. JAMA Intern Med 2013 · PMID 23440284 · DOI 10.1001/jamainternmed.2013.2720
    Fall-Kontroll-Studievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft

    Anwenderinnen und Anwender hatten etwa die doppelte Chance (Odds) auf eine Pankreatitis. Sie hatten aber auch mehr Risikofaktoren.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: niedrig · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    GLP-1-basierte Therapien und akute Pankreatitis

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Bevölkerungsbasierte gematchte Fall-Kontroll-Studie (US-Abrechnungsdaten)

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    1.269 Fälle, 1.269 Kontrollen; Erwachsene 18–64 Jahre mit Typ-2-Diabetes

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    aOR 2,24.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    aOR 2,24 (1,36–3,68)

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Signal in Studien nicht bestätigt.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Starkes Confounding; Abrechnungsdaten

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt C-ODD-04.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    US-Daten.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Kausalität.

    Wissenschaftliche Details →

  • Magen- und Darm-Nebenwirkungen von Abnehmspritzen

    Sodhi M et al.. JAMA 2023 · PMID 37796527 · DOI 10.1001/jama.2023.19574
    Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft

    Nicht verifiziert (kein Abstract).

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Unklar · Methodische Qualität: niedrig · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Unerwünschte Magen-Darm-Ereignisse unter GLP-1-RA zur Gewichtsabnahme (laut Titel)

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Research Letter; retrospektive Kohortenstudie (kein Abstract in PubMed; Volltext konnte nicht beschafft werden)

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    nicht überprüfbar; nicht überprüfbar

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Nicht verifiziert.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    nicht verifiziert

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Magen-Darm-Nebenwirkungen sind unter GLP-1-RA häufig (RCTs).

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Nicht gelesen

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Hintergrund für C-ODD-04.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    unbekannt

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Irgendetwas Quantitatives.

    Wissenschaftliche Details →

  • Semaglutid und Sehnerv-Infarkt

    Hathaway JT et al.. JAMA Ophthalmol 2024 · PMID 38958939 · DOI 10.1001/jamaophthalmol.2024.2296
    Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft★ wichtige Studie

    In einem Register einer Augenklinik hatten Semaglutid-Nutzende etwa 4-mal mehr NAION. Die Fallzahlen waren aber klein.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: niedrig · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Semaglutid und NAION-Risiko

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Retrospektive gematchte Kohorte aus einem neuroophthalmologischen Register

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    16.827 gesichtet; 710 T2D, 979 übergewichtig/adipös; Von Neuroophthalmologinnen und -ophthalmologen an einer Universitätseinrichtung untersuchte Patientinnen und Patienten

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    HR 4,28 (T2D).

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    HR 4,28 (1,62–11,29)

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Mögliches seltenes Augenrisiko.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Überweisungspopulation (Selektionsbias); Wenige Ereignisse; Ein einziges Zentrum

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt C-ODD-10.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    US-Daten.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Kausalität oder Häufigkeit in der Bevölkerung.

    Wissenschaftliche Details →

Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken (7)

  • Metformin bei übergewichtigen Personen mit Typ-2-Diabetes (UKPDS 34)

    UKPDS Group. Lancet 1998 · PMID 9742977
    Randomisierte kontrollierte Studieunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft★ wichtige Studie

    Metformin verringerte die Todesfälle jeglicher Ursache über 10 Jahre um etwa ein Drittel.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Intensive Einstellung mit Metformin bei übergewichtigen Personen mit Typ-2-Diabetes

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    RCT innerhalb von UKPDS (UKPDS 34)

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    753 (Hauptvergleich); übergewichtige Personen mit neu diagnostiziertem Typ-2-Diabetes, mittleres Alter 53

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Sterblichkeit −36 %.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    Relative Risikoreduktion 36 % (9–55)

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Metformin schützt.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Kleine Studienarme; offen (open-label); widersprüchliches ergänzendes Ergebnis

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Widerspricht C-ODD-01, C-ODD-06; stützt C-INS-11.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Großbritannien.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Effekte bei nicht übergewichtigen Patientinnen und Patienten.

    Wissenschaftliche Details →

  • Herzstudie zu Empagliflozin

    Zinman B et al.. N Engl J Med 2015 · PMID 26378978 · DOI 10.1056/NEJMoa1504720
    Randomisierte kontrollierte Studieunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft★ wichtige Studie

    Die Todesfälle sanken über etwa 3 Jahre von 8,3 % auf 5,7 %.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Kardiovaskuläre Endpunkte von Empagliflozin bei Typ-2-Diabetes mit hohem kardiovaskulärem Risiko

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Doppelblinde placebokontrollierte RCT (EMPA-REG OUTCOME)

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    7.020; Typ-2-Diabetes mit hohem kardiovaskulärem Risiko

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Primär 10.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    HR 0,86; Tod −32 %

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Diese Medikamentenklasse schützt bei den untersuchten Patientinnen und Patienten Herz und/oder Nieren.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Industriefinanziert; ausgewählte Hochrisikopopulation

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Widerspricht C-ODD-06; Kontext für C-ODD-02, C-ODD-08.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Multinationale Studie mit europäischen Studienzentren oder direkt auf die Praxis in der EU übertragbar.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Nutzen bei Menschen mit niedrigem Risiko; Fehlen von Nebenwirkungen.

    Wissenschaftliche Details →

  • Dapagliflozin (Forxiga) bei Nierenerkrankung

    Heerspink HJL et al.. N Engl J Med 2020 · PMID 32970396 · DOI 10.1056/NEJMoa2024816
    Randomisierte kontrollierte Studieunabhängige GegenprüfungVolltext geprüft★ wichtige Studie

    Forxiga verringerte Nierenversagen und Todesfälle; die Studie wurde vorzeitig beendet, weil der Nutzen eindeutig war.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Dapagliflozin bei chronischer Nierenerkrankung mit/ohne Diabetes

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Doppelblinde placebokontrollierte RCT (DAPA-CKD)

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    4.304; chronische Nierenerkrankung (CKD; eGFR 25–75, Albuminurie)

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Nierenversagen, Verschlechterung der Nierenfunktion oder Tod durch Nieren-/Herzursachen: 9,2 % mit Dapagliflozin vs. 14,5 % mit Placebo; Todesfälle 4,7 % vs. 6,8 %. Amputationen 1,6 % vs. 1,8 %; keine Fälle von Ketoazidose unter Dapagliflozin (2 unter Placebo).

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    HR 0,61; Tod HR 0,69

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Diese Medikamentenklasse schützt bei den untersuchten Patientinnen und Patienten Herz und/oder Nieren.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Industriefinanziert; wegen Nutzens vorzeitig beendet (kann den Effekt überzeichnen); ausgewählte CKD-Population mit hohem Risiko; Typ-1-Diabetes ausgeschlossen; mediane Nachbeobachtung 2,4 Jahre.

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Widerspricht C-ODD-06 (Forxiga „tötet“); Kontext für C-ODD-02.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Multinationale Studie mit europäischen Studienzentren oder direkt auf die Praxis in der EU übertragbar.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Nutzen bei Menschen mit niedrigem Risiko; Fehlen von Nebenwirkungen.

    Wissenschaftliche Details →

  • Dapagliflozin bei Herzinsuffizienz

    McMurray JJV et al.. N Engl J Med 2019 · PMID 31535829 · DOI 10.1056/NEJMoa1911303
    Randomisierte kontrollierte Studieunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft★ wichtige Studie

    Weniger Verschlechterungen der Herzinsuffizienz und weniger Todesfälle mit Forxiga.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Dapagliflozin bei Herzinsuffizienz mit reduzierter EF

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Doppelblinde placebokontrollierte RCT (DAPA-HF)

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    4.744; HFrEF NYHA II–IV, EF <= 40 %, mit/ohne Diabetes

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Primär 16.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    HR 0,74; Tod HR 0,83

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Diese Medikamentenklasse schützt bei den untersuchten Patientinnen und Patienten Herz und/oder Nieren.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Industriefinanziert; ausgewählte Hochrisikopopulation

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Widerspricht C-ODD-06.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Multinationale Studie mit europäischen Studienzentren oder direkt auf die Praxis in der EU übertragbar.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Nutzen bei Menschen mit niedrigem Risiko; Fehlen von Nebenwirkungen.

    Wissenschaftliche Details →

  • Herzsicherheitsstudie zu Semaglutid

    Marso SP et al.. N Engl J Med 2016 · PMID 27633186 · DOI 10.1056/NEJMoa1607141
    Randomisierte kontrollierte Studieunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft★ wichtige Studie

    Weniger Herzinfarkte/Schlaganfälle, aber mehr diabetische Augenkomplikationen und Magen-Darm-Nebenwirkungen.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Kardiovaskuläre Sicherheit von Semaglutid

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Doppelblinde placebokontrollierte RCT (SUSTAIN-6)

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    3.297; Typ-2-Diabetes, 83 % mit Herz-Kreislauf-Erkrankung/chronischer Nierenerkrankung

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Primär 6.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    HR 0,74

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Diese Medikamentenklasse schützt bei den untersuchten Patientinnen und Patienten Herz und/oder Nieren.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Industriefinanziert; ausgewählte Hochrisikopopulation

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Widerspricht C-ODD-06; Schäden an Magen-Darm-Trakt und Netzhaut relevant für C-ODD-05.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Multinationale Studie mit europäischen Studienzentren oder direkt auf die Praxis in der EU übertragbar.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Nutzen bei Menschen mit niedrigem Risiko; Fehlen von Nebenwirkungen.

    Wissenschaftliche Details →

  • Fournier-Gangrän in SGLT2-Studien

    Silverii GA et al.. Diabetes Obes Metab 2020 · PMID 31637829 · DOI 10.1111/dom.13900
    Metaanalyseunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft

    Über 84 Studien hinweg war Fournier-Gangrän nicht häufiger, aber es gab zu wenige Fälle, um sicher zu sein.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    SGLT2-Hemmer und Fournier-Gangrän

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Metaanalyse von 84 RCTs

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    42.415 SGLT2i vs. 27.158 Vergleichspersonen; Typ-2-Diabetes in RCTs

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    OR 0,41 (n. s.).

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    MH-OR 0,41 (0,09–1,82)

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Sehr selten; kein bestätigter Überschuss.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Sehr wenige Ereignisse; FG nicht systematisch adjudiziert

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Schränkt C-ODD-08 ein.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Multinationale Studie mit europäischen Studienzentren oder direkt auf die Praxis in der EU übertragbar.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Ein Risiko ausschließen.

    Wissenschaftliche Details →

  • RECORD: Herz-Endpunkte unter Rosiglitazon

    Home PD et al.. Lancet 2009 · PMID 19501900 · DOI 10.1016/S0140-6736(09)60953-3
    Randomisierte kontrollierte Studieunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft★ wichtige Studie

    Die Herz-Endpunkte insgesamt waren nicht schlechter, aber die Herzinsuffizienz verdoppelte sich; Wirkung auf Herzinfarkte unklar.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Kardiovaskuläre Endpunkte von Rosiglitazon als Zusatztherapie

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Multizentrische offene RCT (RECORD-Hauptergebnisse)

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    4.447; Typ-2-Diabetes unter Metformin oder SU, HbA1c 7,9 %

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Kardiovaskulär nicht unterlegen; Herzinsuffizienz HR 2,10.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    HR 0,99 primär

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Bei Herzinsuffizienz meiden.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Offen (open-label); vom Hersteller finanziert; niedrige Ereignisraten

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt den Teil zur Herzinsuffizienz, schränkt den Teil zum Herzinfarkt von C-ODD-09 ein; schränkt C-ODD-05 ein.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Europäische Studie.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Das Herzinfarktrisiko abschließend klären.

    Wissenschaftliche Details →

Studien mit gemischten oder unklaren Ergebnissen (2)

  • Canagliflozin bei diabetischer Nierenerkrankung

    Perkovic V et al.. N Engl J Med 2019 · PMID 30990260 · DOI 10.1056/NEJMoa1811744
    Randomisierte kontrollierte Studieunabhängige GegenprüfungVolltext geprüft★ wichtige Studie

    Nierenversagen und Herzprobleme gingen um etwa ein Drittel zurück. Amputationen und Knochenbrüche waren nicht erhöht, aber die seltene Ketoazidose kam häufiger vor (11 vs. 1 Fall).

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Canagliflozin und renale Endpunkte bei Typ-2-Diabetes mit Nephropathie

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Doppelblinde placebokontrollierte RCT (CREDENCE)

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    4.401; Typ-2-Diabetes mit albuminurischer chronischer Nierenerkrankung

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Primärer Nieren-/Herz-Endpunkt 43,2 vs. 61,2 pro 1000 Patientenjahre (30 % niedriger); Amputation 12,3 vs. 11,2 pro 1000 Patientenjahre (nicht signifikant); diabetische Ketoazidose 2,2 vs. 0,2 pro 1000 Patientenjahre.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    HR 0,70

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Diese Medikamentenklasse schützt bei den untersuchten Patientinnen und Patienten Herz und/oder Nieren.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Industriefinanziert; wegen Nutzens vorzeitig beendet; ausgewählte Population mit hohem Risiko; während der Studie eingeführte Fußkontrollen könnten das Amputationsrisiko gesenkt haben; seltene Schäden unpräzise erfasst.

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Widerspricht C-ODD-06; schränkt die Amputations-/Knochenbruchsignale in C-ODD-05 ein.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Multinationale Studie mit europäischen Studienzentren oder direkt auf die Praxis in der EU übertragbar.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Nutzen bei Menschen mit niedrigem Risiko; Fehlen von Nebenwirkungen (Ketoazidose war erhöht); Sicherheit in Bezug auf Amputationen in der Routineversorgung ohne Fußüberwachung.

    Wissenschaftliche Details →

  • Herzstudie zu Liraglutid

    Marso SP et al.. N Engl J Med 2016 · PMID 27295427 · DOI 10.1056/NEJMoa1603827
    Randomisierte kontrollierte Studieunabhängige GegenprüfungVolltext geprüft★ wichtige Studie

    Weniger Herztodesfälle und weniger Todesfälle insgesamt. Pankreatitis war nicht erhöht, aber es gab mehr Gallensteinerkrankungen und einen kleinen, nicht signifikanten Überschuss an Bauchspeicheldrüsenkrebs.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Kardiovaskuläre Endpunkte von Liraglutid

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Doppelblinde placebokontrollierte RCT (LEADER)

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    9.340; Typ-2-Diabetes mit hohem kardiovaskulärem Risiko

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herztod 13,0 % vs. 14,9 %; Todesfälle 8,2 % vs. 9,6 %; akute Pankreatitis 18 vs. 23 Patientinnen und Patienten; Bauchspeicheldrüsenkrebs 13 vs. 5 (nicht signifikant); Gallensteinerkrankung 3,1 % vs. 1,9 %.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    HR 0,87; Tod HR 0,85

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Diese Medikamentenklasse schützt bei den untersuchten Patientinnen und Patienten Herz und/oder Nieren.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Industriefinanziert, mit Mitauswertung durch den Sponsor; Population mit hohem Risiko; Sicherheitsendpunkte ohne ausreichende Teststärke und ohne Adjustierung für multiples Testen; 3,5–5 Jahre Nachbeobachtung.

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Widerspricht C-ODD-06; schränkt C-ODD-04 ein.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Multinationale Studie mit europäischen Studienzentren oder direkt auf die Praxis in der EU übertragbar.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Nutzen bei Menschen mit niedrigem Risiko; dass ein Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs fehlt oder besteht (zu wenige Fälle); irgendetwas über Pankreaszysten.

    Wissenschaftliche Details →

Regionale Einordnung

Deutschland / EU

Europäische (EASD) und deutsche (DDG) Empfehlungen beruhen auf derselben Evidenzbasis wie der ADA/EASD-Konsens: individualisierte HbA1c-Zielwerte, Insulin als zwingend notwendige Therapie bei Typ-1-Diabetes sowie SGLT2-Hemmer/GLP-1-Rezeptoragonisten für Menschen mit Herz-Kreislauf- oder Nierenerkrankung. Kein länderspezifischer Unterschied ändert die Bewertung.

Ägypten

Ägypten hat eine der höchsten Diabetesprävalenzen der Region; es werden dieselben Wirkstoffklassen und Insuline verwendet. Zugangshürden und Kosten können Ratschläge zum Absetzen von Medikamenten attraktiv machen, was das praktische Risiko dieser Behauptung erhöht. Keine ägyptenspezifische Evidenz ändert die Bewertung.

Was gilt in meinem Land?

Allgemeine wissenschaftliche Bewertung

Überwiegend richtig Jedes aufgeführte Schadenssignal existiert, aber die Liste ist einseitig und verschweigt nachgewiesene Vorteile.

Diese Aussage betrifft biologische oder medizinische Zusammenhänge. Die wissenschaftliche Bewertung oben gilt unabhängig vom Land; länderspezifische Lebensmitteldaten ändern sie nicht.

Quellenverzeichnis

  1. Effect of rosiglitazone on the risk of myocardial infarction and death from cardiovascular causes.. Nissen SE et al.. N Engl J Med 2007 · PMID 17517853 · DOI 10.1056/NEJMoa072761
  2. Heart failure events with rosiglitazone in type 2 diabetes: data from the RECORD clinical trial.. Komajda M et al.. Eur Heart J 2010 · PMID 20118174 · DOI 10.1093/eurheartj/ehp604
  3. Pioglitazone use and risk of bladder cancer: population based cohort study.. Tuccori M et al.. BMJ 2016 · PMID 27029385 · DOI 10.1136/bmj.i1541
  4. Long term treatment with metformin in patients with type 2 diabetes and risk of vitamin B-12 deficiency: randomised placebo controlled trial.. de Jager J et al.. BMJ 2010 · PMID 20488910 · DOI 10.1136/bmj.c2181
  5. Association of biochemical B₁₂ deficiency with metformin therapy and vitamin B₁₂ supplements: the National Health and Nutrition Examination Survey, 1999-2006.. Reinstatler L et al.. Diabetes Care 2012 · PMID 22179958 · DOI 10.2337/dc11-1582
  6. Long-term Metformin Use and Vitamin B12 Deficiency in the Diabetes Prevention Program Outcomes Study.. Aroda VR et al.. J Clin Endocrinol Metab 2016 · PMID 26900641 · DOI 10.1210/jc.2015-3754
  7. Comparative effectiveness of sulfonylurea and metformin monotherapy on cardiovascular events in type 2 diabetes mellitus: a cohort study.. Roumie CL et al.. Ann Intern Med 2012 · PMID 23128859 · DOI 10.7326/0003-4819-157-9-201211060-00003
  8. Saxagliptin and cardiovascular outcomes in patients with type 2 diabetes mellitus.. Scirica BM et al.. N Engl J Med 2013 · PMID 23992601 · DOI 10.1056/NEJMoa1307684
  9. Canagliflozin and Cardiovascular and Renal Events in Type 2 Diabetes.. Neal B et al.. N Engl J Med 2017 · PMID 28605608 · DOI 10.1056/NEJMoa1611925
  10. Diabetic Ketoacidosis and Related Events in the Canagliflozin Type 2 Diabetes Clinical Program.. Erondu N et al.. Diabetes Care 2015 · PMID 26203064 · DOI 10.2337/dc15-1251
  11. Risk of Diabetic Ketoacidosis after Initiation of an SGLT2 Inhibitor.. Fralick M et al.. N Engl J Med 2017 · PMID 28591538 · DOI 10.1056/NEJMc1701990
  12. Fournier Gangrene Associated With Sodium-Glucose Cotransporter-2 Inhibitors: A Review of Spontaneous Postmarketing Cases.. Bersoff-Matcha SJ et al.. Ann Intern Med 2019 · PMID 31060053 · DOI 10.7326/M19-0085
  13. Effects of Canagliflozin on Fracture Risk in Patients With Type 2 Diabetes Mellitus.. Watts NB et al.. J Clin Endocrinol Metab 2016 · PMID 26580237 · DOI 10.1210/jc.2015-3167
  14. Glucagonlike peptide 1-based therapies and risk of hospitalization for acute pancreatitis in type 2 diabetes mellitus: a population-based matched case-control study.. Singh S et al.. JAMA Intern Med 2013 · PMID 23440284 · DOI 10.1001/jamainternmed.2013.2720
  15. Risk of Gastrointestinal Adverse Events Associated With Glucagon-Like Peptide-1 Receptor Agonists for Weight Loss.. Sodhi M et al.. JAMA 2023 · PMID 37796527 · DOI 10.1001/jama.2023.19574
  16. Risk of Nonarteritic Anterior Ischemic Optic Neuropathy in Patients Prescribed Semaglutide.. Hathaway JT et al.. JAMA Ophthalmol 2024 · PMID 38958939 · DOI 10.1001/jamaophthalmol.2024.2296
  17. Effect of intensive blood-glucose control with metformin on complications in overweight patients with type 2 diabetes (UKPDS 34). UK Prospective Diabetes Study (UKPDS) Group.. UKPDS Group. Lancet 1998 · PMID 9742977
  18. Empagliflozin, Cardiovascular Outcomes, and Mortality in Type 2 Diabetes.. Zinman B et al.. N Engl J Med 2015 · PMID 26378978 · DOI 10.1056/NEJMoa1504720
  19. Dapagliflozin in Patients with Chronic Kidney Disease.. Heerspink HJL et al.. N Engl J Med 2020 · PMID 32970396 · DOI 10.1056/NEJMoa2024816
  20. Dapagliflozin in Patients with Heart Failure and Reduced Ejection Fraction.. McMurray JJV et al.. N Engl J Med 2019 · PMID 31535829 · DOI 10.1056/NEJMoa1911303
  21. Semaglutide and Cardiovascular Outcomes in Patients with Type 2 Diabetes.. Marso SP et al.. N Engl J Med 2016 · PMID 27633186 · DOI 10.1056/NEJMoa1607141
  22. Fournier's gangrene and sodium-glucose co-transporter-2 inhibitors: A meta-analysis of randomized controlled trials.. Silverii GA et al.. Diabetes Obes Metab 2020 · PMID 31637829 · DOI 10.1111/dom.13900
  23. Rosiglitazone evaluated for cardiovascular outcomes in oral agent combination therapy for type 2 diabetes (RECORD): a multicentre, randomised, open-label trial.. Home PD et al.. Lancet 2009 · PMID 19501900 · DOI 10.1016/S0140-6736(09)60953-3
  24. Canagliflozin and Renal Outcomes in Type 2 Diabetes and Nephropathy.. Perkovic V et al.. N Engl J Med 2019 · PMID 30990260 · DOI 10.1056/NEJMoa1811744
  25. Liraglutide and Cardiovascular Outcomes in Type 2 Diabetes.. Marso SP et al.. N Engl J Med 2016 · PMID 27295427 · DOI 10.1056/NEJMoa1603827

← Zurück zur Übersicht